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Porsche GT Team: Patrick Pilet
© Porsche | Zoom

IMSA WeatherTech SportsCar Championship: Porsche erobert die erste Startreihe für das Zwölfstundenrennen in Sebring

(Speed-Magazin.de) Das Porsche GT Team startet von den ersten beiden Plätzen in das Zwölfstundenrennen von Sebring (USA). Patrick Pilet (Frankreich) und Laurens Vanthoor (Belgien) fuhren im Qualifying zum zweiten Saisonlauf der IMSA Weathertech SportsCar Championship die schnellsten Rundenzeiten. Die beiden rund 510 PS starken Porsche 911 RSR, die beim Langstreckenklassiker in Florida erneut im Design des legendären Brumos-Teams antreten, gehen erstmals gemeinsam aus der ersten Reihe in ein Rennen der nordamerikanischen Sportwagen-Meisterschaft. Porsche hat am sogenannten „Super-Sebring-Rennwochenende“ eine bislang perfekte Bilanz. Am Vortag hatten die Werksfahrerkollegen Kévin Estre (F) und Michael Christensen (Dänemark) die Pole-Position für das 1.000-Meilen-Rennen der Sportwagen-Weltmeisterschaft WEC erreicht.

Pilet nutzte den Grip der frischen Reifen in der ersten schnellen Runde optimal aus. Mit Bestzeiten in allen drei Sektoren der 6,02 Kilometer langen Rennstrecke zeigte der Franzose das große Potenzial des Porsche 911 RSR deutlich auf. Pilet hatte das Zwölfstundenrennen in Sebring im Vorjahr mit seinen Werksfahrerkollegen Nick Tandy (Großbritannien) und Frédéric Makowiecki (Frankreich) im Rennwagen mit der Startnummer 911 gewonnen. Vanthoor verpasste in seinem ersten schnellen Umlauf den Sprung an die Spitze, konnte sich aber im zweiten Versuch noch an allen Autos der konkurrierenden Hersteller in der GTLM-Klasse vorbeischieben. Der Belgier teilt sich das Cockpit der Startnummer 912 mit Werksfahrer Earl Bamber (Neuseeland) und Porsche Young Professional Mathieu Jaminet (Frankreich). Das Trio hatte beim Saisonauftakt in Daytona einen Podestplatz eingefahren.

Porsche 911 RSR (911), Porsche GT Team: Patrick Pilet, Nick Tandy, Frederic Makowiecki
Porsche 911 RSR (911), Porsche GT Team: Patrick Pilet, Nick Tandy, Frederic Makowiecki
© Porsche
In der GTD-Klasse fuhr Zacharie Robichon im Porsche 911 GT3 R des Kundenteams Pfaff Motorsports (Nummer 9) auf den dritten Startplatz. Der Kanadier teilt sich das Cockpit des rund 500 PS starken Rennwagens mit Porsche-Entwicklungsfahrer Lars Kern (Weissach) und Scott Hargrove (Kanada). Im baugleichen Auto von Park Place Motorsports (Startnummer 73) absolvierte Nicholas Boulle das Qualifying. Der US-Amerikaner wird gemeinsam mit Porsche Werksfahrer Patrick Long (USA) und Landsmann Patrick Lindsey von Rang 14 in das Zwölfstundenrennen gehen. Der zweite Saisonlauf der IMSA Weathertech SportsCar Championship startet am Samstag, 16. März um 10:340 Uhr Ortszeit (15:40 Uhr MEZ).

Stimmen zum Qualifying
Fritz Enzinger (Leiter Motorsport): „Ich bin das erste Mal für Porsche in Sebring und dann erlebe ich solche tollen Ergebnisse. Besonders vor dem Hintergrund dieser logistischen Leistung mit zwei Teams, die zwei Rennen innerhalb von 48 Stunden stemmen. Wir haben jetzt optimale Ausgangspositionen mit Pole-Positions in beiden WEC-GTE-Kategorien und in der IMSA. Ich freue mich auf sehr auf die Rennen. Die Atmosphäre in den Teams ist toll, die Zusammenarbeit perfekt.“

Porsche 911 GT3 R (9), Pfaff Motorsports: Scott Hargrove, Zacharie Robichon, Lars Kern
Porsche 911 GT3 R (9), Pfaff Motorsports: Scott Hargrove, Zacharie Robichon, Lars Kern
© Porsche
Pascal Zurlinden (Gesamtprojektleiter GT-Werksmotorsport): „Das ist bisher ein Traumwochenende für Porsche. Erst die Pole und die Doppelpole bei der WEC in den Klassen GTE-Pro und -Am, jetzt dazu noch die komplette erste Startreihe in der IMSA. Wir hoffen, dass es so weitergeht. Wichtig ist, dass wir uns jetzt gut auf die Rennen vorbereiten. Die harte Arbeit im Vorfeld hat sich zumindest schon einmal gelohnt. Der angekündigte Wetterumschwung am Samstag verspricht noch einmal zusätzliche Spannung.“

Patrick Pilet (Porsche 911 RSR #911): „Das Qualifying war schnell vorbei – weil ich sehr schnell gefahren bin. Scherz beiseite: Ich wusste aus den Trainings, wie man die Reifen am besten ins optimale Betriebsfenster bekommt. Ich habe mir ausreichend Zeit genommen, um sie aufzuwärmen. Dann habe ich angegriffen. In der ersten Kurve war ich am absoluten Limit und habe die Strecke bis zum letzten Millimeter ausgenutzt. Auch für das Rennen am Samstag sind wir bestens vorbereitet. Es wird womöglich wechselnde Bedingungen geben. Das macht den Poker um die beste Abstimmung noch ein wenig kniffliger. Aber das Ziel ist klar: Wir wollen bis zum Ende an der Spitze bleiben und unseren Vorjahressieg wiederholen.“

Laurens Vanthoor (Porsche 911 RSR #912): „Wir hatten die Abstimmung unseres Autos vor dem Qualifying noch einmal verändert. Es fühlte sich gut an, aber ich habe nicht sofort das Limit gefunden. Schade, denn natürlich hätte ich gern auf der Pole-Position gestanden. Für Porsche ist das Ergebnis optimal. Von den ersten beiden Positionen in das Zwölfstundenrennen zu starten, ist einfach perfekt. Unser Porsche 911 RSR war in Sebring immer schon besonders stark.“

Ergebnis Qualifying
GTLM-Klasse
1. Pilet*/Tandy/Makowiecki (F/GB/F), Porsche 911 RSR, 1:55,899 Minuten
2. Bamber/Vanthoor*/Jaminet (NZ/B/F), Porsche 911 RSR, + 0,143 Sekunden
3. Garcia*/Magnussen/Rockenfeller (E/DK/D), Corvette C7.R, + 0,259

GTD-Klasse
1. Farnbacher/Hindman*/Marks (D/USA/USA), Acura NSX GT3, 1:59,917 Minuten
2. Auberlen/Foley*/Machavern (USA/USA/USA), BMW M6 GT3, + 0,382 Sekunden
3. Kern/Robichon*/Hargrove (D/CDN/CDN), Porsche 911 GT3 R, + 0,587
14. Long/Lindsey/Boulle* (USA/USA/USA), Porsche 911 GT3 R, + 2,233

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