Latvala fuhr die Bestzeit auf der morgendlichen Qualifying Stage
© Ford | Zoom

WRC Rallye Italien Qualifying: Jari-Matti Latvala schwebt auf einer Erfolgswelle - Startplatz 1 in Sardinien

(Speed-Magazin / Michelin WRC Italien) Jari-Matti Latvala schwebt auf einer Erfolgswelle: Gerade erst hat der 27-Jährige seinen Wechsel zu VW verkündet. Jetzt fuhr der Finne in seinem Michelin bereiften Ford Fiesta RS WRC die Bestzeit auf der morgendlichen Qualifying Stage der Rallye Italien. Latvala entschied sich, auf den ersten beiden Wertungsprüfungen am Donnerstagabend als Erster auf die Strecke zu gehen. „Damit bei der zweiten Durchfahrt die Sonne noch möglichst hoch steht“, begründete der Ford-Werkspilot seine Wahl. Am Freitag starten die 15 schnellsten Fahrer in umgekehrter Reihenfolge des heutigen Tagesergebnisses.

Für den Shakedown und die anschliessende Qualifying Stage machten sich die Teams am Morgen auf den Weg nach Telti, 22 Kilometer westlich der sardinischen Küstenstadt Olbia, wo das Rallye-Zentrum beheimatet ist.

Ford-Werkspilot Jari-Matti Latvala fuhr auf der 3,75 Kilometer langen Qualifying Stage mit 2.26,457 Minuten die Bestzeit und war damit mehr als eine Sekunde schneller als sein Teamkollege Petter Solberg (+ 1,024 Sekunden).

Der alte und neue Weltmeister Sébastien Loeb kam in seinem Citroën DS3 WRC als Drittschnellster ins Ziel (+ 1,307 Sekunden). Ford-Junior Evgeny Novikov war als Vierter der schnellste Privatier im Feld (+ 1,516 Sekunden). Loebs Teamkollege Mikko Hirvonen würgte am Start den Motor seines Allradlers fast ab und verlor 1,606 Sekunden auf Latvala.

Sébastien Loeb kam als Drittschnellster ins Ziel
Sébastien Loeb kam als Drittschnellster ins Ziel
© Citroen
Citroën-Youngster Thierry Neuville büsste am Start ebenfalls viel Zeit ein, als er vergass, den ersten Gang einzulegen. Sieben endlos lange Sekunden verstrichen, bis er realisierte, warum sich sein DS3 WRC keinen Meter nach vorne bewegte.

Bereits beim Shakedown erlebte Paolo Nobre einen „big moment“. Im Qualifying kam der Brasilianer dann von der Strecke ab. Sein John Cooper Works WRC krachte in einen Baum. Derzeit wartet sein Team noch, bis das Auto im Service Park angekommen ist. Erst dann können die Mechaniker abschätzen, ob der Rechtsanwalt bei der Rallye Italien noch einmal ins Geschehen eingreifen kann. Vermutlich ist es Nobres vorletzter WM-Lauf, denn angeblich wird er sich zum Saisonende aus der Weltmeisterschaft verabschieden.

Die Zeremonie, bei der die Piloten ihre Startposition für die ersten Prüfungen bekannt gaben, fand vor dem Rathaus in Olbia statt. Hier hatten die Fans die Gelegenheit, bereits vor dem offiziellen Start um 15 Uhr auf Tuchfühlung zu ihren Idolen zu gehen. Um 16.13 Uhr beginnt die eigentliche Action dann mit der ersten Wertungsprüfung, der 28,14 Kilometer langen „Terranova“, die zwei Mal gefahren wird.

Die Startreihenfolge für den ersten Tag der Rallye Italien:
1. Latvala (Ford), 2. Tänak (Ford), 3. Solberg (Ford), 4. Novikov (Ford), 5. Loeb (Citroën), 6. Hirvonen (Citroën), 7. Östberg (Ford), 8. Atkinson (Mini), 9. Prokop (Ford), 10. Neuville (Citroën) usw.

Michelin / J.M