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Porsche 911 RSR (911), Porsche GT Team: Patrick Pilet (F), Nick Tandy (GB)
© Porsche | Zoom

IMSA WeatherTech SportsCar: Sebring-Sieger Porsche wechselt vom Langstrecken- in den Sprintmodus

(Speed-Magazin.de) Das Porsche GT Team tritt beim dritten Saisonlauf der IMSA Weathertech SportsCar Championship in Long Beach (USA) als Tabellenführer in der Hersteller- und Teamwertung an. Nach dem hart erkämpften Sieg im Zwölfstundenrennen von Sebring in Florida starten die beiden rund 510 PS starken Porsche 911 RSR am 13. April unter gänzlich anderen Bedingungen an der Pazifikküste. Der sogenannte Sports Car Grand Prix in Long Beach geht über die Distanz von nur 100 Minuten und ist somit das kürzeste Rennen der Saison.

Das Rennen
Beim Aufbau des 3,167 Kilometer langen Stadtkurses im Hafenviertel von Long Beach, Kalifornien, werden über fünf Kilometer Zaun montiert und rund 1.400 Betonblöcke gesetzt. Das Rennen gilt als das amerikanische Pendant zum Grand Prix von Monaco. Tatsächlich war von 1976 bis 1983 auch die Formel 1 auf dem Stadtkurs mit seinen nur elf Kurven zu Gast. Ein beliebtes Fotomotiv entlang der Strecke ist das ehemalige britische Passagierschiff „RMS Queen Mary“, das heute als schwimmendes Hotel genutzt wird. Im Rahmen des Grand Prix of Long Beach findet auch ein Rennen der beliebten IndyCar Series statt.

Die Porsche-Fahrer
Im Porsche 911 RSR mit der Startnummer 911 wechseln sich die Sebring-Sieger Patrick Pilet (Frankreich) und Nick Tandy (Großbritannien) ab. Das Duo hatte das Zwölfstundenrennen in Florida gemeinsam mit dem Werksfahrerkollegen Frédéric Makowiecki (Frankreich) gewonnen. Das Schwesterauto pilotieren Earl Bamber (Neuseeland) und Laurens Vanthoor (Belgien). Die beiden Piloten im Fahrzeug mit der Startnummer 912 hatten das Rennen im Vorjahr über mehr als die Hälfte der Gesamtdistanz angeführt. Die Porsche 911 GT3 R der Kundenteams Park Place Motorsports und Pfaff Motorsports sind in Long Beach nicht am Start. Die GTD-Klasse wird erst beim Rennen am 5. Mai in Mid-Ohio wieder mit von der Partie sein.

Der Porsche 911 RSR
Der Porsche 911 RSR wurde für seine dritte Rennsaison in Nordamerika vor allem im Bereich Setup weiter optimiert. Der vor der Hinterachse eingebaute Motor leistet je nach Restriktorgröße rund 375 kW (510 PS). Für aerodynamische Effizienz und ein hohes Maß an Abtrieb sorgt der große Heckdiffusor in Kombination mit dem hängend angebundenen Heckflügel. Das Fahrzeug feierte seit seinem Debüt zum Saisonstart 2017 unter anderem Siege beim Langstreckenklassiker in Le Mans (Frankreich) und bei den großen amerikanischen Sportwagenevents in Sebring und auf der Road Atlanta.

Die Zeiten
Das Rennen startet am Samstag, 13. April um 14:05 Uhr Ortszeit (23:05 Uhr MESZ). Live übertragen wird es außerhalb der USA und Kanadas im Internet auf www.imsa.com.

Stimmen vor dem Rennen
Pascal Zurlinden (Gesamtprojektleiter GT-Werksmotorsport): „Nach dem großen Erfolg in Sebring könnte die Stimmung in der gesamten Mannschaft nicht besser sein. Entsprechend hoch motiviert wechseln wir nun vom Langstrecken- in den Sprintmodus. Da muss vom Start weg alles passen. Im vergangenen Jahr haben wir viele Führungsrunden absolviert, aber am Ende gab es nicht den verdienten Lohn. Das wollen wir in diesem Jahr ändern.“

Steffen Höllwarth (Programmmanager IMSA SportsCar Championship): „Nach den beiden längsten Rennen der Saison folgt nun das kürzeste. Long Beach ist ein weiteres Highlight. Nicht nur für die Fahrer, sondern auch für die Fans. Die Kulisse ist einzigartig, die Strecke ebenso. Auf dem Stadtkurs ist Stabilität auf der Bremse, agiles Einlenkverhalten und gute Traktion gefordert. Wer das hinbekommt, der hat gute Chancen auf die Pole-Position - und die ist enorm wichtig. Es gibt nur wenige Überholmöglichkeiten und nur einen einzigen Boxenstopp, was die taktischen Möglichkeiten beschränkt. In diesem Jahr sind wir im Qualifying noch ungeschlagen. Das stimmt mich sehr zuversichtlich für das Wochenende in Long Beach.“

Patrick Pilet (Porsche 911 RSR #911): „Long Beach gehört zu meinen absoluten Lieblingsschauplätzen. Es ist dort wirklich wie ein amerikanisches Monaco. Die 
Streckenbegrenzungen sind nahe und verzeihen nicht den geringsten Fehler. Man muss mit kontrolliertem Risiko fahren. In der Qualifikation und beim Boxenstopp im Rennen muss alles passen, denn in einem solchen Sprint kannst du kaum aufholen. Wir waren im vergangenen Jahr dort schnell unterwegs und kommen mit dem Schwung des Sebring-Erfolges nach Long Beach. Ich bin guter Dinge.“

Nick Tandy (Porsche 911 RSR #911): „Wir sind nach unserem Sieg in Florida voller Selbstvertrauen und blicken entsprechend positiv auf das kommende Rennen. Wir kommen als Führende in der Gesamtwertung nach Long Beach. Diese Position wollen wir verteidigen. Es ist das einzige Stadtrennen des Jahres. Ich mag solche Herausforderungen sehr. Das Fahren zwischen den Betonmauern ist immer ein Ritt auf der Rasierklinge. Das Feld ist oft dicht zusammen, im Zweikampf muss man jederzeit cool bleiben. So muss Racing sein.“

Earl Bamber (Porsche 911 RSR #912): „Ich bin ein Fan von Stadtkursen, daher freue ich mich auf Long Beach. Im vergangenen Jahr waren wir dort sehr schnell unterwegs, hatten aber großes Pech. Wir sind in Führung liegend ausgeschieden. In diesem Jahr ist Wiedergutmachung angesagt. Wir haben im Kopf schon auf Sprintmodus umgestellt und sind heiß auf die kurzen Rennen der IMSA-Saison. Ein Podestplatz ist das Ziel.“

Laurens Vanthoor (Porsche 911 RSR #912): „Wenn ich an Long Beach denke, dann stehen zwei Dinge klar im Vordergrund: coole Strecke und extrem schöner Event. Alle Fahrer mögen den besonderen Nervenkitzel auf einem engen Stadtkurs. Wir waren in Long Beach immer schnell, hatten bislang aber nie das notwendige Glück auf unserer Seite. Wir haben dort noch eine Rechnung offen, die wir unbedingt begleichen möchten. Wir wollen endlich mal gewinnen.“

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