Klasse Erfolg im 8h Suzuka: für BMW auf Platz 3. Erster Hersteller aus Europa der in Suzuka auf das Podium fahren kann!
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FIM EWC WM 8h Suzuka Ergebnis: Honda Triumph! BWM feiert!

(Bericht von Hartmut Reuschel / Ergebnis und WM Stand FIM EW Langstrecken WM 8h Suzuka 2026)  Das Ergebnis der 8-Stunden Suzuka hätte anders ausgehen können, denn der erhoffte Showdown gegen Ende wurde durch das Safety-Car verhindert. Honda HRC fuhr damit einem relativ unspektakulären Sieg entgegen. Takumi Takahashi hatte somit seinen 8.Triumph bei den 8h von Suzuka. Doch auch Yamaha profitierte von den langen SC-Phasen mit einem 2.Platz: Der eigentlich geplante zusätzliche Boxenstop konnte vermieden werden, weil der Sprit bis zum Schluss reichte. 
Die WM-Chance für BMW ist nach wie vor durch den 3.Platz am Tablett - und in Suzuka gelang BMW Nr.37 sogar ein Eintrag in die Geschichte: Zum ersten Mal hat es ein europäischer Hersteller bei einem Langstrecken-Klassiker geschafft aufs Podium zu fahren! Diese Punkte sind möglicherweise ausschlaggebend im Kampf gegen Titelverteidiger YART.

FIM EWC 8h-Suzuka Ergebnis: Honda vor Yamaha und BMW

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FIM-EWC Langstreckenweltmeisterschaft - Die 8 Stunden von Suzuka


Starkes Training, frühes Aus im Rennen. Marc VDS Yamaha mit De Puniet, Marino, Delbianco moto-foto Hartmut Reuschel
© moto-foto Hartmut Reuschel / Starkes Training, frühes Aus im Rennen. Marc VDS Yamaha mit De Puniet, Marino, Delbianco


Honda triumphiert und BMW feiert !

Die Langstrecken Weltmeisterschaft für Motorräder EWC feierte mit den 8 Stunden von Suzuka ihren Saisonhöhepunkt im fernen Japan. Das Rennen in Suzuka ist das, was bei den Kollegen auf 4 Rädern in der Langstrecke die 24 Stunden von Le Mans sind - Saisonhöhepunkt und Wunschtraum von Fahrern, Teams und Herstellern, einmal dieses Rennen zu gewinnen.

In Japan sind die 8 Stunden Suzuka extrem populär, alle 4 japanischen Hersteller – Honda, Kawasaki, Suzuki und Yamaha – bringen zum Rennen zusätzlich zu den in der WM fest eingeschriebenen Motorrädern speziell für Suzuka entwickelte und aufgebaute Rennmaschinen, die nur dieses eine Rennen im Jahr an den Start gerollt und von hochkarätigen Fahrern aus der MotoGP, der Superbike-Weltmeisterschaft oder den entsprechenden Landesmeisterschaften gefahren werden.

Zu dem üblichen in der Langstrecken-WM gezahlten Preisgeld gibt es in Japan durch den Hauptsponsor Coca Cola noch ein Extra Preisgeld von über 20 Millionen Yen (umgerechnet ca. 120.000 €) - das ja nach Platzierung an die Teams ausgezahlt wird.

Noch wichtiger - zumindest für die Hersteller - ist jedoch die Tatsache, dass für dieses eine Rennen der alte amerikanische Spruch „Win on Sunday, Sell on Monday" gilt, wonach die Verkaufszahlen der Sieger Maschine in Japan tatsächlich in den Tagen nach dem Event deutlich ansteigen sollen.

Mit MotoGP-Pilot Jack Miller, Jonathan Rea, 6-facher Superbike Weltmeister, Andrea Locatelli aus der Superbike-WM und Corentin Perolari aus der Supersport-Weltmeisterschaft haben sich auch in diesem Jahr die japanischen (Werks)-Teams mit bekannten Fahrern aus der Motorrad Weltmeisterschaft verstärkt.

Gemeldet war zudem noch der letztjährige Gewinner, MotoG-Pilot Johan Zarco, der jedoch verletzungsbedingt absagen musste. Wie besonders die 8 Stunden von Suzuka in Japan sind, geht schon aus der Starterliste hervor. Von den 50 Maschinen, die am Sonntagvormittag um 11:30 Uhr Ortszeit (04:30 MEZ) auf die Strecke gingen waren ganze 34 Stück Spezialanfertigungen - 16x Honda, 7x Yamaha, 3x Kawasaki, 3x Suzuki, 4x BMW und 1x Aprilia - die entweder von den Werken direkt, von bekannten Tunern oder im Fall von BMW und Aprilia von den japanischen Landesimporteuren eigens für Suzuka aufgebaut wurden.

