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Mit 2 Podiumsplätzen eroberte er die Spitze
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Renault Clio Cup: Tabellenführung für Marc-Uwe von Niesewand im Clio Cup

(Speed-Magazin) Drei und zwei ist eins - diese Rechnung ging für den Lohmarer Marc-Uwe von Niesewand am vergangenen Wochenende tatsächlich auf! Im Rahmenprogramm der Deutschen Tourenwagen Masters (DTM) fuhr der 29-jährige Rennfahrer auf dem österreichischen Red-Bull-Ring vor fast 50.000 Zuschauern mit einer starken kämpferischen Leistung in beiden Wertungsläufen des Renault Clio Cup Bohemia auf das Siegerpodest und konnte insgesamt 44 weitere Zähler zu seinem Meisterschaftskonto hinzufügen. Damit setzte sich von Niesewand an die Spitze der Fahrerwertung des Markenpokals und führt nach fünf von 13 Rennen mit 99 Punkten vor dem Schweizer Daniel Hadorn (90 Zähler) sowie seinem Teamkollegen Dino Calcum aus Bochum mit 86 Zählern die Tabelle an.

"Intelligent fahren, Ankommen und Punkte sammeln"
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Bereits im freien Training zeigte Marc-Uwe der Konkurrenz, dass an diesem Wochenende mit ihm zu rechnen sein würde. Auf der malerisch gelegenen Berg-und-Tal-Bahn in der Steiermark markier
te er mit seinem Renault Sport Clio RS III Coupé in 1:51,296 Minuten die zweitschnellste Zeit und lag damit nur zwei Zehntel hinter dem Iren David Dickenson. Nachdem es über Nacht heftig geregnet hatte, bot der Asphalt der österreichischen Rennstrecke jedoch zum Qualifying am Samstag Nachmittag nicht mehr so viel Grip wie am Vortag und Marc-Uwe musste sich für den ersten Lauf "nur" mit Startplatz sechs zufrieden geben.

"Nach den Trainingssitzungen der DTM und ihrer Partnerserien gab es viel Gummiabrieb von den Reifen anderer Hersteller auf der Strecke, das führte zu einer sehr wechselhaften Straßenlage unserer Autos", erklärte der Rennfahrer aus dem Rhein-Sieg-Kreis. "Aber ich muss zugeben, dass ich meine Leistung diesmal auch nicht optimal auf den Punkt gebracht habe. Einmal war ich im ersten der drei Sektoren sehr schnell, wurde dann aber aufgehalten und ein anderes Mal passte der Speed erst zum Ende meiner fliegenden Runde. Der Platz in der dritten Startreihe geht zwar in Ordnung, aber hundertprozentig zufrieden bin ich nicht."

Marc-Uwe ist von Platz 6 gestartet am Red Bull Ring
Marc-Uwe ist von Platz 6 gestartet am Red Bull Ring
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Als am frühen Sonntag Morgen das erste der beiden Rennen über 17 Runden auf dem 4,326 km langen Red-Bull-Ring freigegeben wurde, erwischte von Niesewand einen relativ guten Start und konnte sich bereits in den ersten Runden um eine Position verbessern. Im sechsten Umlauf gelang es ihm, gleich zwei Konkurrenten auszubremsen und nach zehn gefahrenen Runden lag er als Dritter auf Podiumskurs. "Zum Schluss war ich ganz dicht an den beiden Führenden dran, aber ich wollte nicht zu viel riskieren. Intelligent fahren, Ankommen und Punkte sammeln war meine Taktik - und die ist auch voll aufgegangen", strahlte der Rheinländer nach der Siegerehrung.

Marc-Uwe auf Platz 3 in Spielberg
Marc-Uwe auf Platz 3 in Spielberg
© Pitwall Media
Für den zweiten Durchgang wurde wie an jedem Rennwochenende des Renault Clio Cup Bohemia reglementbedingt die Startreihenfolge an der Spitze umgedreht. Das Los fiel diesmal auf die Zahl Sieben, sodass Marc-Uwe nicht vom dritten Platz sondern als Fünfter in dieses Rennen gehen musste. Doch auch diesmal zeigte der gebürtige Adenauer wieder großen Kampfgeist, schob sich Platz für Platz nach vorne und lag nach vier Runden bereits an der dritten Stelle. Im weiteren Verlauf des Rennens folgte er seinem Teamkollegen Dino Calcum im zweiten Auto des Teams Schläppi Racing wie ein Schatten und als der Führende in einer langgezogenen Kurve neben die Strecke rutschte, zog das Duo an der Spitze unaufhaltsam auf und davon. "Dino und ich sind heute ein fehlerfreies Rennen gefahren und ich freue mich sehr, dass wir unserem Teamchef Mathias Schläppi hier in Österreich einen Doppelsieg schenken konnten. Da es in der Schweiz keine Rundstrecken-Rennen gibt, ist das für die Mannschaft ja fast so etwas wie ein Heimspiel."

Noch größer war der Jubel wenig später, als die Punkte zusammengezählt waren und Marc-Uwe erfuhr, dass er die Führung in der Meisterschaft erobert hatte. Um die zu verteidigen, muss der Rheinländer jetzt allerdings zunächst einmal sechs Wochen warten, denn erst am 21. Juli stehen auf dem Grand Prix-Kurs des Nürburgrings im Rahmen der Langstreckenmeisterschaft die beiden nächsten Wertungsläufe auf dem Programm.

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