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RaceChip Chiptuning antwortet auf viele Fragen in punkto Motortuning
© RaceChip Chiptuning | Zoom

Chiptuning ist nicht gefährlich und schadet nicht dem Motor - wenn man es richtig macht

(Speed-Magazin.de / Motortuning)  Wie schon in der letzten Folge der Serie über Chiptuning angekündigt greifen wir das auf, das jeden Verbraucher brennend interessiert: Ist chiptunen gefährlich für den Motor und wie funktioniert eine Tuning-Box, bzw. OBD-Tuning? Was ist mit der Garantie? Eine direkte Nachfrage bei einem der zwei führenden deutschen Hersteller in diesem Tuning-Bereich, der schwäbischen Firma Racechip Chiptuning in Uhingen, ergab interessante Einblicke ins Thema. Vor allem gab uns Technik Experte Daniel Götz die richtigen Antworten für Otto Normalverbraucher und unsere auto-affinen Speed-Magazin Leser...

Der für die Händlerbetreuung zuständige Vertriebschef bei Racechip Chiptuning, sowie der Technik-Experte Daniel Götz geben im Interview Antworten zu den Fragen unserer Speed-Magazin Leser -

- Ist chiptunen gefährlich für den Motor?
- Wie verhält sich das mit der Hersteller-Garantie?
- Welche Unterschiede sind zwischen OBD-Tuning und der Chiptuning-Box?

Speed-Magazin: Die Skeptik ist da bei denen, die nicht wissen wie chiptunen funktioniert. Einer der ersten Gedanken ist zum Beispiel "was ist mit der Garantie von meinem Hersteller?" Das ist möglicherweise auch der Hauptgrund, warum man die Finger davon lässt. Ich habe mich vorher schlau gemacht und weiss nun, dass man zurückrüsten kann und das Auto wieder in den Ursprungszustand bringt ohne Spuren zu hinterlassen. Das geht, weil es ja nur eine Steckverbindung ist, durch die das Zusatzsteuergerät mit dem Motor-Steuergerät verbunden wird. Aber manch einer hat halt immer noch die Bedenken, dass man das nachvollziehen kann…


Daniel Götz, Technik-Experte RaceChip: Professionelles Chiptuning schadet dem Motor nicht...
Daniel Götz, Technik-Experte RaceChip: Professionelles Chiptuning schadet dem Motor nicht...
© Speed-Magazin
 Daniel Götz: "Richtig. Weil die Steckverbindungen nur geklipst sind, macht das die Rückrüstung einfach. Racechip bietet zudem die Möglichkeit einer Garantie mit der NSA an. Die NSA hat ihren Sitz in der Schweiz und ist in dem Sektor weltweit bekannt. Sie bieten für Fahrzeuge mit einer maximal 60.000 bis 70.000 Kilometer Laufleistung eine Garantie an, was speziell für Neufahrzeuge sehr interessant ist. Die Garantie läuft über 2 Jahre, und versichert den kompletten Motor. Sollte also tatsächlich mal irgendwas passieren, dann deckt das die Versicherung. Für die Kunden, die sich zusätzlich absichern wollen, ist das relevant."

RaceChip Vertriebschef: "Zum Thema Service, bzw. Garantieleistung der Hersteller: Unser Racechip kann mit einem Einzel-Gutachten ausgestattet werden, das in der Regel vom Endkunden allerdings selbst vorzunehmen ist. Das bedeutet er geht damit zu einer zertifizierten Stelle und lässt sich diesen Einbau genehmigen. Damit hat er dann auch alle Möglichkeiten…"

Speed-Magazin: Das heisst der TÜV würde das Chiptuning bewilligen?

RaceChip Vertriebschef: "Genau. Das ist eine Einzelabnahme, wie zum Beispiel mit speziellen Felgen oder Reifensätzen oder sonstigem Zubehör, das man sich ebenfalls TÜV-zertifizieren lassen muss. Also durchaus umsetzbar."

RaceChip Ultimate: bis zu 26% mehr Drehmoment, bis zu 31% mehr Leistung
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© RaceChip
 Speed-Magazin: Das hört sich gut an, und wie ich finde, ist das auch ein gutes Argument um Chiptuning auszuprobieren…

Daniel Götz: "Interessanterweise hatten wir anfangs sehr viele Anfragen wegen der Garantie. Das ist auch der Grund warum wir uns dazu entschlossen haben die NSA-Garantie in unser Programm aufzunehmen. Mittlerweile ist es aber schon so, dass kaum noch einer unserer Kunden die Garantie möchte."

