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Pole-Position und zwei zweite Plätze
© Jörg Ufer | Zoom

VLN Langstreckenmeisterschaft 2017: Torsten Kratz startete erfolgreich in die neue Motorsportsaison

(Speed-Magazin.de) Torsten Kratz, der Mönchengladbacher mit Wohnsitz in Pellendorf (A), ist erfolgreich in die neue Motorsportsaison gestartet. Beim Saisonauftakt zur Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring lenkte der 46-Jährige mit seinen jeweiligen Teamkollegen sowohl einen Porsche Cayman als auch einen BMW 325i auf den zweiten Platz in der entsprechenden Klasse. Zudem hatte Kratz im Qualifying am Steuer des BMW die Pole-Position markiert.

„Mit den Ergebnissen bin ich natürlich zufrieden. Vor allem wenn man bedenkt, dass wir in den Klassen 18 bzw. 13 Starter hatten“, sagte Kratz. „Beide Fahrzeuge bin ich an diesem Wochenende erstmals auf dem Nürburgring unter trockenen Bedingungen gefahren, der Porsche war zudem nagelneu aufgebaut. Schade ist natürlich, dass wir mit dem BMW den Sieg in der letzten Runde noch verloren haben.“

Den Part des Startfahrers übernahm der 46-Jährige im Cayman. Nach 12 Runden auf der Kombination aus Grand-Prix-Kurs und Nordschleife übergab Kratz auf Platz zwei liegend den Mittelmotorboliden an Kevin Warum (Schweitenkirchen). Dieser gab diese Position bis ins Ziel nicht mehr ab. „Unsere Wettbewerber haben mit ihren Porsche im Vorjahr viele Erfahrungen sammeln können, daher fehlen uns pro Runde noch ein paar Sekunden. Aber wir werden vor allem am Fahrwerks-Set-Up arbeiten und den Abstand sicherlich bald verkürzen.“

Mit dem BMW lief eigentlich alles perfekt: Aus der Pole-Position heraus übernahm sein norwegischer Teamkollege Oskar Sandberg gleich die Führung. Nach 15 Runden erfolgte die planmäßige Übergabe an Kratz. Dieser hielt den Abstand auf den Folgenden bei rund 30 Sekunden konstant.

„Leider wurde in der 20. Runde im Bereich Kesselchen ein Schleppverband mit Bergungsfahrzeugen von den Sportwarten teilweise mit einer Code 60-Flagge angezeigt. Hinter mir und meinem Vordermann wurde direkt grün geschwenkt. Dadurch konnten alle hinter uns Fahrenden auf uns und den mit 60 km/h fahrenden Schleppverband, den wir wegen Code 60 nicht passieren durften, aufschließen. Eine sehr merkwürdige und kuriose Situation, die mir mehr als 20 Sekunden kostete. Dadurch klebte mein Verfolger anschließend an der Stoßstange und wir lieferten uns ein Duell bis zum Fallen der Zielflagge.“

„Bedauerlicherweise bauten meine Vorderreifen immer mehr ab und ich bekam Untersteuern. In der letzten Runde überholte er mich im Wehrseifen. Ich hatte noch auf einen Windschattenvorteil auf der Döttinger Höhe gehofft, aber dafür war der Wettbewerber leider viel zu schnell im Top-Speed.“ Mit 0,818 Sekunden Rückstand kreuzte Kratz schließlich als Zweiter den Zielstrich.

Bereits in zwei Wochen steht das zweite Saisonrennen auf dem Programm. Torsten Kratz greift dann mit beiden Fahrzeugen wieder an. „Gerne würde ich diese Ergebnisse wiederholen, keine Frage. Mich vielleicht sogar um einen Platz verbessern.“

Jörg Ufer / JM