Sebastien Ogier (F), Julien Ingrassia (F) Volkswagen Polo R WRC
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WRC Rallye Argentinen - Ergebnisse WP7: Sebastien Ogier im Polo fuhr die erste Bestzeit des Samstags

(Speed-Magazin.de / FIA WRC Rallye Argentinen 2015) Die Wertungsprüfung im Detail WP 7: Als wäre nichts gewesen. Welch ein Start in die zweite Etappe der Rallye Argentinien. Auf der 23,10 Kilometer langen Capilla del Monte – San Marcos 1 meldeten sich die Pechvögel des schwarzen Freitags zurück. Weltmeister Sebastien Ogier im Polo R WRC Nr.1 fuhr knapp vor seinem Teamkollegen Andreas Mikkelsen (Nr.9) die erste Bestzeit des Samstags.

Nur 0,2 Sekunden hinter dem Norweger komplettierte Jari-Matti Latvala (#2) den perfekten Auftakt für Volkswagen Motorsport. Noch wichtiger: Im Gesamtklassement konnte der drittplatzierte Finne seinen Rückstand auf den Führenden Kris Meeke und Mads Østberg auf Rang zwei (beide Citroën) deutlich verkürzen – und gleichzeitig das Polster zu seinen Verfolger vergrößern.

Samstag: die Wertungsprüfungen der zweiten Etappe
Samstag: die Wertungsprüfungen der zweiten Etappe
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Stimmen, 02. Tag Rallye Argentinien

Sébastien Ogier, Volkswagen Polo R WRC #1
„Bis zum Start der ersten Prüfung am Morgen lief alles völlig normal. Dann – nach knapp zehn Kilometern – hatten wir plötzlich spürbar weniger Leistung. Und auch der Motor klang nicht mehr so gut wie gewöhnlich. Sieben Kilometer vor dem Ende der Prüfung mussten wir dann stoppen und das Auto abstellen. Natürlich ist es schade, die Chance auf den Sieg hier zu verlieren. Aber das ist Motorsport, auch das gehört dazu. Ich darf mich nicht beschweren, denn unser Team macht einen absolut fantastischen Job und wir haben mit dem Polo in diesem Jahr bislang alle Rallyes gewonnen. Diesmal hatten wir eben einmal Pech.“
 
Jari-Matti Latvala, Volkswagen Polo R WRC #2
„Was für ein ereignisreicher Rallye-Tag. Nicht nur für mich, sondern für das ganze Team. Die Bedingungen waren – wie zu erwarten – extrem schwer für Mensch und Maschine. Von der Taktik her habe ich versucht, nicht von Anfang an zu viel Druck zu machen. Und das hat auch gut funktioniert. In der fünften Wertungsprüfung bekamen wir ein Problem mit dem Antriebsstrang. Danach hatten wir keinen richtigen Vortrieb mehr und das hat uns fast eine Minute auf Kris Meeke gekostet. Jetzt bin aber ich erstmal glücklich, dass ich nach diesem harten Tag das Auto zurück in den Service gebracht habe. Morgen werde ich wieder auf ‚allen Vieren‘ angreifen und versuchen, Druck auf die beiden führenden Citroën auszuüben. Die Rallye ist noch lang und es kann viel passieren. Das haben wir heute eindrucksvoll gesehen.“

Andreas Mikkelsen, Volkswagen Polo R WRC #9
„Das war definitiv nicht unser Tag heute. Ein ‚normaler‘ Reifenschaden hat sich zum größtmöglichen Rückschlag entwickelt. Im Nachhinein ist man immer schlauer: Aber wir hätten den Platten besser sofort gewechselt. Denn so kam der Reifen von der Felge, durch die vielen Schlägen haben wir den Stoßdämpfer beschädigt und schließlich wurde der auf der folgenden Prüfung ausgehebelt, weil er keine Dämpfwirkung mehr hatte. Bei diesem immensen Schlag muss auch noch die Servopumpe kaputtgegangen sein. Unsere Mechaniker haben einen fantastischen Job gemacht, haben in 30 Minuten ein beinahe neues Auto gebaut, aber konnten das frühe Aus heute nicht verhindern. Das tut mir besonders leid. Alles in allem bin ich natürlich auch vom Ergebnis enttäuscht und hätte meinen Super-Start in die Saison gern fortgesetzt. Aber morgen kehren wir wieder zurück, werden versuchen, viel Erfahrung zu sammeln und am Sonntag alles auf die Karte Powerstage setzen, um noch Punkte für die Meisterschaft zu holen.“

Jost Capito, Volkswagen Motorsport-Direktor
„Die gute Nachricht zuerst: Jari-Matti Latvala und Miikka Anttila halten die Volkswagen Fahnen hier bei der Rallye Argentinien am höchsten und liegen dank ihres Kampfgeists auf Podiumskurs. Die schlechte Nachricht: Alle unsere drei Volkswagen Duos hatten heute mit Problemen zu kämpfen. Sébastien Ogier und Julien Ingrassia mussten mit einem Problem an der Kraftstoffzufuhr eines Zylinders den Tag früh aufgeben, bei Andreas Mikkelsen und Ola Fløene sorgte ein Reifenschaden für eine Kettenreaktion. Sie werden – wie Seb und Julien – morgen unter Rallye-2-Reglement zurückkehren. Die Bedingungen fordern Mensch und Material über das Limit hinaus – deswegen wurden auch Jari-Matti und Miikka durch ein Problem am Antrieb eingebremst. Dank ihnen haben wir aber weiterhin intakte Chancen auf den Sieg. Und den zu holen ist nach wie vor unser Ziel.“

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