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Von Position drei aus gestartet lieferte das ROWE-Team über die 4-Stunden-Distanz die konstanteste Leistung ab
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NLS: ROWE RACING gewinnt das vierte Saisonrennen

Von Regen im Zeittraining bis zu strahlendem Sonnenschein beim Zieleinlauf – Das Eifelwetter zeigte beim vierten Lauf der Nürburgring Langstrecken-Serie seine zahlreichen Facetten. Dazwischen gab es vor allem eins: spannende Rennaction. Die anspruchsvollen Bedingungen meisterten Nicky Catsburg und Stef Dusseldorp am besten. Im BMW M6 GT3 von ROWE RACING verwies das niederländische Duo die Markenkollegen Christian Krognes, David Pittard und Mikkel Jensen im Walkenhorst-BMW um 21,877 Sekunden auf Platz zwei. 2,450 Sekunden dahinter passierten Patrick Assenheimer, Dominik Baumann und Dirk Müller für das Mercedes-AMG Team HRT AutoArena die Ziellinie. Einen Grund zum Feiern haben auch Christopher Rink, Danny Brink und Philipp Leisen, die im BMW 325i des Pixum CFN Team Adrenalin Motorsport den vierten Klassensieg in der V4 feierten und in vier Wochen als Halbzeitmeister in die zweite Saisonhälfte starten.

Bei schwierigen Bedingungen auf nasser Piste im Zeittraining schlug die Stunde von Nordschleifen-Ass Fabian Schiller. Im Mercedes-AMG GT3 von GetSpeed Performance fuhr der 23-Jährige der Konkurrenz davon und sicherte sich mit einer Zeit von 9:18,357 Minuten die Pole-Position. Um 5,445 Sekunden verwies Schiller Dennis Olsen im Porsche 911 GT3 R von KCMG auf Platz zwei. Im Rennen lieferten sich beide in der Anfangsphase ein sehenswertes Duell mit vielen Führungswechseln. Bei der Vergabe der Top-Positionen im Gesamtergebnis spielten beide dann keine Rolle.
 
Von Position drei aus gestartet lieferte das ROWE-Team über die 4-Stunden-Distanz die konstanteste Leistung ab. Eine reguläre Strategie mit Sieben- und Acht-Runden-Stints erwies sich als goldrichtig. „Der Start war sehr anspruchsvoll, weil einige Passagen noch feucht waren und wir uns für Slicks entschieden hatten“, sagt Catsburg. „Ich habe mich darauf konzentriert keine Fehler zu machen und das Auto auf der Strecke zu halten. Mein zweiter Stint am Schluss war dann sehr easy.“ Verantwortlich dafür war die starke Leistung seines Teamgefährten Dusseldorp: „Nachdem ich das Steuer übernommen hatte, war ich in Schlagdistanz zu dem HRT-Mercedes und dem KCMG-Porsche. Beide konnte ich in der ersten Runde direkt passieren und mich dann absetzen. Wir hatten ein sehr gutes Fahrzeug und perfekte Reifen.“

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Walkenhorst und HRT, die beide den kurzen Stint an den Beginn des Rennens legten, kämpften in der Schlussphase Stoßstange an Stoßstange um Platz zwei. „Wir sind auf geschnittenen Slicks gestartet und mussten auf abtrocknender Strecke den ersten Boxenstopp vorziehen, um auf Slicks zu wechseln“, sagte Jensen. „Wir wussten von da an nicht genau, wo wir liegen. Sicherlich haben wir vor allem im ersten Stint etwas Zeit liegenlassen. In der zweiten Rennhälfte kamen noch Bremsprobleme hinzu, so dass wir nicht mehr richtig angreifen konnte. Platz zwei ist unter diesen Bedingungen okay.“ Den frühen Stopp von HRT erklärt Assenheimer: „Ich bin auf Slicks gestartet und wurden dann von einem Porsche etwas aufgehalten, so dass wir uns für einen frühen Stopp entschieden. Das Rennen war vor allem in der Startphase sehr interessant. Wenn es mit Slicks auf nasser Piste gutgeht, ist das okay. Ansonsten brauche ich das aber nicht allzu oft.“
 
Polesitter Schiller gewann zusammen mit Janine Hill und John Shoffner die Am-Wertung in der GT3-Klasse. Schnellstes Fahrzeug in der Pro-Am war am Ende der Huber-Porsche mit Marco Holzer, Lorenzo Rocco Di Torrepadula und Patrick Kolb. Hinter dem Spitzentrio belegte KCMG die Plätze vier und sechs. Dazwischen positionierte sich der Audi R8 LMS von Car Collection.
 
Den Sieg in der TCR-Klasse feierten Hannu Luostarinen, Ilkka Kariste und Lucas Waltermann im Opel Astra TCR von Lubner Motorsport. Gewinner des ersten Wertungslaufs in der Cayman GT4 Trophy by Manthey Racing waren Ivan Jacoma und Kai Riemer, die die Siegesserie von Mühlner in den Rennen eins bis drei beendeten. Thorsten Jung, „Max“ und Moritz Kranz mussten sich am Ende mit Platz zwei begnügen. Der Sieg im BMW M240i Racing Cup ging an das Team AVIA Sorg Rennsport mit den Piloten Heiko Eichenberg und Moritz Oberheim und den KTM X-BOW CUP powered by MICHELIN gewannen Georg Griesemann und Reinhard Kofler.
 
Das fünfte Rennen der Nürburgring Langstrecken-Serie läutet nicht nur die zweite Saisonhälfte in dem Nordschleifen Championat ein. Das ROWE 6h ADAC Ruhr-Pokal-Rennen am 29. August ist zudem der Saisonhöhepunkt. Dann stehen 50 Prozent mehr Rennaction auf dem Programm. Zwei Wochen zuvor geht es auch in der Digitalen Nürburgring Langstrecken-Serie powered by VCO weiter. Am 15. August startet das siebte Rennen in der virtuellen Grünen Hölle.

VLN Media / DW