Die restlichen 16 Maschinen waren Permanentstarter aus der EWC, darunter die amtierenden Weltmeister YART mit dem Deutschen Marvin Fritz, das BMW Werksteam mit Markus Reiterberger oder ERC Endurance aus Karlsruhe für die mit Marcel Schrötter ein weiterer Deutscher fährt.

Das 8h-Rennen war ein 8 Stunden Regen in Suzuka – auch für Marvin Fritz #1
© FIM EWC - Das 8 Stunden Rennen war ein 8 Stunden Regen in Suzuka – auch für Marvin Fritz #1


Wetterkapriolen beeinflusst Startaufstellung, Honda holt Pole


Sehr zum Leidwesen der Fans an der Strecke musste das sogenannte Top-10-Trial, bei dem die 10 Trainingsbesten in einem Einzel-Zeitfahren die Startaufstellung ausfahren, auf Grund nasser Streckenbedingungen abgesagt werden. So ergab sich der Grid aus dem Zeittraining vom Freitag Nachmittag, in dem sich Jonathan Rea, Takumi Takahashi und Somkiat Chantra mit der Durchschnittszeit von 2:04.736 Minuten die Pole Position auf der Werkshonda #21 sicherten.

Die Werks-BMW #37 platzierte sich auf P2 vor der Marc VDS Yamaha-R1 #99 . Die Weltmeistertruppe von YART stellte ihre Yamaha-R1 auf Platz 4, MotoGP Pilot Jack Miller brachte zusammen mit Locatelli und Nakasuga eine weiter Werks-Yamaha auf die 5. Position.

SERT Yoshimura Suzuki blieb hinter den eigenen Erwartungen zurück und stellte die Suzuki GSXR1000R nur auf Platz 8, hinter 2 weiteren vom Werk unterstützten Hondas CBR1000RR von F.C.C. Honda und dem Japanischen Team Astemo Pro SI Racing.


Die 8 Stunden von Suzuka werden zum Regenrennen


Das Wetter beeinflusste dann eines der größten Rennen die es in Japan gibt massiv. Im Endeffekt sorgte es sogar für eine Entscheidung der Rennleitung, die nach der Zieldurchfahrt mehr als kontrovers von den Teilnehmern diskutiert wurde.

Um 11:30h Ortszeit erfolgte der Le Mans Start der 50 Teams, den Gregg Black von SERT Yoshimura Suzuki am besten erledigte und direkt die Führung übernahm. Die nasse Piste und der angekündigte Dauerregen hielt nicht alle Teams davon ab zunächst einmal mit etwas Zurückhaltung das Rennen anzugehen.

Prompt kam dann bereits sehr früh im Rennen die Marc VDS Yamaha mit Florian Marino zu Sturz, was dem Team gleichzeitig alle Chancen auf eine gute Platzierung nahm. 40 Minuten Reparaturzeit liessen die Yamaha#99 ans Ende es Feldes rutschen.

Die werksunterstützte BMW von Auto Race Ube #76 lag nach der ersten Stunde in Führung, die Werkshonda mit #30 folgte dahinter. Mit nur wenig Abstand folgten dann die Teams, die zusammen mit der Honda die Geschichte dieses 8h Suzuka Langstrecken Rennens schrieben –

- BMW #37 mit Reiterberger, van der Mark, Odendaal,
- Yamaha #21 mit Miller, Locatelli, Nakasuga,
- YART Yamaha mit Fritz, Hanika, Mercado und die
- SERT Yoshimura Motul Suzuki mit Black, Linfoot, Atsumi.

Mit der Rennlegende Jonathan Rea - 6-facher Superbike Weltmeister - und dem erfahrenen Japaner Takumi Takahashi übernahm dann die Honda #30 zu Beginn der zweiten Rennstunde die Führung. Sie konnte den Premiumplatz trotz wechselnder Witterungsbedingungen, unterschiedlicher Boxenstrategien der Teams und zweier Safety Car Phasen bis in die letzte Rennstunde verteidigen.

In der letzten Rennstunde kamen die Fans an der Strecke dann ( beinahe ) voll auf ihre Kosten, was Spannung und Dramatik anbelangt.

