Timbuli Racing zeigt starke Performance am Ring
© Siedler | Zoom

24h Rennen Nürburgring: Starkes Debüt für Siedler und Timbuli Racing

(Speed-Magazin) Ende gut, alles gut nach 24 Stunden in der „Grünen Hölle“: Mit Platz 11 in der Gesamtwertung gelang Norbert Siedler und seiner jungen Mannschaft von Timbuli-Racing, ein erfolgreiches Debüt im größten Autorennen der Welt. Der 29jährige lässt seine Eindrücke von der Nordschleife noch einmal Revue passieren:

Siedler/Seefried/Busch/Hennerici im zweitbesten Porsche auf Rang 11. Damit hat Timbuli Racing einen absolut starken Einstand beim Klassiker in der Eifel gefeiert…
Norbert Siedler: Wir sind mit unserer Leistung zufrieden, wobei man auch sagen muss, dass wir ein Top-5-Resultat durch Fremdverschulden verloren haben. Wir hatten jeweils einen Reifenschaden bei Marc Hennerici und Marco Seefried, aber am meisten Zeit hat mein Auffahrunfall am Samstagabend gekostet. Ich hab zu diesem Zeitpunkt gerade Druck auf einen Audi R8 gemacht, als ein langsames Auto zuerst Platz gemacht hat und dann knapp hinter dem Audi wieder auf die Ideallinie hereingezogen ist. Der Geschwindigkeits-unterschied war da einfach zu groß und eine Kollision unvermeidlich. Die Reparatur hat uns gut 5 Runden gekostet und 6 haben uns im Ziel auf das Siegerauto gefehlt.“

Am Ende feierte Audi einen Doppelsieg, wobei die Führung ständig wechselte und die Nordschleife auch wieder einmal ihre Unberechenbarkeit zeigte…
NS: „Das Rennen war ein absoluter Krimi, weil das Limit ganz offensichtlich wieder nach oben geschraubt wurde. Um ehrlich zu sein, hätten wir mit dem Porsche GT3 R natürlich auch selbst gern ein Wort um die Spitzenplätze mitgeredet, aber dazu fehlten uns die speziellen Reifen, die nur den werksunterstützten Teams zur Verfügung standen. Ich denke allerdings, wir haben als Team eine absolut reife Leistung gezeigt, und wer weiß: Vielleicht kämpft Timbuli Racing ja schon im nächsten Jahr mit den gleichen Waffen. “

Du hast im Qualifying mit 8.28.946 min auch ohne  das sprichwörtliche „schwarze Gold“ angedeutet, dass Du in der „Grünen Hölle“ zuhause bist…
NS: „Ich möchte dieses Rennen unbedingt einmal gewinnen und traue mir das eigentlich auch zu, weil ich mich dort von Anfang an sehr wohl gefühlt habe. Es geht hier allerdings nicht nur um den Gasfuß, sondern in erster Linie um Teamsport, bei dem sehr viele Faktoren mitspielen müssen.“

Das Kultrennen hat diesmal 235.000 Fans in die Eifel gelockt. Wie erlebt man die größte Motorsportparty eigentlich als Rennfahrer?
NS: „Auch wenn man selbst nicht live dabei ist, bekommt man doch einiges von der einzigartigen Stimmung mit. Schon am Dienstag und Mittwoch sind überall Zelte aufgebaut und in der Trainingssession am Donnerstagabend hat man im Vorbeifahren sogar das Feuerwerk am hinteren Teil der Strecke registriert. Die Atmosphäre ist wirklich sehr speziell und ganz sicher nicht mit jener in Monte Carlo vergleichbar, wo ich am Wochenende wieder mit VELTINS Lechner Racing im Supercup im Einsatz bin.“