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Rallye-Superstar Thierry Neuville mit tollem Gaststart in der ADAC TCR Germany
© ADAC TCR Germany | Zoom

ADAC TCR Germany: Fahrerlagerstorys vom Nürburgring

(Speed-Magazin.de) Vier Rennen in acht Tagen, ein Rallye-Champion als starker Gaststarter und ein von Wetterkapriolen durcheinander gewirbelter Schlusstag auf dem Nürburgring: Hinter der ADAC TCR Germany liegen zwei spannende Rennwochenenden mit vielen Höhepunkten. Nur eine Woche nach den Rennen im niederländischen Zandvoort ging es auf dem Nürburgring weiter – Rallye-Superstar Thierry Neuville stand dabei im Mittelpunkt.

Vor der ADAC Rallye Deutschland

Ein viermaliger Rallye-Vizeweltmeister auf der Schulbank? Für Thierry Neuville selbstverständlich. Für seinen Gaststart in der ADAC TCR Germany überließ der Belgier nichts dem Zufall, schließlich wollte der 31-Jährige bestmöglich abschneiden. Und das gelang höchst beeindruckend. Im Samstag schnappte sich der Hyundai i30 N TCR-Pilot im Qualifying zunächst die Pole Position und ließ dann einen makellosen Start-Ziel-Sieg folgen. Am Regenrennen am Sonntag fuhr Neuville ebenfalls gut mit und kam als Sechster ins Ziel. „Das hat extrem viel Spaß gemacht, eine tolle Erfahrung“, sagte der Belgier. Übrigens: Motorsportfans können Neuville bereits am nächsten Wochenende erneut in Action sehen. Vom 22. bis 25. August ist er bei der ADAC Rallye Deutuschland im Saarland am Start, Neuville wird dann wieder in seinem angestammten Hyundai i20 WRC sitzen. „Es ist sozusagen meine Heim-Rallye. Viele Freunde und Verwandte werden kommen, um mich zu unterstützen“, sagt er.

Rutschpartie

Das Sonntagsrennen der ADAC TCR Germany auf dem Nürburgring war nichts für schwache Nerven. Der immer stärker werdende Regen wirbelte das Rennen gehörig durcheinander – am Ende jubelte Max Hesse über seinen zweiten Saisonsieg. „Das war unglaublich, so etwas habe ich noch nie erlebt“, sagt der 18-Jährige. Normalerweise sind die Sprintrennen der ADAC TCR Germany ja nicht auf Boxenstopps ausgelegt, an diesem Sonntag aber herrschte reger Betrieb in der Boxengasse, weil die Fahrer sich schnell noch Regenreifen holen wollten. Hesse übrigens fuhr bis zum Rennabbruch auf Slicks. „Die letzten beiden Runden waren fast unfahrbar“, erzählt er. Alles gut gegangen!

Experte

ADAC TCR Germany-Vizemeister Luca Engstler war an diesem Wochenende nicht im Cockpit eines TCR-Rennwagens zu sehen. Dafür unterstützte er Streckensprecher Frank Hufstadt bei der Arbeit und fungierte im Samstagsrennen als Experte. „Das hat viel Spaß gemacht“, berichtete Engstler, der seinem Team übrigens viel Glück bescherte. Den Sieg sicherte sich Gaststarter Neuville, Max Hesse wurde Zweiter.

Erstmals dabei

Die Schweizerin Karen Gaillard gab an diesem Wochenende ihr Debüt in der ADAC TCR Germany, ihr Landsmann Jörg Schori kehrte nach einem Kurzauftritt 2016 in die Tourenwagenserie des ADAC zurück. Gaillard ist Mitglied des Schweizer Talente-Programms Young Driver Challenge und fuhr an diesem Wochenende ihre ersten Rennen überhaupt - Schori ist dagegen schon in vielen verschiedenen Serien gestartet. „Der Spaß steht im Vordergrund“, berichtete der Routinier und zeigte lächelnd auf die Stammfahrer: „Diese Jungs sind schon brutal schnell, da kann man nur den Hut ziehen.“

Endlich auf dem Podium

Julien Apotheloz war die Erleichterung anzusehen. Der junge Schweizer hatte es als Dritter des ersten Rennens endlich aufs Podium der ADAC TCR Germany geschafft, darauf war er in erster Linie „brutal stolz und unheimlich glücklich für das Team“, sagte der Cupra-Pilot: „Wir arbeiten hart und investieren viel. Zum Glück hat es endlich, endlich geklappt.“ Der Junior ließ am Sonntag einen weiteren Sieg in der Honda Junior Challenge folgen und sammelte wichtige Punkte für diese Nachwuchswertung.

Weiter vorne

Zwei Qualifyings und vier Rennen sind noch zu fahren, und Antti Buri führt die Meisterschaft weiter an. Buris Vorsprung auf Max Hesse beträgt derzeit 22 Punkte. Harald Proczyk (38 Punkte zurück) und Mike Halder (46 Punkte) haben ebenfalls noch alle Chancen auf den Titel.

ADAC Motorsport