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Ayhancan Güven (TR), Porsche Mobil 1 Supercup, Silverstone 2020
© Porsche | Zoom

Porsche Mobil 1 Supercup: Porsche-Junior Ayhancan Güven meldet sich mit Poleposition zurück

Porsche-Junior Ayhancan Güven (Türkei/Martinet by Alméras) hat zumindest im Qualifying die Silverstone-Dominanz der beiden Niederländer Larry ten Voorde und Max van Splunteren (beide GP Elite) geknackt. Güven sicherte sich die Poleposition für den fünften Lauf des Porsche Mobil 1 Supercup, das zweite Rennen innerhalb von acht Tagen auf der britischen Traditionsrennstrecke. Ten Voorde und Rookie Van Splunteren, die am vergangenen Wochenende an selber Stelle einen Doppelsieg herausfuhren, gehen am Sonntag von Startposition zwei und drei ins Rennen. Tabellenführer Dylan Pereira (Luxemburg/BWT Lechner Racing) erzielte mit dem 485 PS starken Porsche 911 GT3 Cup die viertschnellste Qualifikationszeit.

„Diese Poleposition habe ich meinem Renningenieur und meinen Mechanikern zu verdanken“, betonte Güven, der im ersten Silverstone-Rennen noch mit Position acht zufrieden sein musste. „Zusammen haben wir die vergangenen Tage hart daran gearbeitet, mein Auto gegenüber vergangenen Wochenende zu verbessern.“ Ten Voorde hatte seinerseits eine einfache Erklärung dafür, warum es für ihn dieses Mal nicht zur Bestzeit gereicht hatte: „Ich habe in der entscheidenden Runde zu viele Fehler gemacht.“ Schnellster der Pro-Am-Kategorie war erneut Roar Lindland (Norwegen/Pierre Martinet by Alméras), der von Startplatz 18 ins Rennen geht.

 
 
Güven und Jaxon Evans (Neuseeland/BWT Lechner Racing), die beiden Porsche-Junioren, haben im Porsche Mobil 1 Supercup einen erfahrenen Mann an ihrer Seite: Junioren-Coach Sascha Maassen. Der 50 Jahre alte Deutsche fuhr im Porsche 911 RSR zu mehreren Klassensiegen beim 24-Stunden-Rennen in Le Mans (Frankreich) und beim 12-Stunden-Rennen in Sebring (USA). Er startete früher außerdem im Supercup und gewann zwei Läufe. „Seit 2013 ist es meine Aufgabe, den Porsche-Junioren mit Rat zur Seite zu stehen“, erläutert Maassen. „Hier in Silverstone haben wir wie das Rennwochenende wie jedes Mal mit einer Runde zu Fuß über die Strecke begonnen.“ Dabei geht es dem Coach auch darum, den aktuellen Gemütszustand seiner Schützlinge auszuloten. „Die mentale Unterstützung ist ein sehr wichtiger Teil meines Jobs.“
 
Knifflig wird die Aufgabe für Maassen, wenn es darum geht, Neutralität zu wahren. „Ich verrate keinem der Porsche-Junioren, was ich aus der Datenaufzeichnung des jeweils anderen herauslese. Das erfordert die Fairness gegenüber ihren Teams“, beschreibt er. „Nur wenn mir auf der Strecke etwas auffällt, reden wir darüber.“ So ist in Silverstone die letzte Schikane vor der Rechtskurve auf die Start-Ziel-Gerade eine Schlüsselstelle. „Hier hatten andere Fahrer am Freitag im Freien Training eine bessere Linie. Das war natürlich ein Diskussionspunkt mit Ayhancan und Jaxon“, verrät Maassen. Während Güven diesen Tipp optimal umsetzte und die Bestzeit herausfuhr, haderte Evans mit sich selbst. „Am Auto hat’s nicht gelegen, ich habe zu viele Fehler gemacht.“ Der Neuseeländer, letzten Sonntag starker Dritter, qualifizierte sich nur für die achte Startposition. „Erneut aufs Podium zu fahren, wird sehr, sehr schwierig.“

Porsche / DW