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Porsche GT Team (912) Earl Bamber/Laurens Vanthoor, Porsche GT Team (911) Patrick Pilet/Nick Tandy
© Porsche | Zoom

IMSA WeatherTech SportsCar Championship: Porsche GT Team kommt als Tabellenführer zum Kanada-Gastspiel

(Speed-Magazin.de)  Nach zuletzt vier Siegen in Folge reist das Porsche GT Team als Spitzenreiter in der Hersteller- und Fahrerwertung zum sechsten Saisonlauf der IMSA WeatherTech SportsCar Championship nach Bowmanville. Beim einzigen Gastspiel des Jahres in Kanada setzt das nordamerikanische Werksteam zwei Porsche 911 RSR in der hart umkämpften GTLM-Klasse ein. Die rund 510 PS starken Neunelfer aus Weissach tragen auch im kanadischen Bundesstaat Ontario jenes Design, das an das legendäre Porsche-Kundenteam Brumos Racing angelehnt ist. In der GTD-Kategorie bringen die Kundenteams Pfaff Motorsports und Park Place Motorsports jeweils einen Porsche 911 GT3 R an den Start.

Das Rennen
Der Canadian Tire Motorsport Park, besser bekannt unter dem Namen Mosport, wurde 1961 nahe der Metropole Toronto eröffnet. Zwischen 1967 und 1977 fanden auf der 3,957 Kilometer langen Strecke insgesamt acht Formel 1 Grand Prix statt. Das flüssige Layout mit zahlreichen Kuppen, Senken und nur zehn Kurven erlaubt eine hohe Durchschnittsgeschwindigkeit. Beim dortigen Sportscar Grand Prix, früher auch Grand Prix von Mosport genannt, hat Porsche eine lange Tradition. Der Sportwagenhersteller aus Weissach erzielte sieben Gesamterfolge und 17 Klassensiege. In der Saison 2015 feierte das Porsche GT Team mit den Werksfahrern Nick Tandy (Großbritannien) und Patrick Pilet (Frankreich) einen Triumph in der GTLM-Klasse.

Die Porsche-Fahrer

Pascal Zurlinden (Gesamtprojektleiter GT Werksmotorsport)
Pascal Zurlinden (Gesamtprojektleiter GT Werksmotorsport)
© Porsche
Im Porsche 911 RSR mit der Startnummer 911 starten die Sebring- und Watkins-Glen-Sieger Patrick Pilet (Frankreich) und Nick Tandy (Großbritannien). Das Duo liegt derzeit auf Rang eins der Fahrerwertung. Die Werksfahrerkollegen Earl Bamber (Neuseeland) und Laurens Vanthoor (Belgien) im Schwesterauto mit der Nummer 912 liegen in der Meisterschaft nach ihren Triumphen in Long Beach und Mid-Ohio nur einen Punkt hinter der Spitze. In der GTD-Klasse starten zwei über 500 PS starke Porsche 911 GT3 R. Das Kundenteam Pfaff Motorsports (Startnummer 9) geht mit den kanadischen Piloten Zacharie Robichon und Scott Hargrove in sein Heimspiel. In der Nummer 73 von Park Place Motorsports wechselt sich Porsche-Werksfahrer Patrick Long (USA) mit seinem Landsmann Patrick Lindsey ab.

Die Porsche-Fahrzeuge
Der Porsche 911 RSR wurde für seine dritte Rennsaison in Nordamerika vor allem im Bereich Setup weiter optimiert. Der vor der Hinterachse eingebaute Motor leistet je nach Restriktorgröße rund 375 kW (510 PS). Für aerodynamische Effizienz und ein hohes Maß an Abtrieb sorgt der große Heckdiffusor in Kombination mit dem hängend angebundenen Heckflügel. Der 911 GT3 R wurde für die Saison 2019 neu entwickelt. Dabei wurden die Erkenntnisse aus den zahlreichen Einsätzen des Vorgängermodells konsequent für Verbesserungen in den Bereichen Aerodynamik und Kinematik genutzt. Der Sechszylinder-Motor im Heck des GT3-Rennfahrzeugs für den Kundeneinsatz leistet über 368 kW (500 PS).

Die Zeiten
Das Rennen startet am Sonntag, 7. Juli um 13:05 Uhr Ortszeit (19:05 Uhr MESZ). Live übertragen wird es außerhalb der USA und Kanadas im Internet auf www.imsa.com.

