Grüner Motorsport mit innovativen Technologien?
Der Motorsport wie die Formel 1, Rallye oder die 24-Stunden-Rennen sind schon lange für Innovationen bekannt. Sie befinden sich im stetigen Wandel und hochqualifizierte Ingenieure und Entwickler arbeiten unermüdlich an Verbesserungen, die letztendlich auch unsere Autos im Alltag maßgeblich beeinflussen. Denn der Motorsport muss sich nicht nur weiterentwickeln – er muss auch für die Industrie relevant bleiben, um weiterhin von den Sponsorings und Finanzierungen zu profitieren.Würde sich der Motorsport nicht weiterentwickeln und nicht an neuen Technologien arbeiten, wäre er für die Geldgeber aus der Industrie nicht mehr relevant. Denn in dieser Branche wird nicht nur für Marketingzwecke investiert, sondern vor allem um Motoren und andere Funktionen der Autos zu verbessern und die Straßenfahrzeuge effizienter zu machen. Daher ist es nicht verwunderlich, dass sich die Fahrzeuge im Motorsport stetig weiterentwickeln und alles darangesetzt wird, Innovationen zu fördern. Aus diesem Grund gibt es auch die Formel E, und selbst der Nachwuchs setzt im Kartsport mittlerweile auf Elektroantriebe.Formel-E Jakarta - der 10.Lauf der Formel-E bringt die Führung für Porsche in der WM zurück!
Die elektrische Formel Serie
In der Formel E werden die Rennen ausschließlich mit elektrisch angetriebenen Formelfahrzeugen gefahren. Die Rennen finden in Städten auf der ganzen Welt statt und werden vom Automobilweltverband FIA veranstaltet – dem gleichen Veranstalter, der auch die Königsklasse des Motorsports, die Formel 1 organisiert. Dabei treten bis zu zwölf Teams mit insgesamt 24 Fahrern an, unter denen sich auch einige ehemalige Formel-1 Piloten wiederfinden.
Viele Entwicklungen im Bereich der Elektroautos haben hier ihren Ursprung. Die Formel E wurde mit dem Gedanken ins Leben gerufen eine jüngere Zielgruppe anzusprechen, die zukunftsorientiert ist.
Deshalb werden die Rennen nicht auf den Rennstrecken der Formel 1 ausgetragen, sondern auf eigens kreierten Rennstrecken direkt in Stadtzentren. Zudem wird darauf geachtet, dass die Veranstaltung an einem einzigen Tag ausgetragen wird, anstatt wie bei der Formel 1 mit Training und Qualifikation über mehrere Tage verteilt. Damit soll gezeigt werden dass die Städte mit Elektroautos kein Problem haben.
Der alternative Antrieb mit Wasserstoff
Antriebe mit Wasserstoff werden in Zukunft eine immer größere Bedeutung haben. Die Macher der 24 Stunden von Le Mans haben bereits vor einigen Jahren beschlossen eine Klasse für wasserstoffbetriebene Fahrzeuge ins Rennen zu schicken.
Das Interesse an dieser Technologie ist groß. Mehrere Autohersteller und Zulieferer haben sich bereits dazu entschieden an diesem Vorhaben mitzuwirken. Auch wenn das Projekt seit langem in Planung ist, könnte es in ein paar Jahren umgesetzt werden. Im Jahr 2025 will sich der Ausrichter ACO mit seinem Rennprojekt MissionH24 der Konkurrenz stellen.
Die Zusammenarbeit zwischen dem ACO und dem H24Project für emissionsfreie Wettbewerbe wird durch die jüngste Partnerschaft mit Bosch Motorsport, einem wichtigen Akteur in der Motorsportbranche, erheblich gestärkt. Als Teil der Bosch Engineering GmbH, einem Engineering-Partner der Automobilindustrie seit mehr als 25 Jahren, unterstützt Bosch Motorsport einige der bedeutendsten Rennserien der Welt als Partner und Technologielieferant.
Seit seiner Einführung im Jahr 2018 hat das MissionH24 Projekt zahlreiche Meilensteine für den Einsatz von Wasserstoff im Langstreckenrennsport erreicht. Der H24EVO, ein elektrischer Wasserstoffprototyp, wird flüssigen Wasserstoff an Bord speichern. Bosch Motorsport ist vom Potenzial dieses Pionierlabors überzeugt.
Kurzfristig sollen die GT3-Autos dadurch Konkurrenz bekommen, während mit fortschreitender Entwicklung dann auch H2-Renner um den Sieg kämpfen werden. Das angepeilte Ziel ist es natürlich, irgendwann einen wasserstoffbetriebenen, emissionsfreien Sieger zu küren.
Der E-Sport profitierte von Covid
Der Motorsport treibt nicht nur Innovationen auf der Straße voran, sondern ist auch im virtuellen Bereich vertreten. Insbesondere während der Corona-Pandemie haben virtuelle Rennsimulationen an Bedeutung gewonnen.
Zu dieser Zeit gab es einige Veranstalter und Rennteams, die sogar ihre Fahrer aus der echten Welt in die virtuellen Rennen schickten. Als beispielsweise der erste Lauf zur VLN Nürburgring Langstrecken-Serie wegen der Corona-Pandemie abgesagt wurde, gab es innerhalb weniger Tage Ersatz. Zusammen mit der Simracing-Community Simracing Deutschland e. V. wurde kurzerhand alles veranlasst, um das Rennen virtuell im Live-Stream auszutragen.
Zwar konnten sich die Fahrer aus Rennteams wie Phoenix Racing, Walkenhorst Motorsport, Sorg Rennsport oder dem BMW-Werksteam nicht gegen die Simulations-Profis durchsetzen, aber es kam durchaus echte Rennatmosphäre auf.
Auch andere Rennserien wie die 12h von Sebring oder der NASCAR-Lauf in Homestead setzten auf die virtuellen Rennen und ließen ihre Fahrer in der virtuellen Welt gegeneinander antreten.
Emissionsfreiheit - ein großes Thema
Prinzipiell sind Autorennen im Generellen nicht gut für die Umwelt. Aber genausowenig sind es andere Sportarten wie auch beispielsweise der weltweit beliebte Fußball oder andere Großveranstaltungen, die Millionen von Menschen auf der ganzen Welt begeistern.
Fußballverursacht deutlich mehr CO2 pro Jahr als die Formel 1. Das liegt insbesondere an den vielen Fans, die bei Spielen mitreisen. Darüber muss man hinwegsehen, denn ansonsten müsste so ziemlich vieles heutzutage verboten werden.
Allerdings trägt der Motorsport auch dazu bei, dieses Problem mit all seinen innovativen Ansätzen anzugehen. Tools wie Heizdecken, die die Reifen vor dem Rennen aufwärmen, oder Einweg-Plastikflaschen im Fahrerlager werden schon bald verboten sein.
Eine große Änderung ist ab diesem Jahr, denn ab sofort müssen die Boliden in der Formel 1 zu fünfzig Prozent mit E-Fuels gefahren werden, die durch Strom aus Wasser und Kohlenstoffdioxid verarbeitet werden. So können die Verbrenner-Motoren klimaneutral betrieben werden. Ein weiterer Meilenstein Richtung Nachhaltigkeit! Und wer weiß – es dauert bestimmt nicht mehr lange, bis wir diese Art von Sprit letztendlich auch in unseren privaten Fahrzeugen tanken werden.
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spm