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Sean bei der Schulung junger Porsche-Fahrer im Jahr 2013 in Hockenheim
© N/A | Zoom

Sean Edwards Foundation startet am ersten Todestag bedeutende Sicherheits-Initiativen - Aktion Hashtag jump4SEF

(Speed-Magazin.de / Sean Edwards Foundation) SEF-Initiativen sollen Fahrer- und Rennstreckensicherheit verbessern. Heute (15. Oktober) vor einem Jahr verlor der Profirennfahrer Sean Edwards auf dem Queensland Raceway, Australien, sein Leben. Nun unternimmt die Stiftung, die seinen Namen trägt, einen neuen Anlauf, eine ganze Reihe von Sicherheitsinitiativen im gesamten Motorsport und darüber hinaus umzusetzen. Prinzipiell handelt es sich dabei um Lobbyarbeit bei wichtigen Entscheidungsträgern und Meinungsmachern auf nationaler und internationaler Ebene. Dabei geht es um die Annahme von Vorschlägen, die seitens der Sean Edwards Stiftung für unerlässlich gehalten werden, wenn künftig jene Konsequenzen vermieden werden sollen, die zur Gründung der Charity geführt haben.

Die Welt des Motorsports wird aufgefordert, sich an #jump4SEF zu beteiligen.

SEF-Initiativen sollen Fahrer- und Rennstreckensicherheit verbessern: Für diesen Zweck hat SEF drei bedeutende Initiativen konzipiert, die dazu dienen sollen, die fahrerischen Qualitäten der Piloten auf allen Ebenen des internationalen Motorsports zu verbessern. Zunächst wird sich die Aufmerksamkeit auf den Sean Edwards Test (SET), Fast Track sowie die Hilfe nach Unfällen konzentrieren.   Sean Edwards Test: Zur Zeit gibt es im Rahmen des Motorsport-Trainings keinerlei Kurs oder Test zum Thema Sicherheitsbewusstsein. SEF will das ändern, um jungen Anfängern, Amateuren und Herrenfahrern dazu verhelfen, die Bedeutung der Rücksicht auf die persönliche Sicherheit im Rennsport zu erkennen.  

Nur diejenigen sollten eine Rennfahrerlizenz erhalten, die zuvor SET – bestehend aus einer Simulatorsitzung, Anleitung durch professionelle Rennfahrer sowie Schulung durch echte Fallgeschichten und echte Onboard-Videoszenen – absolviert haben. Zusätzlich ist zu hoffen, dass die erfolgreiche Teilnahme an SET automatisch zu reduzierten Versicherungskosten führt.  

Fast Track: Eine von Seans Leidenschaften war es, aufstrebende und talentierte Fahrer anzuleiten. Fast Track wird damit Seans Vermächtnis – die Kombination aus Geschwindigkeit, Sicherheit und dem Streben nach Erfolg – mit Leben erfüllen. Wird sich darum bemühen, junge und talentierte Fahrer zu finden, die normalerweise wohl kaum die Aufmerksamkeit existierender Ausbildungsprogramme wecken würden. Forschung unter dem Dach der Motorsportgemeinschaft wird dazu beitragen, jene Schlüsselattribute zu definieren, die SEF vorschweben. Auf genau diese wird es dann bei der Auswahl der Fahrer ankommen.   Fahrer, die die gewünschte Einstellung, das Talent und die erwähnten Attribute unter Beweis stellen, werdeni mit der „Sean Edwards Memorial Trophy“ ausgezeichnet.  

Unfallhilfe: SEF wird in Verbindung mit führenden Sporthochschulen Reha-Zentren entwickeln, die verletzten Rennfahrern nach Unfällen beistehen sollen. Die Stiftung wird als Koordinator und Moderator fungieren, wenn es darum geht, Fahrern bei der Überwindung körperlicher Verletzungen, psychischer Beeinträchtigungen und finanzieller Probleme zu helfen.  

