Breen: "Ich möchte nur noch dass es endlich Sonntagabend ist"
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WRC Rally de Espana 2012: SWRC- und PWRC-Titel für Breen und Guerra greifbar nah

(Speed Magazin) Nur noch 93 Wertungsprüfungs-Kilometer trennen den Iren Craig Breen und den Mexikaner Benito vom Gewinn der Weltmeistertitel in der Super2000-WM (SWRC) und der Produktionswagen-WM (PWRC). Beide Piloten haben sich in ihren Klassen ein beruhigendes Polster erarbeitet.

In Sardinien standen am letzten Tag der Rallye nur noch 16 WP-Kilometer an. Craig Breen (Ford/Michelin) und Benito Guerra (Mitsubishi/Michelin) würden sich vermutlich wünschen, dass es morgen in Spanien genauso kurze Distanzen gäbe.

Seit Samstagvormittag haben beide Titelanwärter klare Verhältnisse geschaffen. Ihre jeweiligen Hauptrivalen liegen weit zurück oder mussten die Segel streichen. SWRC-Favorit Breen führt fast dreieinhalb Minuten von Proton-Pilot PG Andersson, Guerra hat sechs Minuten zwischen sich und die PWRC-Verfolger gelegt! Nichtsdestotrotz müssen beide noch sechs anspruchsvolle Prüfungen konzentriert und unbeschadet überstehen.

„Es ist gar nicht einfach, so langsam zu fahren, wie ich es heute gemacht habe“, bemerkte der irische Ford-Fahrer. Er darf sich auch weiterhin keinen Fehler erlauben, denn wenn Andersson doch noch vor ihm ins Ziel kommen sollte, ist der Schwede SWRC-Champion. „Du musst einen vernünftigen Rhythmus finden und darfst keinen Fehler machen“, bestätigt Breen. „Ich möchte nur noch, dass es endlich Sonntagabend ist. Aber bei dieser komfortablen Führung müsste es schon sehr dumm laufen, bevor wir das noch aus der Hand geben.“

„Der Rückstand ist zu gross“, gibt Andersson zu. „Ich kann nur abwarten und schauen, was am letzten Tag passiert. Aber Craig scheint zu wissen, was er tut.“

Benito Guerras Hoffnungen auf den PWRC-Titel erhielten heute Morgen einen mächtigen Schub, als sein wichtigster Rivale Michal Kosciuszko auf WP 9 mit Unfall ausschied. Aber auch der Mitsubishi-Pilot muss erst ins Ziel kommen.

„Noch nicht, noch nicht“, wehrte der Mexikaner im Service-Park heute Abend alle voreiligen Gratulanten ab. „Wir haben noch einen Tag zu fahren, aber ich fühle mich gut auf Asphalt. Ich bin relativ langsam gefahren habe versucht, mein Auto zu schonen. Ich habe keine Kurven gecuttet und bin schön in der Strassenmitte geblieben. Wir werden bis ins Ziel klug weiterfahren.“

Michelin / J.M