Traumwagen US-Car - mit unseren Tipps bekommen Sie den Wagen schnell und einfach nach Deutschland
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US-Car kaufen - Was ist beim Transport nach Deutschland zu beachten?

Sie möchten Ihren Traumwagen in den USA kaufen und nach Deutschland exportieren? Wir erklären Ihnen worauf Sie beim Transport achten sollten. Der US-Markt bleibt weiterhin unübertroffen, nirgendwo sonst haben Sie eine solche Auswahl. Manche Modelle gibt es auch ausschliesslich dort und sogar finanziell lohnt sich der Aufwand für einige Autos. Nach wie vor bleiben die USA auch im Bereich des Automobils das Land der unbegrenzten Möglichkeiten. 

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Warum ist ein Autokauf in den USA interessant?


Es gibt viele gute Gründe ein Auto in den USA zu kaufen, hier die drei Wichtigsten: Viele Modelle sind nur in den USA verfügbar. Dazu gehören spezielle Oldtimer, Muscle-Cars, echte Raritäten und exotische Wagen. Wenn Sie nach dem Besonderen suchen, dann werden Sie dort fündig. Einige in Deutschland erhältliche Autos sind in den USA mit einer deutlich besseren Standardausstattung zu erhalten. Viele Extras, für die hierzulande ein Aufpreis gezahlt werden muss, sind in den Vereinigten Staaten serienmässig enthalten. Wenn Sie auf einen günstigen Wechselkurs (Euro zu Dollar) warten, dann kann sich ein Kauf aber finanziell richtig lohnen.

Wie findet man das richtige Auto?


Wenn Sie einen passenden Wagen in den USA finden möchten, dann sollten Sie bei der Auswahl einige Dinge beachten.
Hier die wichtigsten:

● Typ zugelassen in DE?
● Gibt es Umbauten?
● VIN (Vehicle IdentificationNumber) überprüfen
● Eigentümer Historie nachweisbar?
● Motorisierung bekannt für Probleme?
● Passt der Kilometerstand zum Verschleißgrad der Ausstattung?
● Reparaturen ordentlich durchgeführt?
● Ist Rost sichtbar?
● Stimmen die Spaltmasse?

Vor allem sollte immer die VIN geprüft werden. Die Fahrgestellnummer wird in den Fahrzeugpapieren aufgeführt und muss mit der im Auto übereinstimmen. Im “CarFax”-Register können mit dieser Nummer auch einige Daten überprüft werden, wie Kilometerstand, Vorbesitzer und Informationen zu Unfällen. Die Vorteile von amerikanischen Autos sind vielfältig und wenn Sie sich an oben aufgeführte Liste orientieren, können Sie den Kauf ruhigen Gewissens abschliessen.

Was gibt es beim Autokauf in den USA zu beachten?


Im besten Fall kaufen Sie Ihr Auto in den USA bei einem DMV Licensed Dealer. Kommt es zu Schwierigkeiten, dann können Sie auf behördliche Hilfe zählen. Im Kaufvertrag sollten dieselben Angaben, wie bei einem Kauf hierzulande enthalten sein. Dazu gehören:

●  Angaben zum Käufer und Verkäufer
● Fahrzeughersteller
● Baujahr
● Fahrzeugtyp
● Fahrgestellnummer
● Verkaufspreis
● Verkaufsdatum und Unterschriften

Der Kaufvertrag wird für die Verzollung in Deutschland benötigt. Übrigens ist es in den USA üblich zu verhandeln, Rabatte von 3-5 % werden meistens gewährt. Zum Preis dazurechnen sollten Sie noch die Verkaufssteuer, welche in den USA entrichtet wird. Je nach Bundesstaat liegt diese bei 3-11 %.

Welche Dokumente braucht man für den Export?

Das wichtigste Dokument für die Ausfuhr aus den USA ist das “Certificate of Title”.  Das entspricht in etwa dem deutschen Fahrzeugbrief. Ohne dieses Dokument gibt der US-Zoll den Wagen nicht für den Export frei. Ein “Certificate of Origin” erhalten Sie dagegen, wenn Sie einen Neuwagen kaufen, welcher noch keine Zulassung hatte.

Kosten und Dauer des Transports

Am einfachsten ist ein Transport, wenn damit eine deutsche Spedition beauftragt wird, die auch in den USA tätig ist. Im Vorfeld kann mit dem Unternehmen auch ein fester Preis vereinbart werden. Zusätzlich kommen natürlich Gebühren auf Sie zu, wie die Hafenkosten, welche bei ungefähr 800 Euro liegen.
Die Verschiffung eines Autos dauert in der Regel zwischen 10 und 20 Tagen. Wichtig ist, dass Sie immer ausreichend zeitlichen Spielraum mit einplanen. So sollte das US-Car bereits drei Tage vor Abreise am Hafen ankommen, inklusive aller wichtigen Dokumente.
Neben den Transportkosten müssen Sie mit Einfuhrabgaben rechnen, die etwa ein Drittel des Nettopreises betragen. Sie setzen sich aus folgenden Komponenten zusammen:

● Einfuhrzoll: 10 % des Fahrzeugs-Gesamtwertes plus Frachtkosten
● Einfuhrumsatzsteuer: In Deutschland 19 % - bei Oldtimern teilweise nur 7 %

Sind alle Kosten beglichen und kommt der Wagen durch den Zoll, dann erhalten Sie eine Zoll-Unbedenklichkeitsbescheinigung.

Was wird für die Zulassung benötigt?

Wenn Sie mit dem US-Car bereits bei einer technischen Prüfstelle waren und eine Haupt- sowie Abgasuntersuchung anfertigen liessen, dann kann der Wagen endlich zugelassen werden. Dazu benötigen Sie folgende Dokumente:

● Personalausweis oder Reisepass (mit Meldebestätigung)
● Originalrechnung/Kaufvertrag
●  Zoll-Unbedenklichkeitsbescheinigung
● eVB-Nummer – elektronische Versicherungsbestätigungsnummer
● Certificate of Title oderUrsprungsnachweis (Certificate of Origin)
● Amerikanische Kennzeichen, wenn vorhanden
● Gutachten der Prüfstelle

Planen Sie den Transport ausführlich und im Detail oder holen Sie sich Unterstützung bei einer professionellen Spedition. Dann läuft alles glatt und Sie profitieren von den vielen Vorteilen eines amerikanischen Autos.

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