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Benjamin Leuchter (D), Johan Kristoffersson (S), Mehdi Bennani (MA), Rob Huff (GB)
© Volkswagen Motorsport | Zoom

WTCR-Saisonfinale in Malaysia: eine Premiere zum Abschied von Volkswagen

Der letzte werksunterstützte Auftritt des Golf GTI TCR im WTCR – FIA Tourenwagen-Weltcup: Beim Saisonfinale in Sepang (Malaysia) verabschiedet sich die Kombination aus Sébastien Loeb Racing (SLR), Volkswagen und den Werksfahrern Rob Huff (GB), Mehdi Bennani (MA), Benjamin Leuchter (D) und Johan Kristoffersson (S) aus der höchsten Liga des Tourenwagensports nach TCR-Reglement. Vom 13. bis 15. Dezember ist die Mannschaft, die gemeinsam bisher für sechs Siege bei 19 WTCR-Veranstaltungen steht, bis in die Haarspitzen motiviert, ein letztes Mal Topresultate einzufahren. Dabei stellen sie sich mit dem 250 kW (340 PS) starken Tourenwagen speziellen Bedingungen: In Malaysia stehen nicht nur Flutlichtrennen auf der Agenda, sondern auch Hitze- und Windschattenschlachten.

Nach fünf Jahren in Rennserien auf der ganzen Welt und bislang mehr als 150 Siegen und über 500 Podiumsresultaten läuft die Produktion des Golf GTI TCR Ende 2019 aus. „Zwei spannende und abwechslungsreiche Jahre im WTCR gehen für uns zu Ende. Ich bedanke mich bei unserem Partner Sébastien Loeb Racing und besonders bei den vier Fahrern. Sie haben mit dem Golf GTI TCR in diesem starken Konkurrenzumfeld bemerkenswerte Siege gefeiert. Wir kommen hoch motiviert zum Saisonfinale nach Sepang. Bei unserem letzten WTCR-Rennen mit dem Golf GTI TCR werden wir noch einmal alles geben“, sagt Volkswagen Motorsport-Direktor Sven Smeets.
 
Volkswagen Motorsport blickt auf sechs Siege bei 19 WTCR-Veranstaltungen zurück
Volkswagen Motorsport blickt auf sechs Siege bei 19 WTCR-Veranstaltungen zurück 
© Volkswagen Motorsport
 

Cool bleiben! Flutlicht, Hitze und Windschattenduelle erfordern kühlen Kopf

Die 5,543 Kilometer lange Rennstrecke von Sepang ist zum ersten Mal Station des WTCR. Mit zwei rund 900 Meter langen Geraden und einer Breite von bis zu 22 Metern bietet sie vergleichsweise viele Überholmöglichkeiten. Ungewöhnlich für den WTCR: Alle drei Rennen finden am Sonntagnachmittag statt. Die planmäßigen Startzeiten sind 15:55 Uhr, 18:15 Uhr und 20:10 Uhr Ortszeit. Der Einsatz der Flutlichtanlage, um die Strecke für die späten Rennen entsprechend auszuleuchten, garantiert spektakuläre Action.
 
„Racing bei Flutlicht wird bestimmt megacool. Auch bei über 30 Grad ein Rennen zu fahren, ist eine außergewöhnliche Erfahrung“, sagt Benjamin Leuchter, der sowohl künstliche Beleuchtung als auch tropische Temperaturen bereits vom 24-Stunden-Rennen in Dubai kennt. „Unser Klassensieg letztes Jahr in Dubai hat gezeigt, dass der Golf GTI TCR unter diesen Bedingungen sehr gut funktioniert. Ich möchte die Saison 2019 mit einem weiteren guten Ergebnis beenden.“
 
Auch Teamkollege Rob Huff freut sich auf das Rennen unter Flutlicht. „Die Atmosphäre ist ganz speziell, sehr verdichtet. Wir waren im Januar zu einem Test in Sepang. Mit den damals gesammelten Daten können wir uns gut auf das Saisonfinale vorbereiten“, sagt der Brite, der mit gemischten Gefühlen nach Malaysia reist. „Die vergangenen beiden Jahre mit dem Golf GTI TCR waren fantastisch. Ich möchte mich mit einem guten Ergebnis zum Abschied bei Volkswagen Motorsport für die starke Unterstützung bedanken. Ich hoffe, wir sehen uns bei einem neuen Projekt in der Zukunft wieder.“

Sébastien Loeb Racing und Volkswagen verabschieden sich hoch motiviert aus dem Wettbewerb
Sébastien Loeb Racing und Volkswagen verabschieden sich hoch motiviert aus dem Wettbewerb 
© Volkswagen Motorsport
 

Zweimal Kristoffersson, einmal Leuchter – die Rookies siegten für Sébastien Loeb Racing

Während Rob Huff in der zu Ende gehenden Saison gelegentlich das Glück fehlte und er sich bisher mit zwei Podiumsplatzierungen zufriedengeben musste, lief es für die beiden WTCR-Neulinge bei Sébastien Loeb Racing besser: Der Schwede Johan Kristoffersson, als FIA Rallycross-Weltmeister 2017 und 2018 in den WTCR gewechselt, kreuzte im Golf GTI TCR je einmal auf der Nürburgring-Nordschleife (D) und in Suzuka (J) als Erster die Ziellinie.
 
Benjamin Leuchter, der einzige Deutsche unter den permanenten Teilnehmern, siegte dort, wo er als Rennfahrer und Instruktor von Fahrtrainings schon mehr als 1.000 Runden absolviert hat – beim Heimspiel auf der Nürburgring-Nordschleife. „Ich bin mit meiner Rookie-Saison im WTCR absolut zufrieden“, sagt der Duisburger, der im Golf GTI TCR auch eine Pole-Position und eine schnellste Rennrunde erzielte. „Am Anfang habe ich mich etwas schwergetan, aber ab Mitte des Jahres war der Speed da.“
 
In der WTCR-Premierensaison 2018 setzte Sébastien Loeb Racing zwei Golf GTI TCR mit den Fahrern Rob Huff und Mehdi Bennani ein. Huff feierte zwei Siege in Ungarn und Japan, stellte seinen Golf GTI TCR außerdem viermal auf die Pole-Position und fuhr einmal die schnellste Rennrunde. Bennani siegte beim WTCR-Auftritt in Wuhan (CN).

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