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Ein Tag zum Vergessen, oder …?
© Reiter | Zoom

NLS3: Kein glücklicher Renntag für Mathol Racing, allerdings mit Lichtblicken

Zum zweiten Rennen der Nürburgring Langstrecken-Serie (NLS), der 53. Adenauer ADAC Rundstrecken-Trophy – allerdings war dies erst das zweite Saisonrennen, da Lauf zwei aus Witterungsgründen in den November verschoben wurde –, brachte Mathol Racing vier Fahrzeuge in die Eifel. Am Ende sah lediglich ein Auto die Zielflagge auf einem Podestrang und ein anderes Fahrzeug stand auf der Pole-Position in der Klasse nach dem Zeittraining. Ein wenig glücklicher Renntag für das Team aus Diez. Mathol-Teamchef Matthias Holle: „Es gibt halt Wochenenden, an denen nichts zusammen läuft. Das gehört zum Motorsport dazu.“
 

Den Mathol Racing Porsche 718 Cayman GT4 Clubsport (Typ 982) fuhren „Montana“, Rüdiger Schicht und Alex Fielenbach. Nach einer starken Trainingsleistung mit Rang 4, fuhr das Trio auch lange Zeit im Rennen in der Spitzengruppe mit. Am Ende überquerte das Team auf Platz 6 die Ziellinie und fuhr in der Amateurwertung auf den zweiten Platz. Damit übernahmen Montana und Schicht die Führung in der Amateurtabelle und meldeten ihre Ansprüche auf die Titelverteidigung an. Teamchef Holle: „Eine starke und fehlerfreie Vorstellung des Teams. Das Trio ist ein Vorbild an Beständigkeit.“
 
Dramatisch endete das Rennen des Zimmermann-Porsche 911 GT3 Cup im neuen Markenpokal „Porsche Endurance Trophy Nürburgring“ von Arne Hoffmeister und dem Österreicher Harri Prozcyk bereits in der ersten Runde. Bei der Einfahrt in die Hohenrain-Schikane gab es einige Verwirrung. Ein Fahrzeug der Cup2-Klasse überholte mehrere nebeneinander fahrenden GT3-Fahrzeuge mit 2 Rädern auf dem Randstreifen und wirbelte dabei so viel Staub auf, dass schlagartig die Atmosphäre und reduzierte Sicht eines Sahara-Sandsturms am Ende der Döttinger Höhe dominierte. Gemeinsam mit einigen Mitstreitern reduzierte Startfahrer Proczyk aus Sicherheitsgründen das Tempo. Ein Wettbewerber hielt dies offensichtlich nicht für notwendig und katapultierte die Startnummer 107 wie eine Billardkugel bei weit über 200 km/h aus dem Rennen. Teamchef Holle: „Auch wenn der Fahrer des Wettbewerbers zu uns kam und sich entschuldigte, können wir die „no further action“ der race control nicht nachvollziehen. Überholen auf der Wiese, schlecht befestigte Randstreifen nach den Bauarbeiten und nicht angepasste Geschwindigkeit bei fehlender Sicht sind 3 absolute No-Gos.“
 
Für den Zimmermann-Porsche 718 Cayman S aus der Klasse VT3 mit dem Argentinier Marcos Adolfo Vasquez, dem Briten Peter Cate und dem Polen Franz Dwizok war bereits nach dem morgendlichen Zeittraining Schluss. Nach einem Ausrutscher auf Betriebsmittel und folgendem Leitplanken-Einschlag war eine Reparatur vor Ort aus Sicherheitsgründen nicht möglich. Auch der Porsche Cayman S in der Klasse V6 konnte nicht an den Start gehen. Die Piloten Peter Cate, Franz Dwizok und der Inder Arjun Maini hatten das Fahrzeug auf die Pole-Position der Klasse gestellt, doch ein Getriebeschaden beendete den Renntag vorzeitig.
 
Teamchef Matthias Holle: „Ein mäßiger Renntag für unser Team. Allerdings können wir mit solchen schlechten Ergebnissen umgehen und werden beim nächsten Auftritt auf dem Nürburgring sicherlich wieder besser dastehen.“

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Hasso Jacoby