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Tarquini ist der erste Sieger des von OSCARO präsentierten Tourenwagen-Weltcups überhaupt
© FIA WTCR | Zoom

FIA WTCR Saisonauftakt Marokko: Rennen 1 - Gabriele Tarquini schreibt Geschichte!

(Speed-Magazin.de) Gabriele Tarquini hat beim WTCR AFRIQUIA Rennen von Marokko Geschichte geschrieben. Er ist der erste Sieger des von OSCARO präsentierten Tourenwagen-Weltcups überhaupt. Tarquini startete von Platz zwei aus ins Rennen und sicherte sich in der ersten Kurve die Führung vor DHL Pole-Sitter Thed Björk. Die Führung gab Tarquini im Laufe des Rennens nicht mehr her. In der ersten Kurve gab es im Feld (25 Fahrzeuge) jedoch eine Menge Kontakt, weil alle Piloten versuchten, Positionen gut zu machen.

Darunter waren Aurélien Panis (Comtoyou Racing) und Frédéric Vervisch (Audi Sport Team Comtoyou), dessen Audi R3 LMS heftig in den Honda von James Thompson krachte. Vervisch kam mitten auf der Strecke zum Stehen. Nach nur einer Runde hinter dem Safety-Car wurde das Rennen mit der Roten Flagge unterbrochen, damit der Audi geborgen werden konnte.

Das Rennen wurde hinter dem Safety-Car neugestartet. Tarquini erwischte wieder einen guten Start und blieb vor Björk in Führung. Dahinter positionierten sich Rob Huff und Jean-Karl Vernay. Es dauerte aber wieder nur eine einzige Runde, bis das Safety-Car erneut ausrücken musste.

Nobert Michelisz, der wegen eines Motorwechsels vom letzten statt zweiten Platz ins Rennen gehen musste, verlor den hinteren linken Reifen seines BRC Racing Team Hyundai i30 N TCR.

In Runde elf wurde das Rennen, das in bestimmen Ländern auf OSCARO.com und Facebook gestreamt wurde, wieder aufgenommen. Tarquini behielt gegenüber Björk erneut die Oberhand. Der Schwede verfolgte Tarquini in seinem YMR Team Hyundai i30 N TCR das ganze Rennen über – bis letztendlich das schwarz-weiß-karierte Tuch fiel. Er fand jedoch keine Möglichkeit, den Führenden auf dem 2,9 Kilometer langen Kurs zu überholen.

„Ich kenne mein Baby doch“, witzelt Tarquini nach dem Rennen, der seinen neuen Hyundai meint. In der Entwicklung des Fahrzeugs hat der Italiener eine wichtige Rolle gespielt. „Ich habe am Start alles gegeben. Das war der Schlüsselfaktor für dieses Rennen. Danach entspannte ich mich etwas, weil es hier viel abverlangt, jemanden zu überholen. Es ist nahezu unmöglich.“

„Es ist ein toller Sieg, vor allem deshalb, weil ich der älteste Pilot im Feld bin. Sie sprechen über meinen Ruhestand, aber hier bin ich. Ich lerne noch immer und genieße es, Rennen zu fahren.“

Hinter dem Spitzenduo landete Huff (Sébastien Loeb Racing) auf Platz drei. Er erklomm das Podium vom vierten Startplatz aus. TCR-Champion Vernay (Audi Sport Leopard Lukoil Team) beendete das Rennen auf Rang 4.

Lokalmatador Mehdi Bennani kam auf Position fünf ins Ziel, direkt vor dem dreimaligen britischen Tourenwagen-Champion Gordon Shedden (Audi Sport Leopard Lukoil Team).

Esteban Guerrieri kam auf einem unglücklichen siebten Platz ins Ziel. Der Argentinier verlor beim Start einige Plätze, da er in der ersten Kurve mit Bennani zusammenprallte. Nach und nach verlor Guerrieri den Anschluss an die Top 6. Bennani erhielt eine Strafe von zehn Sekunden.

Aurélien Comte kam in seinem DG Sport Compétition Peugeot 308TCR auf Rang neun ins Ziel. Vor ihm landete Yann Ehrlacher im ALL-INKL.COM Münnich Honda Civic Type R TCR.

Die Top 10 komplettierte John Filippi, der seinen Platz gegen Tourenwagen-Legende Yvan Muller verteidigte. Der viermalige Weltmeister krachte in der letzten Runde beinahe in das Heck des Cupra TCR von Filippi (Team OSCARO by Campos Racing). Er schaffte es aber, seinen Wagen zu kontrollieren und einen Kontakt zu verhindern. Er brachte seinen Hyundai auf Rang elf ins Ziel.

Am Sonntag stehen das Qualifying sowie das zweite und dritte Rennen auf dem Programm. Das Qualifying startet um 10:30 Uhr Ortszeit. Das erste Rennen ist für 16:45 Uhr Ortszeit angesetzt.

FIA WTCR / DW