Anzeige

Honda ist mit dem Motor zufrieden
© Tiago Monteiro | Zoom

FIA WTCC: Der Motorendesigner von Honda ist nach dem ersten Test zuversichtlich

(Speed-Magazin) Daisuke Horiuchi, Chef Enginieur der Honda Motorsport Entwicklungsabteilung und Vater des 1,6 Liter Turbo HR412E Motors der den Civic WTCC antreibt, ist mit dem ersten Test zufrieden.

Wie zufrieden bist du mit dem ersten Test in Vallelunga?
Daisuke Horiuchi: "Es war das erste Mal, dass der Motor auf einer echten Rennstrecke fuhr. Wir haben den ersten Tag damit verbracht Systemchecks durchzuführen und die Einstellungen zu testen. Natürlich erlebten wir dabei unvermeidbare Kinderkrankheiten eines brandneuen Wagens, aber wir konnten sie beseitigen und der Motor lief problemlos."

Was ist die Herausforderung, die ein Ingenieur beim Bau eines WTCC Motors bewältigen muss?
Daisuke Horiuchi: "Ich habe viele Motoren für verschiedene Kategorien entwickelt. Die Herausforderung ist es das Minimalgewicht zu berücksichtigen, denn wenn man für einen Einsitzer Motoren baut, hat man nur wenige Einschränkungen. Ein WTCC Motor muss mindestens 95kg wiegen und in den Serienwagen passen, während man im Einsitzer den Wagen um den Motor herum baut. Wenn man die technischen Regularien erfüllt hat, muss man an der Zuverlässigkeit arbeiten, denn der Motor muss die ganze Saison halten und das sind ca 6000km."

Weisst du schon, dass die FIA daran arbeitet Hybridtechnologie in der WTCC einzuführen. Wie siehst du diese Entwicklung?
Daisuke Horiuchi: "Das ist ein weltweiter Trend und alle Motorsportklassen müssen dem folgen. Ich denke dass die Anpassung an diese Technologien im Tourenwagensport sehr interessant für alle Hersteller sein wird, denn alle Entwicklungen haben direkten und positiven Einfluss auf die Serienfahrzeuge. Ich persönlich wünsche es mir so bald wie möglich."

Manuel Schulz