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„Die Enttäuschung im Team ist riesig“, so Teamchef Michael Paatz
© Hardy Elis/Björn Schüller | Zoom

NLS5 - Doppelausfall: Große Enttäuschung für mathilda racing am Nürburgring

Als die Zielflagge beim ROWE 6h ADAC Ruhr-Pokal-Rennen am Nürburgring fiel, war mathilda racing bereits auf der Rückreise. Der Kölner Rennstall erlebte ein Wochenende zum Vergessen. Eine starke Teamleistung blieb unbelohnt: Der Cupra TCR konnte das Saisonhighlight der Nürburgring Langstrecken-Serie gar nicht erst in Angriff nehmen, während der Scirocco in der ersten Rennhälfte auf aussichtsreicher Position ausfiel.

Das rabenschwarze Wochenende für mathilda racing begann bereits am Freitag. Bei Trainingsfahrten auf der Nordschleife fiel der Cupra TCR einer Ölspur im Bereich Galgenkopf zum Opfer. Der Bolide schlug heftig in die Streckenbegrenzung ein und wurde sowohl an der Frontpartie als auch am Heck stark beschädigt. Das Team zeigte einen ehrgeizigen Einsatz und reparierte das Fahrzeug in einer schlaflosen Nachtschicht. Am Samstagmorgen rollte der Cupra TCR wieder aus dem Teamzelt am Nürburgring.
 
Voller Zuversicht startete mathilda racing in das 90-minütige Zeittraining, doch schon nach zwei Runden kam der Rennwagen zurück in die Box. Bei einer genaueren Inspektion stellte sich ein größerer Defekt heraus, der vor Ort nicht zu reparieren war. Eine abgerissene Zwischenwelle am Getriebe hat möglicherweise einen Folgeschaden im Getriebe nach sich gezogen und sorgte dafür, dass der Cupra TCR den Saisonhöhepunkt gar nicht erst in Angriff nehmen konnte.

Ausfall für den Scirocco

Also beschränkten sich die Hoffnungen auf den Scirocco R, der in der teilnehmerstarken VT2 Klasse am Start war. Teamchef Michael Paatz, auch selbst als Rennfahrer am Steuer, überzeugte mit einer starken Anfangsphase und übergab das Cockpit nach der ersten Rennstunde auf Platz drei liegend an Youngster Timo Hochwind. Doch bereits nach einer halben Stunde folgte der nächste Schock: Aufgrund eines gebrochenen Radträgers musste auch der Scirocco vorzeitig abgestellt werden.
 
„Die Enttäuschung im Team ist riesig“, so Teamchef Michael Paatz. „Unsere Jungs haben vollen Einsatz gezeigt, der leider nicht belohnt wurde. Für die kommenden Rennen sollte unser Pech langsam aufgebraucht sein…“ Der nächste Lauf der Nürburgring Langstrecken-Serie, der 45. DMV Münsterlandpokal, findet erst am 24. Oktober statt.
 
"Die Zwischenzeit werden wir nutzen, um unsere Saisonplanung für 2021 voranzutreiben", verrät Teamchef Michael Paatz. "Ob wir der Nürburgring Langstrecken-Serie weiterhin treu sein werden, kann ich heute noch nicht sagen." Die Enttäuschung darüber, dass die Teilnahme mit dem neuen Cupra beim vierten Saisonlauf der Nürburgring Langstrecken-Serie verwehrt wurde, sitzt bei mathilda racing zu tief. Auch die Zukunft in der TCR-Klasse könnte bei dieser Entscheidung eine Rolle spielen...

mathilda racing / DW