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Horst Bernhardt ist für das Speed-Magazin am Nürburgring
© Speedpictures | Zoom

Die Arbeit eines Motorsportfotografen in Corona-Zeiten

 Zuerst einmal ist es schwieriger für uns geworden überhaupt eine Akkreditierung für eine DTM-oder GT-Masters-Veranstaltung zu bekommen. Für die Formel 1 ist es derzeit gänzlich unmöglich! Es sind jeweils nur 10 Kollegen für eine Veranstaltung zugelassen. Da ist es natürlich hilfreich für eine große Redaktion wie das Speed-Magazin tätig zu sein. 

Wenn man dann wie ich schon gut 30 Jahre in der Szene tätig ist und die entscheidenden Personen lange kennt, ist das natürlich ebenfalls sehr hilfreich. Hat man dann glücklicherweise eine Akkreditierung bekommen, ist an der Rennstrecke nichts mehr wie man es seit Jahren gewohnt ist. Bevor man das Gelände betreten darf, muss man jeden Morgen zum Fieber-Check. Ist der dann O.K., kann man auf das Gelände und den fest zugewiesenen Platz im Presseraum nutzen. Hier hat man im Vergleich zu normalen Zeiten viel mehr Platz zur Verfügung, da nur eine begrenzte Anzahl Pressevertreter zugelassen sind. Hier am Nürburgring sind  gut 300 Arbeitsplätze im Pressezentrum vorhanden, die bei der DTM in der Regel auch belegt waren. In Corona-Zeiten sind nur insgesamt 50 Leute zugelassen. 

Trotz Maske immer alles im  Blick
© Speedpictures
 
 
Im gesamten Veranstaltungsgelände und im Presseraum ist das tragen einer Maske zwingend vorgeschrieben. Für uns Fotografen ist bei der DTM, nicht wie sonst üblich, der Zugang zur Boxengasse nun leider nicht möglich, um Kontakte auf ein Minimum zu beschränken.  Bildung von Gruppen mehrerer Personen ist nicht gestattet und beim Gespräch mit dem Kollegen soll der Mindestabstand unbedingt eingehalten werden. Selbst beim arbeiten an der Strecke ist die Maskenpflicht zwingend einzuhalten. Zuwiederhandlung kann den Entzug der Akkreditierung nach sich ziehen. Alles in allem sind das keine angenehmen Umstände, aber in diesen Zeiten sollte man das akzeptieren und auch einsehen, das diese Maßnahmen erforderlich sind um sich selbst und andere zu schützen. Das sollte sich jeder zu Herzen nehmen!

Horst Bernhardt / DW