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Porsche 911 RSR, Porsche GT Team (911), Patrick Pilet (F), Nick Tandy (GB)
© Porsche | Zoom

IMSA WeatherTech SportsCar Championship: Porsche GT Team will Erfolgsserie in Watkins Glen fortsetzen

(Speed-Magazin.de) Das Porsche GT Team kommt nach drei Siegen in Folge als Tabellenführer zum fünften Saisonlauf der IMSA WeatherTech SportsCar Championship nach Watkins Glen. Beim bevorstehenden Sechsstundenrennen im US-Bundesstaat New York peilt das Werksteam einen weiteren Erfolg an. In der hart umkämpften GTLM-Klasse gehen zwei rund 510 PS starke Porsche 911 RSR in den Wettbewerb. Der Langstreckenklassiker unweit der kanadischen Grenze zählt ebenso wie die Rennen in Daytona, Sebring und auf der Road Atlanta („Petit Le Mans“) zum IMSA Michelin Endurance Cup. Die zwei Werksautos werden wie bereits in den ersten beiden Saisonläufen sowie in Le Mans in jenem Design antreten, das an das legendäre US-Kundenteam Brumos Racing erinnert. In der GTD-Klasse setzen die Kundenteams Pfaff Motorsports, Black Swan Racing und Park Place Motorsports jeweils einen Porsche 911 GT3 R ein.

Das Rennen
Die Rennstrecke mit dem Namen Watkins Glen International, oft als „The Glen“ bezeichnet, blickt auf eine lange Geschichte zurück. Das erste Rennen im dichten Wald am Seneca Lake fand 1948 auf Bestreben eines motorsportbegeisterten Jurastudenten statt, der sich die Unterstützung der örtlichen Handelskammer sicherte. Es entstand zunächst ein 10,6 Kilometer langer Rundkurs, der in den vergangenen Jahrzehnten umfangreich verändert und modernisiert wurde. Von 1961 bis 1980 gastierte die Formel 1 in Watkins Glen. Die aktuelle Streckenlänge beträgt 5,472 Kilometer. Für das diesjährige Rennen wurden neue Zuschauerbereiche geschaffen.

Die Porsche-Fahrer
Im Porsche 911 RSR mit der Startnummer 911 starten die Sebring-Sieger Patrick Pilet (Frankreich) und Nick Tandy (Großbritannien). Das Duo liegt derzeit auf Rang drei in der Fahrerwertung. Die Werksfahrerkollegen Earl Bamber (Neuseeland) und Laurens Vanthoor (Belgien) im Schwesterauto mit der Nummer 912 führen die Meisterschaft nach ihren Triumphen in Long Beach und Mid-Ohio an.

Die Porsche-Kundenteams

Patrick Pilet (F), Porsche GT Team
Patrick Pilet (F), Porsche GT Team
© Porsche
In der GTD-Klasse für Fahrzeuge nach FIA GT3-Reglement starten drei Porsche 911 GT3 R. In der Startnummer 8 von Pfaff Motorsports wechselt sich Porsche-Entwicklungsfahrer Lars Kern (Weissach) mit den beiden Kanadiern Scott Hargrove und Zacharie Robichon ab. Mit seinen amerikanischen Landsleuten Patrick Lindsey und Nicholas Boulle teilt sich Porsche-Werksfahrer Patrick Long die Arbeit am Steuer der Nummer 73 von Park Place Motorsports. Das Kundenteam Black Swan Racing setzt im über 500 PS starken Porsche 911 GT3 R auf Werkspilot Dirk Werner (Würzburg), Marco Seefried (Wemding) und den Amerikaner Marc Miller.

Die Porsche-Fahrzeuge
Der Porsche 911 RSR wurde für seine dritte Rennsaison in Nordamerika vor allem im Bereich Setup weiter optimiert. Der vor der Hinterachse eingebaute Motor leistet je nach Restriktorgröße rund 375 kW (510 PS). Für aerodynamische Effizienz und ein hohes Maß an Abtrieb sorgt der große Heckdiffusor in Kombination mit dem hängend angebundenen Heckflügel. Der 911 GT3 R wurde für die Saison 2019 neu entwickelt. Dabei wurden die Erkenntnisse aus den zahlreichen Einsätzen des Vorgängermodells konsequent für Verbesserungen in den Bereichen Aerodynamik und Kinematik genutzt. Der Sechszylinder-Motor im Heck des GT3-Rennfahrzeugs für den Kundeneinsatz leistet über 368 kW (500 PS).

Die Zeiten
Das Rennen startet am Sonntag, 29. Juni, um 9:45 Uhr Ortszeit (15:45 Uhr MESZ). Live übertragen wird es außerhalb der USA und Kanadas im Internet auf www.imsa.com.

