Von den Lowes Brüdern Sam (14) und Alex (22) war Sam diesmal in Assen der bessere mit Podestplätzen in allen 3 Rennen
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Ergebnis Superbike WM Assen: Dominator ist erneut Ducati

(Hartmut Reuschel / Ergebnis Superbike Weltmeisterschaft Runde 3 in Assen / Niederlande) Ducati dominiert die Superbike - WM. Doch bevor die Superbiker auf dem TT - Circuit im niederländischen Assen die 3. Runde des diesjährigen Championats austrugen wurde im Vorfeld von den Verantwortlichen an der Balance der Motorräder nachjustiert. Dahinter liegt der Grundgedanke der Chancengleichheit durch die BoP – Balance of Performance.

Superbike Weltmeisterschaft - Ducati dominiert die Superbike WM


Nach 10 saisonübergreifenden Siegen in Folge durch Nicolo Bulega wurde bei Ducati die Benzindurchflussmenge um 0,5 KG reduziert. Diese Maßnahme wurde von der Konkurrenz mit Wohlwollen zur Kenntnis genommen.

Mit Verwunderung wurde dagegen auf die Anwendung der BoP bei Bimota reagiert. Der Rennstall aus Rimini hat zwar in dieser Saison mit ihren Piloten Alex Lowes und Axel Bassani bereits 3 Podestplätze erreicht, eine Limitierung der Spritmenge ebenfalls um 0,5 KG /Stunde überraschte dann aber im Vergleich zur Siegesserie von Ducati doch.

Mastermind Gigi Dall´Igna links - er gilt als das Gehirn hinter den Ducati Erfolgen
© Hartmut Reuschel  moto-foto / Mastermind Gigi Dall´Igna (links) - er gilt als das Gehirn hinter den Ducati Erfolgen


Freitagstraining: Bulega lässt sich vorerst nicht einbremsen

Die Reduzierung der Benzindurchflussmenge hatte für den WM-Leader Nicolo Bulega nicht die ( von der Konkurrenz ) erhoffte Wirkung. In beiden Trainingssitzungen war der Ducati Werkspilot der Schnellste. Er ließ keinerlei Zweifel aufkommen wer auf der 4,55 KM langen Strecke das Sagen hat. Auch Teamkollege Iker Lecuona war mit den Plätzen 2 und 3 immer bei den Schnellsten.

Bei BMW war das Stimmungsbild dagegen unterschiedlich. Obwohl beide Piloten jeweils einen Sturz zu verzeichnen hatten zeigte Danilo Petrucci einen deutlichen Aufwärtstrend und signalisierte mit den Plätzen 4 und 6 dass er mit der M1000RR immer besser zurecht kommt. Teamkollege Miguel Oliveira war mit den Plätzen 11 und 12 dagegen nicht zufrieden und suchte mit seinen Technikern nach Verbesserungen für die anstehenden Rennen.

Samstag Rennen 1: Ducati Werksteam liefert tolle Show


Bevor es am Nachmittag zum 1. Lauf auf die Strecke ging stand am Morgen zunächst die Superpole auf dem Programm. Bei Ducati konnten die guten Ergebnisse aus den Trainingsläufen bestätigt werden. Bulega holte sich die Pole, Teamkollege Lecuona Platz 3. Dazwischen quetschte sich Sam Lowes vom Team ELF Marc VDS, der damit die Ducati-Startreihe 1 komplettierte.

Als guter Vierter qualifizierte sich BMW Pilot Danilo Petrucci, für die zweite Werks- BMW mit Miguel Oliveira blieb nur Rang 13. Als dann am Nachmittag die Lichter der Startampel ausgingen wollte es Petrucci zu gut machen und legte einen Frühstart hin. Durch die dann fällige Strafe der Rennleitung von einem Double Long Lap Penalty war sein Rennen vorbei, noch bevor es so richtig begonnen hatte.