Stimmen vor dem Rennen

Pfaff Motorsports (9), Zacharie Robichon (CDN), Scott Hargrove (CDN)
Pfaff Motorsports (9), Zacharie Robichon (CDN), Scott Hargrove (CDN)
© Porsche
Pascal Zurlinden (Gesamtprojektleiter GT-Werksmotorsport): „Wir reiten in der IMSA-Serie nach vier Siegen in Serie auf einer Welle des Erfolges. Diesen Lauf möchten wir in Mosport gern fortsetzen, um unsere Position in der Meisterschaft zu festigen und bestenfalls weiter auszubauen. Unser Porsche 911 RSR sollte auf dem schnellen Traditionskurs in Kanada wieder zu den Siegkandidaten in der hart umkämpften GTLM-Klasse gehören.“

Steffen Höllwarth (Programmmanager IMSA SportsCar Championship): „Unsere arbeitsreichen Wochen gehen nahtlos weiter. Nach dem Rennen in Le Mans hatten wir nur wenige Tage, um die beiden Porsche 911 RSR für das Rennen in Watkins Glen vorzubereiten. Dort haben wir gewonnen. Demnach bin ich sicher, dass unsere erfahrene Mannschaft auch in der kurzen Zeit bis zum kommenden Rennen in Mosport einen perfekten Job abliefern wird. Wir kommen als Tabellenführer nach Kanada und wollen auch als solcher von dort wieder abreisen.“

Patrick Pilet (Porsche 911 RSR #911): „In der Saison 2015 haben Nick und ich in Kanada gewonnen, im vergangenen Jahr haben wir einen weiteren Triumph ganz knapp verpasst. Sicher ist eines: Porsche ist auf dieser ganz besonderen Strecke immer sehr stark. Die meisten Fahrer lieben die Strecke, denn sie fühlt sich wie eine Achterbahn an – unglaublich schnell und anspruchsvoll. Da Überholen dort sehr schwierig ist, kommt dem Qualifying eine besondere Bedeutung zu. Wir wollen vorne starten und an der Spitze bleiben.“

Nick Tandy (Porsche 911 RSR #911): „Die Strecke steht auf meiner persönlichen Beliebtheitsskala ganz weit oben. Wir waren dort im vergangenen Jahr sehr schnell und wollen diesmal gewinnen. Unser Sieg in Watkins Glen hat gezeigt, dass wir nach dem aufwändigen Rennen in Le Mans wieder voll im IMSA-Modus sind. Das sind sehr gute Vorzeichen für den Lauf in Mosport.“

Earl Bamber (Porsche 911 RSR #912): „Der Canadian Tire Motorsport Park zählt für alle Fahrer zu den Lieblingsstrecken. Unser Porsche 911 RSR wird dort bestimmt stark sein. Es sind intensive Wochen in der nordamerikanischen IMSA-Serie mit vielen Rennen in kurzer Zeit. Wir sind in der Meisterschaft gut positioniert und wollen in Kanada maximal punkten.“

Earl Bamber (NZ), Porsche GT Team
Earl Bamber (NZ), Porsche GT Team
© Porsche
Laurens Vanthoor (Porsche 911 RSR #912): „Nach dem für uns etwas enttäuschenden Abschneiden in Watkins Glen ist es umso besser, dass das nächste Rennen nur eine Woche später auf dem Plan steht. Das Layout der Strecke vor den Toren von Toronto ist fantastisch. Mit unserem Porsche 911 RSR werden wir dort gute Chancen auf einen weiteren Erfolg haben.“

Zacharie Robichon (Porsche 911 GT3 R #9): „Das Rennen wird für uns ganz besonders, denn es ist das einzige Heimspiel des Jahres für Pfaff Motorsports. Die Strecke ist nur rund eine Fahrstunde von unserer Teambasis entfernt. Wir rechnen mit großer Unterstützung seitens der Fans. Scott und ich kennen unsere kanadische Heimstrecke sehr gut. Wir sollten vor heimischer Kulisse also gute Chancen haben.“

Patrick Long (Porsche 911 GT3 R #73): „Der einzige Ausflug ins benachbarte Kanada ist für uns jedes Jahr eine große Freude. Die Strecke, die viele Fans noch unter den historischen Namen Mosport kennen, gehört zu den schnellsten und traditionsreichsten auf der ganzen Welt. Die Teams und Fahrer sind dort sehr gefordert, man braucht ein Auto mit viel Abtrieb, in das man vollstes Vertrauen hat. Wir müssen versuchen, bereits im Qualifying weit nach vorn zu kommen, denn es gibt dort nur wenige Überholmöglichkeiten.“

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