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Earl Bamber-Mathieu Jaminet holen für Porsche den 2. Gesamtsieg in der NLS
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NLS3: Frikadelli-Racing feiert Doppelsieg- 4fach-Sieg für Porsche

Fazit nach dem zweiten regulären Rennen zur Nürburgring-Langstrecken-Serie: Von den sechs Podiumsplätzen der ersten beiden Rennen gehen deren fünf an die 911 GT3 R von den Teams Frikadelli, Manthey und Falken-Motorsports. Lediglich der Phoenix Audi R8 LMS fuhr beim ersten Rennen auf Platz drei und verhinderte damit die totale Dominanz der GT3-Renner aus Zuffenhausen. Hat sich Porsche damit nach dem zweiten Rennen auf der Nordschleife in die Favoriten-Rolle für das Saison-Highlight 24-Stunden-Rennen Anfang Juni gefahren? Ich denke nein! Schaut man auf die Abstände nach den beiden 4-Stunden Rennen ergibt sich doch ein ausgeglicheneres Bild, als die Ergebnislisten zeigen. 

Nicki Thiim/Michele Beretta im Audi hatten 17,735 Sekunden Rückstand auf den Manthey Porsche mit Michael Christensen und Kevin Estre. Nick Catsburg/John Edwards und Nick Yelloly im BMW M6 GT3 von Rowe-Racing auf Platz fünf, fehlten auf die Sieger Earl Bamber/Mathieu Jaminet im Frikadelli Porsche 1:11,6 Minuten. Beim Rennen am 17. April waren am Ende der 4-Stunden Distanz die ersten elf im Gesamtklassement in einer Runde, innerhalb von acht Minuten. Beim zweiten Wertungslauf am 1. Mai beendeten 21 Fahrzeuge in der Top-Klasse SP9 das Rennen in der selben Runde in einem Zeitfenster von 9 Minuten. Man könnte das nun hochrechnen auf die 24-Stunden-Distanz, was aber auch nur theoretischen Wert hätte. Beim Blick auf die Qualifying Zeiten, zeigt sich das alle Top-Besetzten Autos von Audi, BMW, Ferrari, Lamborghini, Mercedes und Porsche unterhalb der acht-Minuten Schallmauer unterwegs sind. Beim ersten Rennen fuhr Dennis Olsen im Frikadelli-Porsche mit 7:53.565 die Bestzeit. Elf weitere SP9 Autos blieben unter der Acht-Minuten Marke. Beim zweiten Rennen blieben 15 Kandidaten unter acht Minuten. Der Schubert-BMW mit Jens Klingmann/Jesse Krohn/Alex Sims holte sich mit 7:54.865 die Pole-Position. Auch das sollte wenig Aussagekraft darüber haben, wen man nun als Favoriten für den Sieg beim 24-Stunden-Rennen ausmachen könnte. Denn beim Rennen herrschen eigene Gesetze. Alle Top-Autos in der GT-Klasse sind Gesamtsieg fähig! Erste Voraussetzung für den Erfolg ist: Man muss ohne Schwierigkeiten durch das Rennen kommen, gleichmäßig schnell ohne technische Probleme oder Unfälle über die Distanz kommen.

Erfolgreich auf der Nordschleife. Fabienne Wohlwend
Erfolgreich auf der Nordschleife. Fabienne Wohlwend
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Hierzu ein Beispiel aus 2010 in Le Mans: Audi war von der Papierform den Peugeot weit unterlegen. Am Anfang fuhren die Franzosen Audi ohne Gnade um die Ohren. Während des Rennens wurden die Peugeots allesamt durch Defekte hinweggerafft und Audi fuhr einen überlegenen dreifach-Sieg mit neuem Distanzrekord nach hause. Bis auf Routinestopps am Siegerfahrzeug fuhr man ohne Probleme durch die 24 Stunden Distanz. Nun können die Teams am kommenden Wochenende die letzte Gelegenheit nutzen sich beim 24-Stunden-Qualifikationsrennen auf den Saisonhöhepunkt am Frohnleichnams-Wochenende vorzubereiten.

Thorsten Jung und Oskar Sandberg holen sich den sieg in der Cayman Trophy
Thorsten Jung und Oskar Sandberg holen sich den sieg in der Cayman Trophy
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Werfen wir nun noch einen Blick auf die Teilnehmer-mässig stark besetzen Klassen. In der Cayman-Trophy setzten sich die Top zwei Teams des ersten Rennens auch beim zweiten Lauf durch, nur in umgekehrter Reihenfolge. Diesmal hatte das Mühlner-Duo Thorsten Jung und Oskar Sandberg vor dem Trio Daniel Blickle/Tim Scheerbarth/Max Kronberg die Nase vorn.

In der mit 19 Startern am stärksten besetzen Klasse VT2 holten sich Ben Green(GB)/Ranko Mijatovic(CH) und Christian Konnert aus Winnenden im BMW 330i den Klassensieg. Starke Leistung auch von der Schweizerin Fabienne Wohlwend, die aus der W-Series in die Langstreckenserie gewechselt ist. Nach Platz vier im ersten Rennen, fuhr die 23jährige beim zweiten NLS-Rennen mit Platz drei aufs Podium.

Zweiter Saisonsieg für die amtierenden Champions Christopher Rink/Danny Brink und Philipp Leisen im Pixum BMW 325i in der V4-Klasse.
 

Horst Bernhardt