24h Rennen Nürburgring: Lehrreicher Eifel-Klassiker für die Stuck3
(Speed-Magazin) Der längste Tag des Jahres im weltweiten Motorsport, viel zu frühes Ende: Das Team Stuck3 musste den Traum vom Top-10-Ergebnis beim 24-Stunden-Rennen auf der Nürburgring-Nordschleife zwar schon früh begraben, hat aber für kommende Aufgaben bei diesem Rennen viel Erfahrung gesammelt. Bereits in der Anfangsphase sorgte ein durch Trümmerteile verursachter Reifenschaden für einen immensen Zeitverlust von etwa zwölf Runden.Doch nicht für den Verlust des Kampfgeists von Ferdinand Stuck, Johannes Stuck sowie ihren Teamkollegen Darren Turner und Dennis Rostek: Aus dem Hinterfeld arbeitete sich das Quartett im Aston Martin Vantage V12 GT3 während der Nacht zwischenzeitlich wieder ins vordere Drittel nach vorn.
Bereits nach gefühlten 24 Minuten statt der erhofften 24 Stunden waren Stuck3 aus dem Kampf um die Top Ten gefallen. Ein Reifenschaden im Bereich Bergwerk/Ex-Mühle kam an einer ungünstigen Stelle: Weitgehend unzugänglich war Hilfe nur durch ein Dickicht möglicht – zwölf Mal musste Startfahrer Darren Turner das Feld passieren lassen, ehe er die Hatz rund um die legendäre Nordschleife wieder aufnehmen konnte. Statt des von Johannes Stuck herausgefahrenen 16. Startplatz fand sich das Quartett rund um Platz 130 wieder. Und begann eine leidenschaftliche Aufholjagd. Trotz einer langen Zwangspause gegen Rennende beendeten Stuck3 das 24-Stunden-Rennen auf der 101. Position.
Johannes Stuck: „Wir haben beim 24-Stunden-Rennen 2012 viel gelernt. Wir waren im Freien Training und in den ersten Zeittrainingssitzungen stets in den Top Ten zu finden und haben unseren Aston Martin Vantage V12 GT3 im Top-40-Qualifying auf Platz 16 gestellt. Von Anfang an war klar, dass dieses nagelneue Auto über so ein langes Rennen wie den 24 Stunden Kinderkrankheiten haben könnte. Dennoch haben wir eine tolle Aufholjagd gezeigt, musste aber vier Stunden vor Rennende unsere Ambitionen einstellen, um kein unnötiges Risiko einzugehen. Es war aber selbstverständlich, die letzte Runde zu absolvieren, um gewertet zu werden.“
Ferdinand Stuck: „Wir haben mit dem neu entwickelten Aston Martin Vantag V12 GT3 das Maximum herausgeholt, denn uns war klar, dass wir mit einem weitgehend auf der Nordschleife unerprobten Auto starten, dass viel Potenzial für die Zukunft hat, aber im Hier und Jetzt noch Entwicklungsarbeit erfordert. Wir werden wiederkehren und haben schon im kommenden Jahr die Chance, unser mittelfristiges Ziel von der Top Ten und das langfristige vom Sieg zu erreichen. Doch schon in dieser Saison haben wir die Gelegenheit, Erfolge zu feiern. Im ADAC GT Masters warten mit unserem Team schon die nächsten Aufgaben auf uns. Diesen gilt jetzt unsere Konzentration.“