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NLS Cup 2 Porsche mit der Startnummer 114, Fahrer: Nico Otto Racing, Ben Bünnagel und Sebastian Asch
© FK Performance Motorsport | Zoom

NLS: Offene Kritik von FK Performance Bremen an VLN Sport mit Konsequenz aus der NLS auszusteigen

Pressemitteilung von FK Performance Motorsport, Bremen: Ende der laufenden Saison 2022 wird sich FK Performance Motorsport aus der NLS zurückziehen. Nach dem letzten 12h-Rennen wurde von den beiden Teamchefs Fabian Finck und Martin Kaemena in Abstimmung mit den Fahrerern dieser drastische Schritt auszusteigen, beschlossen.  Bisher schaut man auf 140 absolvierten Renneinsätze, 71 Podiumsplätzen in 3 Rennserien zurück. Insgesamt betrifft diese Entscheidung 35 Teammitglieder.  Hier im Nachfolgenden die offene Kritik an der VLN Sport GmbH & Co.KG, gemäss der offziellen Pressemeldung von FK Performance Motorsport Bremen.  

FK Performance Motorsport zieht sich Ende 2022 aus der NLS zurück


Das Team FK Performance Motorsport zieht sich zum Ende der Saison 2022 aus der Nürburgring Langstrecken-Serie zurück. Seit der Motorsport Saison 2013 startet das Bremer Rennteam von Fabian Finck und Martin Kaemena bei jedem Rennen der NLS (ehemals VLN) mit teilweise bis zu sieben Fahrzeugen und kam auch immer gerne an diese eigentlich doch so schöne Nürburgring-Nordschleife.

Fabian Finck: Duplizierte Ereignisse führten zu dieser drastischen Entscheidung


„Die Ereignisse am 12h-Rennen haben das Fass leider zum Überlaufen gebracht. In Abstimmung mit unseren Fahrern werden wir nach aktuellem Stand davon absehen, nach dem Saisonende weiter an der NLS teilzunehmen“, so Fabian Finck.

„Wir als Team fühlen uns in vielen Dingen von der Rennleitung in unseren Leistungen beeinträchtigt. Die Bevorteilung einzelner Teams und auch Fahrern durch nicht geahndete Vergehen an, sowie neben der Strecke und die absolute Minderleistung der Rennleitung, in Bezug auf die Vergabe von Strafen, die Auslegung der Ausschreibung und das Rundstreckenreglements ermöglichen leider keinen fairen Wettbewerb mehr“
, kritisiert Martin Kaemena.

„Für uns als Team steht die absolute Performance im Vordergrund. Unsere Fahrer geben auf der Strecke immer das absolute Maximum, um erfolgreich zu sein. Gleiches gilt für unsere Ingenieure, Mechaniker und Helfer hinter den Kulissen“, ergänzen die beiden Teamchefs und schätzen mit dieser Aussage das stetige Engagement des Teams.

Heftige Kritik an der VLN Sport GmbH & Co.KG


Auf der anderen Seite muss man im Hinblick auf die Organisation ein Lob aussprechen. Die NLS zeigt im öffentlichen Bereich und in der Vermarktung, für die die VLN VV GmbH & Co. KG  zuständig ist, maximale Performance. Schliesslich wird den Fans viel geboten um an einem Rennwochenende pures Motorsport-Feeling spüren zu können. Hier lassen sich in den letzten Jahren zahlreiche Veränderungen und Optimierungen der VLN VV GmbH und Co. KG verzeichnen, die vielen Teams positiv auffallen. Auch die Kundenorientierung wird hier grossgeschrieben.

Im Vergleich zur VLN VV scheint sich die VLN Sport GmbH & Co. KG, die für den gesamten sportlichen Teil des Reglements verantwortlich ist, auf dem Ruf der schönsten Rennstrecke der Welt auszuruhen. Die internen Strukturen scheinen nicht gleichmässig zu wachsen und eine Anpassung an die Neuzeit ist leider auch noch nicht realisiert worden. Leider war das letzte 12h-Rennen in der Hinsicht von Fehlentscheidungen und Ungerechtigkeit geprägt.

Der Region rund um die vom Team und Fahrern geliebte Nordschleife würde FK Performance Motorsport gerne treu bleiben und wird daher in den Wintermonaten darüber beraten inwieweit ein Engagement in der Eifel anderweitig realisiert werden kann. Die Entscheidung zum Ende der laufenden Saison ganz auszusteigen ist nicht leichtgefallen. Schon gar nicht, weil in den vergangenen Jahren viele Erfolge in der Grünen Hölle verzeichnet werden konnten. Jedoch möchte FK Performance Motorsport diese Form von Willkür der VLN Sport GmbH & Co.KG wie beim letzten 12h-Rennen nicht weiter unterstützen. 

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