Anzeige

Oldtimer fahren von Kiel nach München
© AFP/SID/SEBASTIEN BOZON | Zoom

50 Jahre danach: Olympia-Rallye feiert Revival - mit Röhrl

Fast auf den Tag 50 Jahre nach der Olympia-Rallye machen sich am Montag rund 200 Oldtimer auf den Weg von Kiel nach München.

Köln (SID) - Von den Segelrevieren in Kiel bis zum Olympiastadion in München: Fast auf den Tag 50 Jahre nach der Olympia-Rallye machen sich am Montag rund 200 Oldtimer erneut auf den Weg von der Küste in die bayerische Landeshauptstadt. Sechs Tage lang geht es beim Revival über 2252 km in Richtung Alpen.

Tagesziele der "Oldtimer-Gleichmäßigkeitsfahrt" sind unter anderem Wolfsburg, Köln und Regensburg. Am Lenkrad eines Mercedes Benz 190 SL aus dem Jahr 1960 sitzt in Norbert Wagner (Segeln) auch ein Teilnehmer der Sommerspiele von vor 50 Jahren.

Dieses Mal wird es deutlich gemächlicher zugehen als 1972, als die 3371 km lange Strecke über 62 Wertungsprüfungen in halsbrecherischem Tempo in nur fünf Tagen bewältigt wurde - lediglich zwischen dem zweiten und dem dritten Tag gab es eine Übernachtungspause.

Nebenbei war die Rallye vom Norden in den Süden die Geburtsstunde der internationalen Karriere eines gewissen Walter Röhrl, der im privaten Ford Capri lange um die Führung kämpfte und erst kurz vor dem Ziel aufgeben musste. "Die Olympia-Rallye war die tollste und schönste Rallye, die Deutschland jemals sah und wohl jemals sehen wird", resümierte der zweimalige Weltmeister zuletzt. Der mittlerweile 75 Jahre alte Regensburger will auch beim Revival dabei sein und im Verlauf zehn verschiedene Fahrzeuge pilotieren.

Den Sieg bei der Olympia-Rallye 1972 holte sich übrigens der Franzose Jean-Pierre Nicolas. Bekannter ist heute sein damaliger Co-Pilot Jean Todt, der knapp 25 Jahre später als Teamchef Michael Schumacher zu Ferrari lotste und bei den Roten eine große Ära in der Formel 1 prägte.

Auch interessant:
Rallye: WM-Spitzenreiter Rovanperä Zweiter beim Heimspiel
Tänak bei Rallye Finnland weiter in Führung
Tänak übernimmt bei Rallye Finnland die Führung

© 2022 Sport-Informations-Dienst, Köln