8h Suzuka: Rennleitung verhindert ein spannendes Finale

 

Somkiat Chantra kam beim Siegerteam HRC Honda nur im Training zum Einsatz, das 8h-Rennen Suzuka fuhren J.Rea und T. Takahashi nur zu zweit
© moto-foto Hartmut Reuschel / Somkiat Chantra kam beim Siegerteam HRC Honda nur im Training zum Einsatz, die 8h-Suzuka fuhren J.Rea und T. Takahashi nur zu zweit



An der Spitze gab es zwischen der Honda und der Yamaha #21 mit Locatelli und Miller den Kampf um den Sieg, mit knapp einer Minute Abstand dahinter dann der Kampf um Platz 3 zwischen der BMW #37, YART Yamaha #1, BMW #76 und SERT Yoshimura Motul #12. Sekunde um Sekunde schoben sich die Kontrahenten auf der Piste näher zusammen, das Quartett im Kampf m Platz 3 hatte bereits Sichtkontakt untereinander, an der Spitze lagen die Honda und die Yamaha nur noch 14 Sekunden ausseinander wobei Locatelli / Yamaha deutlich auf Takahashi / Honda aufholte.

Durch die hereinbrechende Dunkelheit und den stärker werdenden Regen steuerten die 8 Stunden von Suzuka auf ein Herzschlagfinale zu, als 32 Minuten vor Rennende eine weitere Safety Car Phase von der Rennleitung durchgeführt wurde und das Rennen damit schlagartig auseinander gerissen wurde.

Die beiden Safety Cars kamen so unglücklich (böse Stimmen meinen unprofessionell) auf die Strecke, dass sie das Feld in 2 Gruppen einteilten.

Vorn die Gruppe 1 mit der Werkshonda #30 und einigen überrundeten Fahrern, dahinter die Gruppe 2 mit der Yamaha #21 sowie den 4 Teams, die noch um Platz 3 kämpften. Schlagartig wuchs der Abstand auf 1:30 Minuten zwischen den beiden Gruppen, wodurch die Rennentscheidung zu diesem Zeitpunkt gefallen war.

Da die beiden Fahrzeuge bis zum Rennende auf der Strecke blieben und keine Freigabe mehr erfolgte, wurden die 8 Stunden von Suzuka damit hinter dem Safety Car beendet. Sieger wurden Rea / Takahashi vom Team Honda HRC vor dem Yamaha Factory Racing Team mit Nakasuga / Miller / Locatelli.

Einen großen Erfolg konnte trotz aller Umstände das BMW World Endurance Racing Team einfahren. Der dritte Platz bedeutete nicht nur ein Podium in Japan bei diesem prestigeträchtigen Rennen, es war bei der 47. Ausgabe der 8 Stunden von Suzuka das erste Mal, dass mit BMW ein nicht japanischer Hersteller einen Podestplatz einfahren konnte !

Ergebnis FIM EWC 8 Stunden von Suzuka 2026:



  1. Honda HRC (Rea, Takahashi, Chantra), Honda CBR1000RR-R, 188 Runden
  2. Yamaha Factory Racing (Nakasuga, Miller, Locatelli), Yamaha R1, +1:34,280 Minuten
  3. BMW Endurance (Reiterberger, Odendaal, van der Mark), BMW M1000RR, +1:44,087
  4. YART (Hanika, Fritz, Mercado), Yamaha R1, +3:44,444
  5. AutoRace Ube Racing (Uramoto, Guintoli, Ponsson), BMW M1000RR, +3:46,113
  6. SERT (Black, Linfoot, Atsumi) , Suzuki GSX-R1000R, +2 Runden
  7. Suzuki CN Challenge (Tsuda, Mizuno, Masson), Suzuki GSX-R1000R, +2 Runden
  8. SDG Team HARC-PRO Honda (Kunii, Nagoe, Abe), Honda CBR1000RR-R, +3 Runden
  9. Honda Asia-Dream Racing (Atiratphuvapat, Pawi, Putra), Honda CBR1000RR-R, +4 Runden
  10. Team ATJ (Iwata, Suzuki, Kunimine), Suzuki GSX-R1000R, +4 Runden


WM-Punktestand nach 3 von 4 FIM EWC Läufen 2026:



  1. YART, Yamaha R1 – 112 Punkte
  2. BMW Endurance, BMW M1000RR – 93
  3. SERT, Suzuki GSX-R1000R – 84
  4. Kawasaki Webike, Kawasaki ZX-10RR – 73
  5. Autorace Ube Racing, BMW M1000RR – 60
  6. ERC Endurance, BMW M1000RR – 53
  7. Team Bolliger Switzerland, Kawasaki ZX-10RR – 39
  8. Motobox Kremer, Yamaha R1 – 36
  9. Honda HRC, Honda CBR1000RR-R – 35
  10. Maxxess by BMRT3D, Kawasaki ZX-10RR – 33

 

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