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Rallye-Legende Walter Röhrl (69) eröffnet am Freitag um 15:50 Uhr die ADAC-3-Städte-Rallye
© ADAC Motorsport | Zoom

ADAC-3-Städte-Rallye: Rallye-Legende Walter Röhrl fährt für den guten Zweck

(Speed-Magazin.de) Rallye-Legende Walter Roehrl (69) eroeffnet am Freitag um 15:50 Uhr die ADAC-3-Staedte-Rallye mit einem Porsche Turbo S (580 PS) als Vorauswagen. Fuenf Co-Pilotenplätze wurden zu Gunsten der Stiftung KinderHerz versteigert. Der Sitz für die erste Wertungspruefung war fuer einen Leser der Passauer Neuen Presse reserviert. Bei dieser Verlosung haben 1000 Teilnehmer mitgemacht. Gewonnen hat der 15-jaehrige Philipp aus Hebertsfelden, seine Mama Angelika hatte fuer ihn angerufen.

"Er fährt selbst Kartslalom - das wird ein Erlebnis, das er nie vergisst." Der PNP gestiftet hat den Platz die Firma aruma, die Antirutschmatten für Kofferräume herstellt, und dafür 1500 Euro überwies. Weitere vier Plätze gingen für 1075 Euro, 4075 Euro, 675 Euro sowie 1050 Euro an Rallye-Fans mit einem großen Herz für kleine Kinder. Insgesamt sind so bei der Auktion für die Stiftung KinderHerz über 8375 Euro zusammengekommen.

Röhrl: "Geld geht dahin, wo es am nötigsten ist"

Herr Röhrl, sind Sie zufrieden mit dieser Summe?
Röhrl: Ja, sehr. Ich war seit 1987 nicht mehr bei der 3-Städte-Rallye - und mach das heuer auch nur, weil es hier um eine wirklich gute Sache geht. Dieses Geld kommt 1:1 dort an, wo es am nötigsten gebraucht wird. Das ist klasse!

Auf was dürfen sich Ihre Co-Piloten einstellen?
Röhrl: Sie dürfen schon ganz normal frühstücken, das wird alles halb so wild. Aber wir werden schon Spaß haben, wenn ich mal aufs Gas drücke. Der Porsche schafft es von 0 auf 100 km/h in 2,9 Sekunden.

Die 3-Städte-Rallye meldet mit 130 Startern einen Nennrekord. Geht es mit dem Rallyesport wieder aufwärts?
Röhrl: Das ist eine sehr positive Entwicklung. Die Maßnahmen, gerade auch durch den ADAC in der Talentförderung, tragen Früchte. Motorsport ist teuer geworden. Da ist es ungemein schwer, sich nach oben zu kämpfen. Aber vor allem Rallye ist ein ungemein schöner Sport. Dabei lernt man, sein Fahrzeug zu beherrschen, gerade auch im normalen Straßenverkehr. Ich kann mich allein bei mir an fünf Situation erinnern, bei denen ich durch meine Rallye-Erfahrung nicht in einen schweren Unfall verwickelt worden bin.

Gas geben und mit dem Herzen handeln: Das ist die Stiftung KinderHerz.

Gemeinsam mit Kliniken für herzkranke Kinder in ganz Deutschland entwickelt die Stiftung KinderHerz zunächst Förderideen und daraus wiederum nachhaltige Projekte - Projekte zum Wohle von Kindern mit Herzfehlern. Jedes Jahr kommen 7000 Säuglinge mit einem Herzfehler zur Welt - nur durch perfekte, aber eben auch teure Hilfe können viele von ihnen gerettet werden. Die Stiftung KinderHerz will Interessen-vertreter, Sprachrohr und Mittler der Betroffenen sein. Durch gezielte Aktionen klärt sie über die Häufigkeit der oftmals komplizierten Herzfehler bei Kindern auf. Dabei arbeitet die Stiftung mit Unternehmen und prominenten Helfern zusammen, durch die eine noch breitere Öffentlichkeit erreicht werden soll. "Gemeinsam machen wir aufmerksam auf die großen Chancen, die neue Lösungsansätze in der Kinderherz-Chirurgie und der Kinderkardiologie für die kleinen Patienten und ihre Familien bieten", sagt Stiftungsvorsitzende Sylvia Paul. Dies hat auch Rallye-Legende Walter Röhrl und Porsche überzeugt, nachdem Stiftungsbotschafterin und Ex-Rennfahrerin Lili Reisenbichler den Kontakt geknüpft hatte.

ADAC Motorsport / DW