WRC Rallye Spanien 2012: M-Sport Ford World Rally Team nimmt die Herausforderung in Katalonien an
(Speed-Magazin / WRC) Das M-Sport Ford World Rally Team möchte das Jahr mit einem weiteren starken Ergebnis beenden, wenn die FIA World Rally Championship an diesem Wochenende das Saisonfinale in Spanien bestreitet.Die spanische Rally bietet eine echte Herausforderung für die Crews und Techniker, denn während am ersten Tag der Asphalt nur selten die dominante Schotterpiste unterbricht, geht es an den Folgetagen hauptsächlich auf glatte Asphaltstrassen im Norden von Tarragona.
Doch da das Event später im Jahr stattfindet, kann es auf den glatten Oberflächen durch feuchtere Bedingungen rutschiger sein als im vergangenen Jahr. Die verschiedenen Untergründe werden für die Teams zur Hauptherausforderung, denn nach dem ersten Tag muss der Ford Fiesta RS WRC in nur 75 Minuten von Schotterspezifikation auf Asphaltabstimmung umgebaut werden.
Bei der letzten Runde in Sardinien zeigte Ott Tänak bereits starke Leistungen, indem er am Steuer des Fiesta RS WRC auf das Podium fuhr und so kämpft der Este um Platz 7 in der Fahrermeisterschaft kämpfen. Der 25-Jährige verfügt über eine beeindruckende Statistik auf Asphalt durch den Sieg der Powerstage in Frankreich und zwei Wertungsbestzeiten in
© Michelin
In Spanien wird John Powell mit seinem Copiloten Michael Fennell dem Team beitreten und ihre erste Teilnahme an der WRC in Angriff nehmen. Die beiden Piloten können am Steuer des Ford Fiesta RS WRC auf Wissen und Erfahrungen aus regionalen Meisterschaften zurückgreifen.
Ott Tänak: "Ich habe ein gutes Gefühl vor Spanien. Wir hatten keinen perfekten Start in die Saison, aber zuletzt wurde es immer besser und ich hoffe, dass wir uns weiter steigern können. Einige Wertungsprüfungen werden komplett neu für uns sein, aber die Asphaltprüfungen sind schön zu fahren. Die Teile auf Schotter sind anders, enger und eine Mischung aus langsamen und schnellen Passagen. Die Mischung aus Schotter und Asphalt wird eine Herausforderung, denn wir brauchen eine Abstimmung für beide Oberflächen und es wird schwierig einen guten Rhythmus zu finden."
John Powell: "Es wird meine erste WRC und ich denke es ist nur fair wenn ich gestehe, dass ich nervös bin. Wir hoffen, dass wir einige gute Erfahrungen sammeln können und in einem Stück ins Ziel kommen. Ich bin schon die ganze Woche mit M-Sport unterwegs und es wurde viel über ein jamaikanisches Bobteam gesprochen. Denn niemand hätte gedacht, dass es ein Bobteam aus Jamaika geben wird und wer hätte gedacht, dass es mal einen WRC Fahrer aus Trinidad und Tobago geben wird. Das Bobteam wurde Letzter, aber dabei hatten sie viel Spass und haben einen grossen Eindruck hinterlassen. Vielleicht können wir das selbe tun und möglicherweise gibt es dann auch irgendwann einen Film über uns. In unseren regionalen Meisterschaften sind die Wertungsprüfungen deutlich kürzer, daher wird dieses Event eine grosse Herausforderung."
Manuel Schulz / J.M