Stimmen vor dem Rennen
Pascal Zurlinden (Gesamtprojektleiter GT-Werksmotorsport): „In der FIA WEC haben wir mit unserem Porsche 911 RSR alle Titel gewonnen. Das klare Ziel ist es, in Nordamerika einen ebenso großen Erfolg zu verbuchen. Wir sind auf einem sehr guten Weg. In vier Rennen haben wir drei Siege geholt und führen die Gesamtwertungen an. Unseren Vorsprung in der Meisterschaft möchten wir in Watkins Glen weiter ausbauen. Wenn wir weiterhin so konsequent und konzentriert ans Werk gehen wie bisher, dann werden wir gute Chancen haben.“

Steffen Höllwarth (Programmmanager IMSA SportsCar Championship): „Nach unserem Podestplatz in Le Mans stehen wir nun vor

Laurens Vanthoor (B), Porsche GT Team
Laurens Vanthoor (B), Porsche GT Team
© Porsche
der nächsten großen Herausforderung. Die beiden Porsche 911 RSR sind nach dem Rennen in Frankreich zurück in die USA transportiert worden. Unser Team muss die Autos in sehr kurzer Zeit für den bevorstehenden Lauf in Watkins Glen vorbereiten. Ich bin sicher, dass unsere erfahrene Mannschaft diese Aufgabe bewältigt und hoffe, dass wir die Erfolgsserie in der IMSA-Meisterschaft fortsetzen können.“

Sebastian Golz (Projektleiter Porsche 911 GT3 R): „Der Porsche 911 GT3 R hat enormes Potenzial. Das haben wir zuletzt in Mid-Ohio gesehen, als das Fahrzeug von Pfaff Motorsports lange Zeit das Feld anführte. Leider sind die großen Erfolge bislang ausgeblieben. Darauf arbeiten wir gemeinsam mit unseren Kundenteams konsequent hin. Nach unserem Test in Watkins Glen sind wir für das Rennen über sechs Stunden bestens gerüstet.“

Patrick Pilet (Porsche 911 RSR #911): „Der Porsche 911 RSR war auf der spektakulären Strecke von Watkins Glen immer schnell. Im vergangenen Jahr haben wir das Rennen lange angeführt und schließlich auf einem Podestplatz beendet. Ein Sieg fehlt uns dort noch. Den wollen wir uns in diesem Jahr unbedingt holen und somit die diesjährige Erfolgsserie von Porsche in Nordamerika fortschreiben.“

Nick Tandy (Porsche 911 RSR #911): „Das Rennen ist sechs Stunden lang und die Hitze oft ein bestimmender Faktor. Hinzu kommt, dass die Strecke viele langgezogene, schnelle Kurven hat. Das macht es für uns Fahrer sehr anstrengend – aber gleichzeitig auch besonders schön. Die Tatsache, dass dieses Rennen länger ist als die meisten Saisonläufe der IMSA-Serie, bringt aus meiner Sicht einen Vorteil für uns. Die Boxencrew spielt bei den Stopps und der Strategie eine noch wichtigere Rolle. In beiden Disziplinen sind wir besonders gut.“

Earl Bamber (Porsche 911 RSR #912): „Die IMSA-Saison geht nun in ihre entscheidende Phase. Jetzt stehen viele Rennen in kurzer Zeit auf dem Programm. Wir wollen unsere Führung in der Meisterschaft unbedingt verteidigen. Laurens und ich hatten zuletzt einen sehr guten Lauf. Diesen wollen wir in Watkins Glen fortsetzen. Die Strecke dort ist unheimlich schnell und eine großartige Herausforderung für alle Fahrer. Ich bin sicher, dass wir dort mit unserem Porsche 911 RSR stark sein werden.“

Laurens Vanthoor (Porsche 911 RSR #912): „Nach unseren Einsätzen bei den 24-Stunden-Rennen in Le Mans und auf dem

Steffen Höllwarth (Programmmanager IMSA SportsCar Championship)
Steffen Höllwarth (Programmmanager IMSA SportsCar Championship)
© Porsche
Nürburgring kehren wir zu unserem Tagesgeschäft in der IMSA-Serie zurück. Darauf freue ich mich sehr. Wir führen in der Meisterschaft und wollen diese Position nicht mehr abgeben. In Watkins Glen gibt es viele schnelle Kurven – ein großer Spaß für jeden Fahrer.“

Lars Kern (Porsche 911 GT3 R #9): „Es wird mein dritter Einsatz bei Pfaff Motorsports. Das Team hat in den vergangenen Monaten eine sehr starke Leistung gezeigt, aber die entsprechenden Ergebnisse fehlen noch. Das soll sich in Watkins Glen ändern. Wie haben auf dieser schnellen Strecke getestet und uns optimal vorbereitet. Den traditionsreichen Kurs mag ich sehr gern. Ich kann es kaum erwarten, dort mein erstes Rennen zu fahren.“

Patrick Long (Porsche 911 GT3 R #73): „Ich freue mich schon darauf, mir mit dem frisch gebackenen Le-Mans-Klassensieger Patrick Lindsey und mit Nicholas Boulle ein Auto zu teilen. Das Sechsstundenrennen in Watkins Glen hat sich über die Jahre sehr verändert. Früher war es ein Langstreckenrennen, heutzutage ist es ein reiner Sprint. Das ist sehr anstrengend, treibt Fahrer und Autos an ihre Grenzen.“

Dirk Werner (Porsche 911 GT3 R #540): „Die intensive Phase der Saison geht nahtlos weiter. Das Rennen in Watkins Glen wird für mich das sechste in einem Zeitraum von nur acht Wochen sein. Ich freue mich, dass Tim Pappas es seinem Team und uns Fahrern ermöglicht, an solch einem tollen Rennen wie Watkins Glen teilzunehmen. Ich glaube, wir haben eine gute Chance, dort einen Podiumsplatz einzufahren.“

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