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VLN 6h Rennen 2012: Motorsport Team Hohaus - Gemischte Gefühle nach dem Saisonhighlight

(Speed Magazin) Gleich mit zwei Fahrzeugen nahm das Motorsport Team Hohaus den Saisonhöhepunkt zur VLN Langstreckenmeisterschaft, das 6h ADAC Ruhr Pokal Rennen, in Angriff. Während die Essener Mannschaft mit dem VW Scirocco ein starkes Comeback feiern konnte, verhinderten technische Probleme ein gutes Ergebnis des Seat Leon Supercopa.

Lange mussten die Fans von Europas erfolgreichster Breitensportserie darauf warten, dass der VW Scirocco des Motorsport Team Hohaus sein Comeback in der SP3T Klasse feiert. Pünktlich zum Saisonhighlight, dem 6h Rennen, war es dann endlich


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soweit. Nach längerer Abstinenz war das beliebte Fahrzeug wieder in Box 13 anzutreffen und präsentierte sich sowohl äusserlich als auch innerlich verändert.

„Neben der Lackierung, bei der wir von orange auf schwarz umgestiegen sind, haben wir und vor allem auch David Franzen selbst sehr viel Feinarbeit betrieben und sind nun gespannt, in wie weit es bei unserer diesjährigen Premiere Früchte trägt“ erklärte Teamchef Bernd Hohaus vor dem Rennwochenende.

Doch die Anspannung in der Teambox sollte sich schnell auflösen. Vom 13. Startplatz in der SP3T aus zeigten David Franzen (Essen) und Steffen Wethmar (Solingen) im Rennen eine starke Vorstellung und konnten Position um Position gutmachen. Nach Ablauf der sechsstündigen Distanz fand sich das Fahrerduo in der hart umkämpften SP3T Klasse auf einem guten sechsten Platz wieder.

„Mit dem Ergebnis können wir wirklich sehr zufrieden sein. Vor allem in Sachen Spritverbrauch haben wir dank einer neuen Software der Firma HGR-Automobiltechnik aus Hagen einen deutlichen Schritt nach vorne gemacht. Jetzt müssen wir nur noch unser Problem mit den durchdrehenden Rädern in den Griff bekommen, denn derzeit verlieren wir beim rausbeschleunigen aus den Kurven noch zu viel Zeit. Ein grosses Kompliment aber auch noch einmal an meine beiden Piloten, die das 6h Rennen trotz grosser Hitze zu zweit absolviert haben“, so das positive Fazit von Hohaus.

Pech hingegen hatten dieses Mal Raphael Hundeborn (Villmar), Thomas Schulte (Vorderweidental) und Daniel Dupont


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(Frankreich), die den Seat Leon Supercopa durch die Grüne Hölle pilotierten. In der Einführungsrunde riss die Verbindung zum Ladeluftkühler, was für eine rund zweistündige Reparatur in der Box sorgte. Die Hoffnung auf eine gute Klassenplatzierung war für die drei Piloten somit früh in weite Ferne gerückt.

„Bei den letzten beiden Rennen hat mit dem Seat Leon Supercopa alles perfekt funktioniert. Dieses Mal war das Glück allerdings nicht auf unserer Seite. Nach der langen Reparatur sind wir sieben Umläufe gefahren, ehe uns auch noch ein Reifenschaden im Streckenabschnitt Metzgesfeld zum nächsten unplanmässigen Halt gezwungen hat. Ärgerlich, aber so ist Motorsport manchmal“, so Hohaus weiter. Zur Freude der vielen Tausend Fans entlang der Nordschleife gab das Fahrertrio jedoch nicht auf und fuhr trotz der beiden Vorkommnisse das Rennen noch zu Ende. Gewertet wurde der Seat Leon Supercopa allerdings nicht, da die erforderliche Mindestrundenzahl nicht zurückgelegt worden war.

DaCo / J Patric