WRC Rally Italia: Per Heli zu den Wertungs-Prüfungen
(FIA WRC Rally d'Italia / Sardinine/ Speed Magazin) Manche Zuschauer der Rallye Italien haben es gut: Sie werden von ihren Gastgebern per Heli an die Wertungsprüfungen geflogen. Wer besonderes Glück hat trifft dabei auf die entzückende Anne-Chantal Pauwels: Die Ex-Beifahrerin von François Delecour arbeitet heute unter anderem als Pilotin.Michelin und Citroen fliegen ihre Gäste per Heli zu den Wertungsprüfungen
Bernard Occelli, als Beifahrer von Didier Auriol der Rallye-Weltmeister von 1994, zählt zu den bekannten Gesichtern im Service-Park der Rallye-Weltmeisterschaft: Mit seiner Firma European Sport Communication organisiert er VIP-Touren für Sponsoren, Reifenhersteller und Teams. An diesem Wochenende betreut er auf Sardinien zum Beispiel 60 Gäste von Michelin und Citroën Italien – inklusive Helikopter-Shuttle in die Berge der Insel, um das Geschehen auf den Prüfungen hautnah mitzuerleben.
Zu Occellis Team gehört dabei auch Anne-Chantal Pauwels, an die sich Rallye-Fans noch gut erinnern werden: Die bildhübsche Französin las einst dem ehemaligen Peugeot-, Mitsubishi- und Ford-Werksfahrer François Delecour den
© Rally d′Italia
Viele Jahre sind seither vergangen, und Madame Pauwels führt heute ein etwas ruhigeres Leben im ostfranzösischen Jura, wo sie als Motorjournalistin vor allem für ein BMW-Magazin schreibt. Nebenbei aber fröhnt sie noch einer weiteren Leidenschaft: Sie ist eine erfahrene Helikopter-Pilotin.
„Meine Begeisterung für das Fliegen reicht zurück bis in meine Kindheit“, betont die heute 61-Jährige. „Aber ich habe zuerst den Sprung in den Rallye-Sport gewagt. Als ich meinen Helm ins Regal stellte, habe ich mich wieder mit Helikoptern beschäftigt und meine Fluglizenz erworben.“
Nicht eben ein typischer Frauenberuf: Kaum mehr als 20 Damen arbeiten in Frankreich als professionelle Heli-Pilotin. „Das ist in etwa wie mit dem Motorsport: eben keine Aktivität, die in Scharen Frauen anzieht“, so Pauwels.
Vor geraumer Zeit hat sie ihr schreiberisches Talent und ihre Liebe zu den Drehflüglern in einem Buch kombiniert, das auf Deutsch so viel wie „Beruf: Helikopter-Pilot“ heisst und im Detail die verschiedenen Einsatzbereich für professionelle Piloten beschreibt – vom Rettungsdienst über Polizei- und Militäreinsätze bis hin zum Personentransport. „Ich widme mich am liebsten letzterem“, so Pauwels. „VIP-Touren und Geschäftsflügen. Dabei bin ich zumeist in den französischen Alpen, an der Riviera oder im Grossraum Paris aktiv. Rettungseinsätze sind etwas sehr spezielles, da fehlen mir wohl noch ein paar Flugstunden Erfahrung …“
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Michelin / J.M