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Marc Uwe mit einem Sieg und einem zweiten Platz
© Pitwall | Zoom

Renault Clio Cup Bohemia 2012: Die Erfolgsserie von Marc-Uwe von Niesewand geht weiter

(Speed Magazin) Egal, ob mit Regenreifen oder auf profillosen Slicks, der Lohmarer Rennfahrer Marc-Uwe von Niesewand liess sich von den wechselhaften Witterungsbedingungen auf dem Nürburgring zu keinem Zeitpunkt beeindrucken und drückte auch der vierten von sieben Saisonveranstaltungen des Renault Clio Cup Bohemia 2012 seinen Stempel auf. Mit einem Sieg sowie einem zweiten Platz in den beiden Wertungsläufen des vergangenen Wochenendes baute der Pilot des Schweizer Teams Schläppi Race-Tec seinen Vorsprung in der Meisterschaft weiter aus und führt nun mit 155 Punkten die Fahrerwertung recht komfortabel vor dem Polen Jan Kisiel (118) sowie Daniel Hadorn aus der Schweiz mit 110 Zählern an.

Das Gastspiel auf dem Nürburgring war für von Niesewand so etwas wie ein zweites Heimrennen, denn als gebürtiger Adenauer erblickte er nur wenige Kilometer von der Traditionsstrecke entfernt das Licht der Welt und noch immer drücken ihm viele Motorsportfans aus der Eifel bei allen Renneinsätzen besonders kräftig die Daumen. Entsprechend motiviert ging der 29-jährige dann auch am Freitag Mittag ins Zeittraining und markierte bereits in seiner zweiten schnellen Runde mit 1:44,319 Minuten die Bestzeit. "Mein Auto lag perfekt und ich war auf Anhieb so schnell, dass ich schon nach wenigen Minuten zurück an die Box fahren und meine Reifen schonen konnte", freute sich das Mitglied des MSC Wahlscheid. "Ich wartete dann noch den Rest des Qualifyings ab, aber es schaffte keiner mehr, meine Rundenzeit zu unterbieten."

Von der Pole Position aus gelang Marc-Uwe ein Bombenstart ins erste der beiden Sprintrennen auf der 3,629 km langen Kurzanbindung des Nürburgrings und in der Folge konnte er sich auf zunächst trockenem Asphalt um bis zu vier Sekunden von seinen Verfolgern absetzen. Erst in der Schlussphase, als es wieder einmal zu regnen begann, wurde es an der Spitze noch einmal eng. "In den letzten beiden Runden wurde es noch einmal richtig nass und da bin ich vielleicht etwas zu vorsichtig gefahren, sodass mein Teamkollege Dino Calcum und die anderen Verfolger wieder aufschließen konnten. Ich habe aber die letzte Schikane früh genug angebremst und konnte sauber durchfahren, während die anderen durch die Wiese gerutscht sind. Danach hatte ich den Sieg sicher!"

Am Samstag fehlte von Niesewand leider ein wenig das nötige Losglück, denn für die Anzahl der Piloten, welche gemäß Reglement in umgekehrter Reihenfolge in den zweiten Lauf gehen müssen, wurde die größtmögliche Zahl 10 gezogen und Marc-Uwe damit bis in die fünfte Startreihe zurückversetzt. Der Diplom-Wirtschaftsingenieur ließ sich dadurch jedoch ebenso wenig entmutigen wie von dem erneut einsetzenden Regen. Am Start blieb er mit seinem Renault Sport Clio III RS ganz weit außen und hielt sich so aus den üblichen Rangeleiern in der ersten Kurve heraus. Dann kämpfte sich der Rheinländer Platz für Platz nach vorne und fand sich schon nach dem ersten Renndrittel an der zweiten Position wieder. "Jan Kisiel hatte zu diesem Zeitpunkt einen sehr großen Vorsprung, doch ich schaffte es bis kurz vor Schluss, ganz dicht an ihn heranzufahren", berichtete von Niesewand hinterher. "Ich wartete dann auf eine Chance zum Überholen, aber Jan fuhr absolut fehlerfrei und so zog ich es vor, die Punkte für den zweiten Platz sicher ins Ziel zu bringen."

Pitwall / J Patric