WRC Rally Italia: Am 1. Geburtstag läuft bei bei Volkswagen alles nach Plan
(FIA WRC Rallye d'Italia / Sardinien / Speed Magazin) Bei der FIA Rallye Italien 2011 auf Sardinien verkündete Volkswagen seinen Einstieg in die Rallye-WM für die Saison 2013. Am selben Wochenende feierte das neue Mini John Cooper Works World Rally Car sein Debüt in der Topliga. Im vergangenen Jahr fand die Rallye Italien im Mai statt. Somit ist es genau genommen kein wirklicher Jahrestag dieser beiden Ereignisse. Aber dennoch hat das Rallye-Zentrum in Olbia in gewisser Weise symbolischen Charakter. Wir sprachen mit VW Motorsport-Teammanager Sven Smeets und wollten wissen, wie die Vorbereitungen der Deutschen voranschreiten.Loeb und Latvala sind im nächsten Rallye Jahr die Volkswagen Piloten
Gestern gab VW bekannt, dass Jari-Matti Latvala im kommenden Jahr den zweiten Polo R WRC neben Sébastien Ogier pilotieren wird. Damit fügte Volkswagen eines der letzten Puzzleteile seines WM-Projektes hinzu. Der Countdown für das WM-Debüt des Michelin bereiften Polo R bei der Rallye Monte Carlo hat begonnen.
„Wir starten mit zwei Fahrzeugen für Jari-Matti und Seb in die Saison“, erklärt Sven Smeets, der verantwortliche Manager des Rallye-Teams von VW Motorsport. „Die Chancen stehen ganz gut, dass wir im Laufe der Saison einen dritten Polo sehen werden. Wann das der Fall sein wird und wer am Steuer sitzt, kann ich aber noch nicht sagen. Viel hängt auch davon ab, wie unsere ersten Rallyes verlaufen werden."
© VW
Smeets freut sich auf das Abenteuer Rallye bei Volkswagen
Sven Smeets war vor nicht allzu langer Zeit selbst als Co-Pilot in der Rallye-WM aktiv. Danach kümmerte er sich um Logistik und Marketing bei Citroën Racing, bevor er Anfang 2012 mit seinem Know-how bei Volkswagen andockte. Seither ist er mitverantwortlich für den Aufbau des Rallye-Projektes, bei dem das Team im Grunde von Null beginnen musste.
„Das ist natürlich ein interessantes Abenteuer“, erklärt Sven. „Als ich bei VW ankam, stand die Mannschaft im Grunde schon fest. Die meisten von ihnen waren vorher in das erfolgreiche Dakar-Projekt von VW involviert. Neu hinzugekommen sind vor allem Mechaniker und Ingenieure. Alles in allem sind bei VW Motorsport in Hannover rund 180 Menschen beschäftigt, die sich unter anderem auch um die Entwicklung des neuen Formel 3-Rennmotors kümmern. Bei den Rallyes werden rund 50 unserer Teammitglieder vor Ort sein. Gleich zu Jahresbeginn erwartet uns mit der Rallye Monte Carlo eines der anspruchsvollsten Events der Saison. Mir und all meinen Kollegen stehen einige stressige Monate bevor. Wir müssen uns um die Logistik kümmern und unseren Zulieferern Druck machen. Denn das Team muss mehrere unterschiedliche Chassis aufbauen, die wir bei den ersten Rallyes einsetzen werden. Darüber hinaus müssen wir die Transport-Container für die WM-Läufe in Übersee packen. Denn das Material für die Rallye Mexiko im März wird bereits Ende Januar verschifft. Wie unsere Konkurrenten wollen wir im Dezember mit den Testfahrten für die Monte beginnen.“
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Michelin / J.M