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Erstes Top-3-Resultat für M-Sport Ford und das finnische Duo Teemu Suninen/Jarmo Lehtinen in der laufenden Rallye-WM-Saison
© Ford | Zoom

Podiumsergebnis für Teemu Suninen und den Ford Fiesta WRC bei der WM-Rallye Mexiko

 Hochspannung in großer Höhenlage: Teemu Suninen und Beifahrer Jarmo Lehtinen haben die WM-Rallye Mexiko am Steuer ihres Ford Fiesta WRC auf dem dritten Rang abgeschlossen. Die Finnen lieferten sich bis zum Schluss auf den mal rasant schnellen, mal technisch anspruchsvollen Schotterpassagen des dritten Saisonlaufs ein spannendes Duell mit dem amtierenden Weltmeister Ott Tänak um Rang zwei. Erst ein Bremsproblem auf der letzten langen Wertungsprüfung (WP) "Derramadero 2" ließ das Pendel zugunsten von Tänak ausschlagen. Gus Greensmith/Elliott Edmondson fuhren in Mexiko mit ihrem Turbo-Allradler, der auf dem in Köln produzierten Kleinwagen basiert, auf den neunten Gesamtrang. Für Esapekka Lappi und Janne Ferm war die Rallye rund um das UNESCO-Weltkulturerbe Guanajuatito, die auf bis zu 2.700 Meter über Meerespiegel führte, bereits am Freitagabend beendet: Ihr Auto fing im Ziel der WP 7 aus noch unbekannter Ursache Feuer und brannte vollständig aus. Lappi lag zum Zeitpunkt des Ausfalls auf dem vielversprechenden vierten Rang. Die Rallye Mexiko wurde nach der zweiten Etappe und 21 von 24 Wertungsprüfungen am Samstagabend vorzeitig abgebrochen, um den Teams angesichts zu erwartender Reisebeschränkungen im Zuge der Corona-Virus-Krise eine sichere Heimkehr zu ermöglichen.

WRC Rallye Mexiko 2020

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"Es hat großen Spaß bereitet zu sehen, dass Teemu Suninen wieder zu bekannter Stärke aufgelaufen ist", resümmiert M-Sport-Teamchef Richard Millener. "Sein Start in diese Saison verlief nicht nach Wunsch, aber wir haben immer an ihn geglaubt und gewusst, zu was er in der Lage ist. Dieses Ergebnis wird seinem Selbstbewusstsein den erhofften Schub verleihen, den er gebraucht hat. Von der ersten Sekunden an war er hier in Mexiko ganz vorne mit dabei und konnte diesen Speed und die notwendige Konstanz bis zum Ende fortführen. Gus Greensmith hat nicht richtig in seinen Rhythmus gefunden, ein defekter Sensor kostete ihn auf der 14. Wertungsprüfungen den verdienten sechsten Platz. Danach ging es für ihn vor allem darum, weitere Erfahrung auf diesen anspruchsvollen Prüfungen zu sammeln. Schön, dass er auf den beiden abschließenden Zuschauerprüfungen noch seine direkten Duelle gewonnen hat - das hat ihm bestimmt gut getan und uns sehr gefallen. Auch wenn er von diesem Wochenende etwas enttäuscht sein mag: Wir sind es nicht. Einen herben Rückschlag haben wir jedoch durch den Verlust des Autos von Esapekka Lappi erlitten. Wir wissen noch nicht genau, was passiert ist, aber vermutlich ist Öl auf die heiße Abgasanlage getropft und hat sich dabei entzündet. Alle haben ihr Bestes gegeben, um den Brand zu löschen, aber das war nicht mehr möglich. Für M-Sport ist dies eine schwierige Situation, zumal wir zum jetzigen Zeitpunkt auch nicht wissen, wann die Rallye-Weltmeisterschaft in dieser Saison fortgesetzt werden kann."

Gus Greensmith/Elliott Edmondson belegen mit ihrem Ford Fiesta WRC in Mexiko Rang neun
Gus Greensmith/Elliott Edmondson belegen mit ihrem Ford Fiesta WRC in Mexiko Rang neun
© Ford
 
 
Teemu Suninen / Jarmo Lehtinen (Ford Fiesta WRC, Startnummer 3); Ergebnis: Platz 3; WM-Rang: 6
 
"Ich bin wirklich glücklich damit, wie dieses Wochenende für uns gelaufen ist, und sehr stolz darauf, dem Team ein Podiumsresultat schenken zu können", freut sich der 26-jährige Suninen. "Nach der Rallye Schweden sah es für uns nicht so gut aus. Aber wir konnten den Schalter umlegen und zurückschlagen - mit konkurrenzfähigen Zeiten und dem Potenzial, an der Spitze mitzukämpfen. Ich denke, wir haben einen guten Job abgeliefert. Wir waren schnell und konstant, damit haben wir die Erwartungen erfüllt. Platz zwei wäre sicherlich noch schöner gewesen, aber Ott Tänak konnten wir mit unserem Bremsproblem nicht mehr halten. Aber wir haben gezeigt, dass das Potenzial da ist. Jetzt schauen wir mal, was bei den nächsten Rallyes für uns machbar ist."
 
Gus Greensmith / Elliott Edmondson (Ford Fiesta WRC, Startnummer 44); Ergebnis: Platz 9; WM-Rang: 15
 
"Leider lief diese Rallye nicht so für uns, wie wir uns das gewünscht hätten", so Greensmith. "Wir sind mit einem guten Gefühl gestartet, aber ich fand einfach nicht in den notwendigen Rhythmus und habe zu viele Fehler gemacht. Den einen Kilometer bin ich sehr gut gefahren, den nächsten dann wieder nicht - das addiert sich natürlich auf der Uhr. Erst am Samstagnachmittag wurde es etwas besser und es begann wieder richtig Spaß zu machen. Wir müssen weiterhin noch viel lernen, aber ich bin mir sicher, dass wir dies schaffen. Wir bleiben am Ball."
 
Esapekka Lappi / Janne Ferm (Ford Fiesta WRC, Startnummer 4); Ergebnis: Ausfall; WM-Rang: 7
 
"Erst an der Zeitkontrolle im Ziel der WP 7 wurde uns bewusst, dass unser Auto brennt - da war mir aber noch nicht klar, wie schlimm es wirklich ist", berichtet Esapekka Lappi. "Wir haben versucht, den Wagen zu löschen, doch das hat nicht funktioniert. Zur Sicherheit bin ich dann noch weitergefahren bis zu einem Platz, wo durch das Feuer nichts Schlimmeres passieren kann. Als die Bremsen ausfielen, bin ich nur noch raus aus dem Cockpit. In der Prüfung zuvor hatten wir keinerlei Probleme, tatsächlich waren wir richtig schnell unterwegs und hatten bereits eine Podestplatzierung ins Visier genommen. Es ist eine wirklich große Enttäuschung für das gesamte Team und uns. Die einzig gute Nachricht: Es ist niemandem etwas passiert, das ist das Wichtigste."

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