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Digitale Rennserie geht in die zweite Saison
© NLS Media | Zoom

Großer Showdown zum Finale: Die Meister stehen fest

Das Finale der Digitalen Nürburgring Langstrecken-Serie powered by VCO war an Spannung kaum zu überbieten. Bei noch drei von vier offenen Entscheidungen war bestes Simracing vorprogrammiert – und die Protagonisten enttäuschten die Fans der digitalen Rennserie nicht: Packende Positionskämpfe prägten das MANN-FILTER 3h-Rennen bis zum Fallen der Zielflagge und auch die Entscheidungen fielen erst auf den letzten Metern. Am lautesten jubelten nach drei Stunden die Sieger der ersten Saison in dem virtuellen Nordschleifen-Championat: Das Team BMW Bank sicherte sich den Titel in der Königsklasse SP9, in der Cup 2 triumphierte SimRC und CoRe SimRacing hatte gleich doppelte Grund zur Freude: Das Team gewann die Klassen SP10 und SP3T.

Den Titel in der Königsklasse SP9 hatten nach drei Stunden Kay Kaschube, Nils Koch und Bruno Spengler inne. Platz vier reichte aus, um die erste Saison der Digitalen Nürburgring Langstrecken-Serie als Gesamtsieger in der SP9 zu beenden. Dabei wurde es für das Trio am Ende noch einmal brenzlig: In Führung liegend übernahm BMW-Werksfahrer Spengler in Runde 19 das Cockpit des BMW Z4 GT3. Den Simracing-Profis in den Fahrzeugen der Kontrahenten hatte der DTM-Champion von 2012 scheinbar nicht viel entgegen zu setzen. Aber: „Ein gutes Pferd springt nur so hoch, wie es muss“, relativierte Spenglers Teamkollege Koch nach dem Rennen. Damit ging der Tagessieg zum zweiten Mal an das MAHLE Racing Team mit Sami-Matti Trogen und Alex Arana im Audi R8 LMS, die sich mit 1,42 Sekunden Vorsprung gegen Dominik Staib und Agustin Canapino von Williams Esports durchsetzten. Das „Heimspiel“ beendeten Jack Sedgwick, Aleksi Elomaa und Philip Ellis im Mercedes-AMG GT3 des MANN-FILTER Team HTP-WINWARD auf Rang drei. Champion Koch weiter: „Wir wussten sehr genau, welche Platzierung zum Titelgewinn reichen würde. Bruno hätte sicher mehr gegenhalten können, aber wir wollten kein unnötiges Risiko eingehen.“ Glücklich war auch Kaschube: „Eine großartige Saison. Gegen die Profis aus dem realen Motorsport zu fahren, war ein besonderes Erlebnis. Das wäre im vergangenen Jahr noch undenkbar gewesen.“
 
Auf Rang fünf folgte mit Laurin Heinrich und Robert Heger für BS+ COMPETITION ein weiterer BMW Z4 GT3. Die beiden Mercedes-AMG-Teams Vodafone Team GetSpeed mit den Fahrern Philipp Nölle und Luci Trefz sowie Schnitzelalm Racing mit Marcel Marchewicz und Jay Mo Härtling belegten die Positionen sechs und sieben.
 
In der Klasse Cup 2 fuhr Claudius Wied im Porsche 911 GT3 von SimRC im Alleingang zum Titel. Martin Ascher und Marcus Jirak kämpften mit Wied rundenlang um die Führung, mussten sich am Ende jedoch mit 5,21 Sekunden Rückstand geschlagen geben.
 
Bereits vor dem Finale war der Titel in der SP10 zugunsten von CoRe SimRcing entschieden. Dies hielt Carl E Jansson und Sindre Setsaas aber nicht davon ab, den fünften Saisonsieg einzufahren. Das Team RSO fuhr mit den Piloten Nils Carstensen, Patrick Langkau und Manuel Waibel auf Rang zwei und sicherte sich so Platz drei in der Meisterschaft hinter Sorg Rennsport eSports GT4. „Gegen CoRe ist in dieser Klasse kein Kraut gewachsen“, sagte Langkau. „Daher war Platz zwei im Rennen unser angestrebtes Ziel. Das haben wir mit einer klugen Taktik erreicht.“
 
Ein kleines Drama spielte sich in der SP3T auf den letzten Metern ab. Wie schon in den vergangenen Rennen kämpften CoRe und SimRC über die komplette Distanz Stoßstange an Stoßstange. Der Showdown auf der Döttinger Höhe und in der Hohenrain-Schikane blieb dann aber aus. In der letzten Runde kam ein GT4-Fahrzeug unmittelbar vor den beiden Audi RS 3 LMS von der Strecke ab und geriet in die Schussbahn. Eine Kollision war unvermeidlich. CoRe schlug weniger heftig in die Begrenzung ein und Marius Golombeck und Kimmo Suominen (CoRe) holten schließlich den Sieg vor Felix Luding und Jürgen Frank. „Ich bin fast sprachlos“, sagte Golombeck nach dem Rennen. „Letztlich kann ich mir in so einer Situation niemand besseren im Cockpit vorstellen als meinen finnischen Teamkollegen Kimmo.“ Die Enttäuschung bei Frank war groß: „Die Situation war grenzwertig. Trotzdem hatten wir eine geile Saison mit CoRe SimRacing. Das war ganz großer Sport. Und es geht ja schon bald wieder los. Und dann machen wir da weiter, wo wir aufgehört haben.“

Digitale Rennserie geht in die zweite Saison

Fortsetzung folgt: Nach der erfolgreichen Premiere der Digitalen Nürburgring Langstrecken-Serie powered by VCO geht es in fünf Wochen mit Vollgas in die zweite Saison. Der Auftakt der DNLS findet bereits am 28. November 2020 statt – dann als Winterserie mit fünf Rennen über die Distanz von je drei Stunden bis zum März nächsten Jahres. Infos zur Teilnahme werden in Kürze unter http://www.VLN.de/dnls veröffentlicht.

Die Termine 20/21

28.11.2020 – Rennen 1
19.12.2020 – Rennen 2
16.01.2021 – Rennen 3
20.02.2021 – Rennen 4
06.03.2021 – Rennen 5

NLS Media / DW