Künftige Initiativen werden auch Verbote von offenen Sturzhelmen und ungeeigneten Beifahrersitzen sowie die Förderung von Sicherheitszellen einschließen. Außerdem wird Lobbyarbeit betrieben.  

#jump4SEF
Zwölf Monate nach Seans tödlichem Unfall bittet die Stiftung die Motorsportwelt heute mitzumachen und sich an #jump4SEF zu beteiligen, um damit ein Zeichen zu setzen, die SEF-Initiativen zu unterstützen.
 

Hierfür ist es lediglich erforderlich, im Zusammenhang mit dem Hashtag ein Foto an Twitter oder Instagram zu posten, das Sie bei einem Sprung zeigt. Das hat für die Stiftung eine ganz besondere Bedeutung, weil Sean nach Siegen auf dem Podest immer einen Freudensprung vollführte.  

Daphne McKinley, Seans Mutter und Gründerin sowie Vorsitzende von SEF, sagte: „Aus offensichtlichen Gründen ist dies ein unglaublich wichtiger Tag für die Stiftung. Wir wollen allerdings mehr, als nur auf den ersten Jahrestag des Todes von Sean aufmerksam machen. Aufgrund der persönlichen Erfahrung und nachfolgenden Gesprächen mit diversen Vertretern der Industrie wurde deutlich, dass viel mehr getan werden sollte, um Fahrern bezüglich der potenziellen Gefahren durch Schulung die Augen zu öffnen. Außerdem geht es um positive Veränderungen der Branche als Ganzem.  

„Sean war so kritisch wie jedermann, wenn es um das Thema Sicherheit während der Ausbildung ging, musste aber dennoch den höchsten Preis zahlen. Ich weiß, dass viele Fahrer ebenso denken, aber es bedarf der gemeinsamen Mitwirkung aller Beteiligten – Rennstreckeneigner, Promotors, Organisatoren, Hersteller und Verbände –, um eine wirkliche Veränderung zu erreichen. Hoffentlich wird die Arbeit der SEF als Katalysator wirken.“  

Ausführliche Informationen über die SEF-Sicherheitsinitiativen sowie über die Stiftung selbst finden Sie auf der komplett neuen Website www.seanedwardsfoundation.com .

Über die Sean Edwards Stiftung: Von seiner Mutter Daphne gegründet, will die Sean Edwards Stiftung Initiativen umsetzen, die sich dafür einsetzen, das Sicherheitsbewusstsein der Fahrer im Motorsport zu verbessern. Motorsport ist von Natur aus gefährlich. Während das Bemühen um verbesserte Sicherheitsstandards bezüglich der Technik und der Abläufe fortgesetzt wird, bleibt der entscheidende Faktor seit einem Jahrhundert unverändert: Der  Mensch hinterm Lenkrad.   Es geht um ein neues Bewusstsein der Fahrer und ihrer mentalen Einstellung bezüglich der Rennen und der Ausbildung. Mit ihrer Kampagne will SEF für eine größere Wertschätzung der Faktoren persönliche Sicherheit und Verantwortung sorgen.  

Über Sean: Der Profi-Rennfahrer Sean Edwards zog sich tödliche Verletzungen zu, als am 15. Oktober 2013 auf dem Queensland Raceway, Australien, der Fahrer einen schweren Unfall verursachte, den Sean als Ausbilder begleitete. Er war gerade einmal 26 Jahre alt.   Zum Zeitpunkt seines Todes führte Sean – bei einem ausstehenden Meisterschaftslauf - das Zwischenklassement des Porsche Supercup an. Im selben Jahr wurde er - als erst dritter Brite überhaupt - Gesamtsieger des 24-Stunden-Rennens auf dem Nürburgring. Zu seinen Leistungen gehören auch zwei Siege des 24-Stunden-Rennens von Dubai sowie der Gewinn der FIA GT3-Europameisterschaft im Alter von 19 Jahren.

 

Raphael Berlitz