Anzeige

Kurz nach Beginn des Qualifyings setzte heftiger Schneefall ein
© Speedpictures | Zoom

Rote Flagge beim 1. Lauf der NLS

Die Vorzeichen deuteten auf einen spannenden Saisonauftakt hin. Insgesamt 146 Starter hatten für das erste Rennen eine Nennung abgegeben.  29 GT3 Autos waren in der Nennliste verzeichnet, davon 23 reine Profi-Besatzungen. 5 Audi R8 LMS, 7 BMW M6 GT3, 2 Ferrari 488, 2 Lamborghini Huracan, 5 AMG Mercedes und 8 Porsche 911 GT3 R bildeten das imposante Starterfeld in der NLS-Top-Klasse. 

Die Test- und Einstellfahrten eine Woche vor dem ersten Rennen fiel bereits dem rauen Eifelklima zum Opfer und wurde am vergangenen Freitag bei optimalen Bedingungen nachgeholt. Die Wettervorhersage für den Rennsamstag ließ dann erste Befürchtungen aufkommen, das es ein schwieriger Saisonauftakt werden würde. Schneeschauer und Temperaturen um den Gefrierpunkt wurden vom Wetterdienst für die Eifel am Samstag angekündigt. Die Rennleitung wollte das Rennen durchführen und hoffte das es nicht so schlimm werden würde. Man hatte ein sehr gutes Hygiene-Konzept für die Veranstaltung erarbeitet und wollte die angereisten Teams auch fahren lassen. Jede Person die Zugang zum Fahrerlager und Boxengasse hatte musste vor Ort einen Covid-19 Test machen lassen. Nur bei negativem Ergebnis konnte man das Gelände betreten. 

Optimale Bedingungen am Freitag
Optimale Bedingungen am Freitag
©  Speedpictures
 
 
Alles war bereit für den Saisonauftakt am Nürburgring. Pünktlich um 8.30 Uhr nahmen die Teams das Qualifying auf. Leider hatte es der Wettergott mit dem Nürburgring nicht gut gemeint. Nach 30 Minuten verwandelte sich die Eifel Landschaft rund um den Ring in ein Winter-Wunderland und das Training wurde mit der roten Flagge unterbrochen. Man hoffte auf eine Besserung der Witterungsverhältnisse um das Rennen irgendwie doch über die Bühne zu bringen. 

Bei diesen Bedingungen war die Durchführung des Rennens unmöglich
Bei diesen Bedingungen war die Durchführung des Rennens unmöglich
© Speedpictures
 
 
Um 11.30 Uhr erfolgte dann die Absage und VLN Geschäftsführer Christian Stephani sagte enttäuscht: „Das gesamte Organisationsteam hat in den vergangenen Wochen sehr viel Arbeit investiert, um die Veranstaltung unter Pandemiebedingungen möglich zu machen. Am Ende bleibt uns die Gewissheit, dass organisatorisch alles funktioniert hat. Natürlich wären wir gerne Rennen gefahren und hätten den Fans packende Action aus der Grünen Hölle nach Hause geliefert. Aber das Wetter können wir leider nicht ändern. Jetzt blicken wir nach vorne.“ Am 17 April steht Rennen zwei der NLS im Kalender, bei hoffentlich guten äußeren Bedingungen.

Horst Bernhardt / DW