Speed-Magazin: Vielleicht hat man mittlerweile mehr Vertrauen in Chiptuning? Ich könnte mir vorstellen, dass es sich herumgesprochen hat, dass es funktioniert und man dem Motor damit keinen Schaden zufügt…

Daniel Götz: "Professionelles chiptunen wie RaceChip Chiptuning es macht, schadet dem Motor definitiv nicht. Als seriöser Chiptuner achtet man darauf, dass man den Motor nicht 100% auslastet."

Speed-Magazin: OBD Tuning vs. RaceChip - wo sind die Unterschiede?

Daniel Götz: "Nun, für die Leistungssteigerung im Motor, bzw. zur Verbrauchsreduzierung, gibt es zwei Möglichkeiten. Einmal die externe Variante mit einem Zusatz-Steuergerät, so wie wir das bei Racechip machen. Die andere Variante ist das Ganze über die Fahrzeugschnittstelle vorzunehmen. Alle Fahrzeuge ab dem Baujahr 2000 haben eine Schnittstelle nach aussen. Das nennt sich dann OBD Tuning. Dabei wird die originale Software vom Hersteller allerdings komplett verändert. Doch das ist immer so eine Sache, denn der Hersteller hat sich natürlich was dabei gedacht, bei dem, was er da aufgespielt hat."

Speed-Magazin: Aber das kann man nicht selbst machen, das OBD-Tuning, oder?

Daniel Götz: "Nein. Das kann man definitiv nicht selbst machen. Es ist für den Kunden schon sehr viel komplizierter. Und die Hersteller sehen das natürlich auch nicht gerne, wenn man in ihre Software eingreift. Mittlerweile haben die Hersteller auch reagiert und haben in den neuen Fahrzeugen diesen Weg zugemacht. Über die Kommunikations-Schnittstelle geht es nicht mehr. Die blocken den Weg über Passwörter, Security-Keys, etc. Bei den ganz neuen Fahrzeugen geht OBD Tuning deshalb nicht mehr, weil man nicht mehr an die Daten kommt. Das ist zu kompliziert geworden, was uns natürlich schon auch in die Karten spielt. Früher konnte sich der Kunde zwischen den beiden Möglichkeiten noch entscheiden welche der Motortuning Möglichkeiten er für seinen Wunsch nach Leistungssteigerung oder Verbrauchsoptimierung er gerne haben möchte. Doch mit den neuen Fahrzeugen gibt es gar keine Auswahlmöglichkeiten mehr.

Viele der OBD-Tuning Firmen kommen mittlerweile auf RaceChip zu, kaufen bei uns die Produkte ein und vertreiben sie unter eigenem Namen weiter. Da werden dann zum Teil riesige Summen verlangt. Das uns bisher teuerste bekannteste Produkt, das unsere Elektronik beinhaltet, wird mit 2.800 Euro angeboten. Es ist natürlich von aussen nicht erkennbar, hat auch ein anderes Gehäuse, aber die Elektronik ist die von Racechip."

Speed-Magazin: Nun, zusammengefasst sind das mehrere Vorteile für das Chiptuning per Racechip - der leichte Selbsteinbau, die Nicht-Veränderung der vorhandenen Software vom Hersteller, die ebenfalls leichte Zurückrüstung, und nicht zuletzt die TÜV-Möglichkeit. Aber auch die überschaubaren Kosten von 129 Euro für das Basis Produkt...

RaceChip Vertriebschef: "...nicht zu vergessen die mittlerweile 2500 Fahrzeuge in unserer Datenbank, die wir mit unseren Produkten bedienen können."


In der nächsten Folge geht es um die private Erfahrung von Nutzern, die ihr Fahrzeug per Chiptuning optimiert haben. Wir haben mit zwei Unternehmern, die viel mit dem Auto unterwegs sind gesprochen. Das Ergebnis des Mercedes 350ML, SsangYong Rodius SV270 und BMW X3 hat sogar uns überrascht! 


 

 

Raphael Berlitz