An der Spitze war zunächst wenig Abwechslung, nachdem die Positionen 1 ( Bulega), 2 ( Lecuona ), 3 ( S. Lowes ), 4 ( Bautista ), 5 ( A. Lowes ) und 6 ( Locatelli ) bezogen waren. Für ein wenig Rennaction sorgten Oliveira und Mackenzie, die sich Platz um Platz nach vorne schoben.

Beste Yamaha war in Assen die von Andrea Locatelli
© Hartmut Reuschel  moto-foto / Beste Yamaha war in Assen die von Andrea Locatelli



Doch als 6 Runden vor Schluss leichter Nieselregen an verschiedenen Streckenabschnitten niederging, war es Iker Lecuona der die Führung an sich riss um dann mit WM-Leader und Teamkollege Bulega ein beinhartes Duell um den Sieg auszufahren. Keiner der beiden Ducati Werkspiloten dachte an Taktik oder Nachgeben, es ging nahezu in jeder Kurve um die Führung.

3 Runden dauerte das Spektakel an, dann hatte Bulega die Hackordnung nach seinem Verständnis wiederhergestellt, übernahm die Führung und baute bis ins Ziel einen Vorsprung von 1,6 Sekunden vor Lecuona auf. Dritter wurde Sam Lowes, womit alle Podestplätze mit Ducati-Piloten besetzt waren (!). Hinter der Bimota von Alex Lowes (5.) und der Yamaha von Andrea Locatelli (6.) brachte Miguel Oliveira die beste BMW auf Platz 7 ins Ziel.

 

Sonntag Superpole Race und Rennen 2:
Die Spannung in der Superbike WM fehlt


Dass die Superbike Weltmeisterschaft nach 2 aufregenden Jahren mit dem Fight BMW gegen Ducati bzw. Razgatlioglu gegen Bulega nach dem Wechsel des BMW-Piloten in die MotoGP an Spannung einbüßen würde, war vorhersehbar. Doch dass sich die WM zu einem Langeweiler entwickelt, ist dann doch für die Fans und auch für die Beteiligten enttäuschend.

Das Resultat vom Superpole Race könnte die Situation in der WM nicht besser beschreiben.

Abklatschen mit dem Seriensieger in der Victory Lane – Nicolo Bulega
© Hartmut Reuschel moto-foto / Abklatschen mit dem Seriensieger in der Victory Lane – Nicolo Bulega



Die ersten 5 Plätze waren eine Kopie von Rennen 1 am Tag zuvor. Es gewinnt wieder Bulega vor Lecuona und S. Lowes, auch Bautista und A. Lowes brachten ihre Plätze 4 und 5 wieder ins Ziel wie am Samstag.

Die beste Yamaha landete erneut auf Platz 6, diesmal nicht mit Andrea Locatelli, sondern mit dessen Teamkollegen Xavi Vierge. Und auch BMW lief wieder auf Platz 7 ein, allerdings war Danilo Petrucci auf der M1000RR der schnellere und nicht Miguel Oliveira wie tags zuvor.

Alle die sich dann doch noch Hoffnungen auf Spannung in Rennen 2 gemacht hatten wurden enttäuscht. Die Piloten zeigten eindeutig dass damit derzeit einfach nicht zu rechnen ist. In einem wenig aufregenden Rennen trafen sich nach 21 Runden wieder die 3 Piloten auf dem Podium, wie schon das ganze Wochenende über.

Ganz oben als Sieger Nicolo Bulega, daneben als zweiter Iker Lecuona und auch der Dritte kannte schon seinen Platz – Sam Lowes.

Alle Podestplätze in den 3 Rennen von Ducatipiloten besetzt, die Kommissare der Balance Regel werden dies eher mit Strinrunzeln zur Kenntnis nehmen. Das Weltmeisterteam BMW brachte mit Petrucci einen 9. und mit Oliveira einen 12. Platz nach Hause und blieben dabei noch hinter den Ducatis der Privatteams Barni – Platz 4 und 5 mit Bautista und Montella sowie Goeleven - Platz 6 mit Baldassari.

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Hartmut Reuschel