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Jari-Matti Latvala (FIN), Miikka Anttila (FIN) Volkswagen Polo R WRC (2015)
© VW | Zoom

Rallye Deutschland Tag zwei: Volkswagen liegt mit drei Polo R WRC vorne - Vorsicht Hinkelstein!

(Speed-Magazin.de / FIA WRC Rallye Deutschland 2015) Tag zwei bei der Rallye Deutschland. Das Heimspiel von Volkswagen steht nicht nur im Zeichen der Wolfsburger Marke sondern vor allem im Zeichen eines Duells zweier wirklicher Rallye-Asse: Sebastien Ogier und Jari-Matti Latvala schenken sich an der Spitze wirklich nichts. Nach dem spannenden Freitag geht es am zweiten Tag bei der Rallye rund um Trier munter weiter mit dem Zweikampf um die Spitze. Auf Rang drei liegt Andreas Mikkelsen im dritten Polo R WRC. Volkswagen liegt also weiterhin mit drei Autos vorne. Mehr geht nicht. Und das beim Heimspiel!

Der Samstagvormittag hatte das absolute Highlight der Rallye zu bieten. Drei der fünf Wertungsprüfungen am Vormittag wurden auf dem Truppenübungsplatz von Baumholder, der legendären Panzerplatte, ausgetragen. Das heißt: Rutschige und nicht immer ebenerdige Betonplatten, über die die WRC-Autos fahren mussten, sowie Hinkelsteine am Wegesrand. Häufig ging es sehr nah an diesen  eher unscheinbaren Steinen vorbei. Eigentlich sind sie dazu da, Panzer aufzuhalten. Was bei einem Kontakt mit einem WRC-Auto passieren kann, ist da wohl klar.
 

Tag Zwei Rallye Deutschland 2015
Tag Zwei Rallye Deutschland 2015
© VW
Die Volkswagen Piloten machten keine unliebsame Bekanntschaft mit den Hinkelsteinen, waren aber alles andere als vorsichtig unterwegs. Erst mussten sie zweimal die Arena Panzerplatte (2,87 Kilometer) durchfahren, anschließend ging es auf die Mammut-Prüfung Panzerplatte Long mit 45,61 Kilometern. Ogier nahm Latvala in der Arena vor den Augen tausender begeisterter Fans 1,1 bzw. 1,6 Sekunden ab und baute seine Führung aus.
 
Gleich im Anschluss war er auf der Panzerplatte Long sogar 6,8 Sekunden schneller. Ein Kinderspiel war das aber nicht: „Wenn man im Auto keine Zwischenzeiten angezeigt bekommt, weiß man gar nicht, wie schnell man eigentlich ist“, sagte Seb. „Ich musste die Reifen schonen und gleichzeitig schnell sein. Ich bin sehr zufrieden mit der Wertungsprüfung.“ Latvala war hingegen etwas geknickt: „Ich hatte kein wirkliches Gefühl für’s Auto. Aber so ist das nun einmal.“ Die Chance auf Wiedergutmachung hat Jari-Matti am Nachmittag. Dann stehen noch einmal fünf Prüfungen auf dem Programm. Darunter zwei Mal die Panzerplatte.
 
Ergebnis nach WP 13:
 
1. Sébastien Ogier (Polo R WRC #1) 2:08.41,7 Min.
2. Jari-Matti Latvala (Polo R WRC #2) +18,5 Sek.
3. Andreas Mikkelsen (Polo R WRC #9) +1:07,0 Min.
4. Dani Sordo (Hyundai) +1:42,6 Min.
5. Thierry Neuville (Hyundai) +1:49,3 Sek.