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Drei Tage Rallye-Festival in der Vulkaneifel
© ADAC | Zoom

ADAC Eifel Rallye Festival 2012 steht in den Startlöchern

(Speed Magazin) "Es wird Zeit, dass es endlich losgeht", beschreibt Organisationsleiter Peter Schlömer (Daun) die Stimmungslage bei den Organisatoren des ADAC Eifel Rallye Festival (26.-28. Juli 2012). "Zwar sind noch einige Arbeiten zu erledigen, aber wir liegen überall gut im Zeitplan". Seit fast einem Jahr arbeiten die Ehrenamtler des MSC Daun an den Vorbereitungen für das einmalige Rallye-Festival – und der Erfolg gibt ihnen Recht: Über 150 historische Boliden nehmen an der Klassiker-Parade des Rallyesports teil. Auf den anspruchsvollen Wertungsprüfungen in der Vulkaneifel gibt es unter den 130 Teams des Hauptfeldes von Slowly Sideways eine bislang noch nie erlebte Marken- und Typenvielfalt. Der Ticket-Vorverkauf lief noch besser als im Premierenjahr 2011, damals besuchten schon rund 30.000 Fans das rollende Rallye-Museum in der Eifel.

ADAC Eifel Rallye Festival - Demuth Inhester
ADAC Eifel Rallye Festival - Demuth Inhester
© ADAC
Traditionell findet der Auftakt zum Festival-Wochenende am Donnerstag (26.07.) beim Shakedown in Neichen statt. Zwischen 17:00 und 20:00 Uhr haben die Teilnehmer hier die Möglichkeit zu letzten Test- und Einstellfahrten. Schon in der Stunde davor sind die Weltmeister unterwegs. Schirmherr Walter Röhrl, Stig Blomqvist und Björn Waldegard haben die Strecke dann für VIP- und Presse-Fahrten für sich allein. Ab 20:00 Uhr lockt das Open-Air-Rallye-Kino mit Kultfilmer Helmut Deimel in die Rallye-Meile nach Daun. Gezeigt werden Filmberichte von der Safari-Rallye, gewürzt mit den launigen Kommentaren von Walter Röhrl, dessen langjährigen Co-Piloten Christian Geistdörfer und weiteren Zeitzeugen der kenianischen Veranstaltung.

Der Freitag beginnt ab 09:00 Uhr mit der öffentlichen technischen Abnahme in der Rallye-Meile. Von 10:00 bis 12:00 Uhr lockt dann die Autogrammstunde mit allen Fahrer-Stars rund um Doppel-Weltmeister Walter Röhrl. Passend zum diesjährigen Motto ´Safari-Special´ steht beim Eifel Rallye Festival mit der BOSCH Super Stage ab 14.30 Uhr erstmals eine Schotterprüfung auf dem Fahrplan. Bei der Schotterfahrt über eine Sprungkuppe, durch eine Wasserdurchfahrt und eine Driftkurve ist vor allem die ´Safari-Gruppe´ mit 18 Original-Fahrzeugen der Safari-Rallye in ihrem angestammten Element. Von den ausgeschilderten Zuschauerplätzen sind die Fahrzeuge auf dem Rundkurs dabei gleich mehrmals zu sehen und vor allem auch zu hören. Der traditionelle Rundkurs Hilgerath mit der Ortsdurchfahrt Sarmersbach beginnt ab 19:50 Uhr.

Safari-Special auf der Bosch Super Stage
Safari-Special auf der Bosch Super Stage
© ADAC
Samstag früh stehen jeweils zwei Durchfahrten der Wertungsprüfungen ´Risselberg´ und ´Mantaloch´ auf dem Programm, am Nachmittag konzentrieren sich die Fans auf die Zuschauerplätze der Wertungsprüfungen ´Wachholderheide Demerath´ und ´Lehwald´. Zwischendurch lockt immer wieder die Rallye-Meile in Daun mit ihren Ausstellungen und ab 19.00 Uhr mit der abschliessenden Rallye-Party.

Kurzfristig gab es noch ein weiteres Highlight in der Vorauswagengruppe. "Jockel" Winkelhock wird mit Dr. Andreas Scheuer, dem parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, das Auto fahren, mit dem Walter Röhrl seine ersten internationalen Erfolge feierte. Es handelt sich um einen Werks Opel Ascona A, Gruppe 2 von 1974. Winkelhock pilotiert somit das Auto aus der Europameisterschaft 1974, das sich noch heute in Besitz von Opel befindet und das in der Eifel wieder im gepflegten Drift bewegt werden wird. Walter Röhrl und Co Jochen Berger gewannen gegen starke Konkurrenten die Rallye-Europameisterschaft 1974. Da es damals noch keine Fahrer-Weltmeisterschaft gab, war dieser EM-Titel die höchste Auszeichnung für einen Fahrer im Rallyesport.

Bei der Festival-Premiere im Vorjahr sassen der zweifache deutsche Rallye-Meister Harald Demuth (1982 und 1984) und Wolfgang H.

SMS-Voting mit attraktiven Preisen für Teilnehmer und Fans
SMS-Voting mit attraktiven Preisen für Teilnehmer und Fans
© ADAC
Inhester (Meister 1980 als Co von Achim Warmbold) erstmals gemeinsam in einem Auto, nachdem sie dreissig Jahre zuvor erbitterte Gegner im Kampf um die Deutsche Rallyemeisterschaft waren. Bereits auf der Zielrampe in Daun trafen beide per Handschlag eine feste Verabredung: „Wir gehen auch 2012 wieder gemeinsam an den Start!“ Sie haben Wort gehalten. War es 2011 noch ein 1982er Audi quattro aus dem Besitz von Roger Lötzner, so bringen Demuth/Inhester diesmal einen - von Oldtimer-Restaurateur Mechatronik (Pleidelsheim) betreuten - Mercedes-Benz 500 SLC in die Eifel.

Skoda-Youngster Sepp Wiegand reist direkt vom IRC-Lauf in Rumänien an. Bei seiner Fahrt im VW Golf G60 (Erwin Weber, Australien 1990) hört er die Streckenansagen von einer bekannten Stimme: Vater Carsten Wiegand, den er schon als Dreijähriger bei der Streckenbesichtigung auf der Rückbank des Autos begleitete, sitzt in der Eifel auf dem ´heissen Sitz´.

ADAC / J Patric