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Highlights rund um die Rallye Italien
© Volkswagen Motorsport | Zoom

FIA WRC Rallye Italien 2015: Die schönsten Wertungsprüfungen

(Speed-Magazin.de) In kaum einem anderen Land wird der Rallye-Sport so leidenschaftlich zelebriert wie in Italien. Während die Yachten der Reichen und Schönen in der Mittelmeersonne glitzern, prägen kleine Büsche, staubige Pisten und haushohe Felsen das Bild im Inland von Sardinien.

Häufige Rhythmuswechsel:
 WP Grighine Sud 1 (26,31 km).
Nach einer Pause von drei Jahren ist die in einen nördlichen und einen südlichen Abschnitt geteilte Wertungsprüfung am Monte Grighine zurück. Mit 26,31 Kilometern ist „Grighine Sud 1“ die längste und auch die erste Prüfung am Freitag, genau das Richtige zum Wachwerden. Charakteristisch sind die häufigen Rhythmuswechsel. Auf den Bergrücken, teilweise im Schatten riesiger Windräder, ist das Tempo auf sehr weichem Schotter häufig sehr hoch. Dazwischen liegen immer wieder kurvenreiche Auf- und Abstiege in Täler, wo die Piste rauer wird und Bäume rechts und links gröbere Fahrfehler nicht verzeihen.

Mickys berühmter Sprung:
 WP Monte Lerno (42,22 km).

Diese Wertungsprüfung wird 2015 in geänderter, auf 42,22 Kilometer verkürzter Version gefahren. Darin enthalten ist wieder „Micky’s Jump“, der als beliebtester Zuschauerpunkt der gesamten Rallye allein Hunderte von Fans anlockt. Nach etwa zwei Dritteln der WP kommt die nach einem ihrer Erbauer benannte, künstlich angelegte Sprungkuppe. Weil die Geschwindigkeit relativ gering ist, wird hier zwar nicht sonderlich weit gesprungen, dafür aber umso höher. Wohl höher als an jeder anderen Stelle in der gesamten Weltmeisterschaft. Nicht alle Piloten nehmen „Micky’s Jump“ mit Vollgas. Zum einen, weil kurz danach eine Linkskurve folgt, zum anderen, weil nur perfekt ausbalancierte Fahrzeuge nach einer Flugeinlage nicht mit der Schnauze zuerst aufschlagen – das Risiko für Schäden am Kühler und Chassis ist hoch.

Guter Überblick: WP Cala Flumini (11,77 km).
Diese WP – die als Power Stage den Abschluss der Rallye bildet – beginnt im Vergleich zum vergangenen Jahr rund fünf Kilometer früher, der Rest ist identisch. Auf den letzten Kilometern vor dem Ziel führt die immer wieder durch kurze Asphaltstücke unterbrochene Schotterpiste durch eine hauptsächlich mit Gräsern und niedrigen Büschen bewachsene Hügellandschaft und zum Teil entlang der Mittelmeerküste. Von zahlreichen Zuschauerpunkten aus hat man die Rallye-Autos vergleichsweise lange im Blick, wird dafür aber kräftig eingestaubt. Für die Fahrer besteht die Herausforderung darin, den an vielen Stellen direkt neben der Piste lauernden Felsen und Mauern nicht zu nahe zu kommen.

Volkswagen Motorsport / Yvonne D.