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"Eine Stufe höher auf dem Podest stehen."
© Volkswagen | Zoom

FIA WRC Rallye Grossbritannien 2014: Statements aus dem Volkswagen Team

(Speed-Magazin.de) Offiziell wird die Rallye Grossbritannien als Schotterrallye geführt. Die Vergangenheit hat aber gezeigt, dass der Begriff „Matschrallye“ deutlich besser passen würde. Es soll Menschen geben, die sich auch an komplett trockene Ausgaben dieses Waldmarathons erinnern, die meiste Zeit aber sorgen starke Regenfälle und dichter Nebel für erschwerte Bedingungen. Bei diesen schwierigen Sichtverhältnissen wird die Fahrt durch den Forst oft zum „Blindflug“, die Piloten müssen den Ansagen ihrer Copiloten im wahrsten Sinne des Wortes blind vertrauen können. Aber auch der britische Linksverkehr ist nicht ungefährlich: Das musste beispielweise 2011 Sebastian Loeb schmerzvoll erfahren, als ihm bei einer Verbindungsetappe ein spanischer Tourist auf der falschen Seite entgegenkam und in seinen Citroën DS3 fuhr.

Sébastien Ogier, Volkswagen Polo R WRC #1

„Bei der Rallye Spanien haben wir das wichtigste Saisonziel erreicht und damit ist auch der Druck verschwunden. Ich möchte die letzte Rallye der Saison genießen und dazu gehört ein gutes Resultat. Durch unsere Tests in Wales haben wir uns perfekt auf die komplexen Bedingungen eingestellt. Die Rallye Großbritannien ist in der Hinsicht nämlich sehr speziell. Vor allem das unvorhersehbare Wetter macht die Rallye kompliziert und zu einer großen Herausforderung. Erfahrungsgemäß möchte jeder Fahrer bei der letzten Rallye des Jahres ein möglichst starkes Saisonfinish hinlegen, bevor man dann in die wohlverdiente Pause geht. Ich kann mir gut vorstellen, dass Jari-Matti in Wales sehr gerne seinen dritten Sieg feiern möchte.“

Jari-Matti Latvala, Volkswagen Polo R WRC #2

„Im vergangenen Jahr wurde ich hinter meinem Teamkollegen Sébastien Ogier Zweiter, in diesem Jahr möchte ich eine Stufe höher auf dem Podest stehen. Das wäre wirklich ein schöner Abschluss der Saison. Ich mag die Rallye Großbritannien, gerade weil sie so anspruchsvoll ist. Die Wertungsprüfungen sind sehr schnell, sehr flüssig zu fahren. Sie führen durch Wälder, in denen häufig sehr viel Nebel hängt, der die Sicht beeinträchtigt. Zu dieser Jahreszeit regnet es dort sehr häufig, was die Schotterpisten oft zu richtigen Schlammlöchern macht. In der Vergangenheit hatten wir bei der Rallye sogar einmal Schnee, dann wird es noch rutschiger. Da die Rallye so anspruchsvoll ist, kann man mit einer guten Fahrt sehr viel Zeit gutmachen. Die Rallye Großbritannien ist der ideale Saisonabschluss.“

Andreas Mikkelsen, Volkswagen Polo R WRC #9

„Ich möchte diese Saison mit einem Top-Resultat abschließen. Die Rallye Großbritannien liegt mir besonders am Herzen, weil meine Rallye-Karriere hier 2006 begann und es für mich seitdem eine Art Heim-Rallye ist. Ich fühle mich in Wales pudelwohl und bin mit den schwierigen Bedingungen bestens vertraut. Deswegen bin ich optimistisch, dass ich in Wales vielleicht sogar den ersten Rallye-WM-Sieg meiner Karriere feiern werde. Trotzdem werde ich nicht alles riskieren und meinen ersten Sieg erzwingen. Früher oder später wird dieser schon ganz von allein kommen. Aber bei der aktuellen Situation in der Meisterschaft werde ich etwas mehr riskieren als üblich. Jedoch muss ich in Wales auch an meinen Beifahrer Ola Fløene denken, der in der Beifahrer-Wertung noch mit zwei Punkten Rückstand auf Jarmo Lehtinen, dem Beifahrer von Mikko Hirvonen, an Position vier steht. Das werden wir hoffentlich noch ändern.“

Volkswagen / DW