Marc Marquez / Lenovo Ducati, holte am Red Bull Ring seinen 6.MotoGP Sieg in Folge - und holte das erste Mal volle Punkte in Spielberg
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MotoGP Österreich Red Bull Ring Ergebnis: Marc Marquez holt zweimal Sieg!

(Ergebnisse MotoGP Red Bull Ring Österreich / Hartmut Reuschel) Die zweite Hälfte der MotoGP Saison startete traditionsgemäß am letzten Wochenende auf dem Red Bull Ring in Österreich. Ging die Action am Freitag mit dem FP1 zwar frühmorgens am Grid los, so sah man auf den Rängen nicht wirklich viel Aktion: Anscheinend waren noch eine Menge MotoGP Fans im Urlaub... Das erste MotoGP Wochenende der zweiten Saisonhälfte verlief für Yamaha und Aprilia alles andere als gut - Martin musste nach einem Totalschaden seiner RS-GP aufs Ersatzbike ausweichen - schaffte damit nur Rang 16. Marc Marquez holte sich zum ersten Mal am Red Bull Ring beide Siege - im Sprint und im Rennen.

MotoGP am Red Bull Ring in Spielberg - Marc Marquez holt 2x den Sieg!

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MotoGP zweite Saisonhälfte startete am Red Bull Ring

Nach 4 Wochen Sommerpause ging es am letzten Wochenende wieder los. Teams und Piloten der Moto3, Moto2 und MotoGP läuteten mit dem Grossen Preis von Österreich auf dem Red Bull Ring die 2. Saisonhälfte der Motorradweltmeisterschaft 2025 ein. Das Wort Sommerpause wurde von den MotoGP-Stars dabei recht unterschiedlich interpretiert.

Während die meisten Piloten wie die Marquez-Brüder Marc und Alex oder Francesco Bagnaia Sonne und Meer suchten, waren Johann Zarco von LCR-Honda und Jack Miller von Pramac-Yamaha im fernen Japan beim 8-Stunden-Rennen in Suzuka in der Langstreckenweltmeisterschaft EWC im Einsatz. Beide Piloten absolvierten den Gastauftritt in der anderen Rennserie sehr erfolgreich. 
Zarco gewann zusammen mit seinem Teamkollegen Takumi Takahashi das in Japan äußerst populäre Rennen, Grand Prix Fahrerkollege Jack Miller hielt sich mit Platz 2 zusammen mit den Teamkollegen Andrea Locatelli und Katuyuki Nakasuga auf einer Yamaha R1 schadlos.

Im Vorfeld des 13. von insgesamt 22 Grand Prix in dieser MotoGP Saison legte auch der amtierende Weltmeister Jorge Martin die Fehde mit seinem Arbeitgeber Aprilia endgültig zu den Akten und machte seine Absichten öffentlich den bis Ende 2026 datierten Vertrag mit dem italienischen Team vollständig zu erfüllen. Während sich die vor der Sommerpause verletzten Maverick Vinales / KTM und Franco Morbidelli / Pertamina vom Enduro VR46 Racing Team wieder fit und gesund meldeten, war LCR-Honda Pilot Somkiat Chantra immer noch im Krankenstand. Da Honda für den Mann aus Thailand keinen Ersatzfahrer benannte, standen 21 Fahrer im Grid als das Rennwochenende mit dem 1.freien Training – FP1 - am Freitagmorgen begann.

Aprilia und Yamaha hatten am Freitag in Spielberg Pech

Der erste Trainingstag am Red Bull Ring verlief nach Geschmack für die Ducati-Verantwortlichen. Sowohl M. Marquez als auch F. Bagnaia waren von der ersten Runde an präsent und lieferten schnelle Rundenzeiten im Minutentakt ab. Mit Alex Marquez und F. Morbidelli schafften 2 weitere Ducatisti den Sprung in die Top Ten. 
Ebenso unter den ersten Zehn waren der Weltmeister Martin / Aprilia, beide KTM Piloten Acosta und Bastianini, die Yamaha von Ex-Weltmeister F. Quartararo und Joan Mir mit der Werkshonda.

Ein stark verändertes Bild gab das Zeittraining am Nachmittag ab, bei dem sich die schnellsten 10 Fahrer direkt für das Q2 für den Kampf um die besten Startplätze qualifizierten. Der Schnellste war wieder einmal Marc Marquez, der zusammen mit den Ducati Markenkollegen Francesco Bagnaia (3.), Bruder Alex Marquez (4.), Morbidelli (7.) und Fermin Aldeguer (9.) ins Q2 stürmte.

Während KTM mit Pedro Acosta (2.) und Brad Binder (10.) und Honda mit Joan Mir (6.) und Johann Zarco (8.) jeweils 2 Piloten direkt ins Q2 brachten lief die Session für Yamaha und Aprilia desaströs. Jorge Martin zerstörte bereits in Runde 2 seine RS-GP komplett, musste auf das Ersatzbike ausweichen und landete damit nur auf Rang 16. Beste Aprilia wurde in der Trainingssitzung Raul Fernandez vom Trackhouse MotoGP Team. Auch Fabio Quartararo musste einen massiven Einschlag seiner Yamaha M1 in die Abschrankungen verzeichnen. Er landete als bester Yamahapilot jedoch nur auf dem 14. Platz.

Red Bull Ring Spielberg - Bagnaia
© moto-foto MotoGP: Francesco Bagnaia / Lenovo Ducati tief enttäuscht am Red Bull Ring Spielberg 


Marc Marquez bleibt der MotoGP Sprintkönig


Der Samstag begann dann mit einem Paukenschlag. Nachdem das Ducati Werksduo Marquez / Bagnaia das Training am Morgen dominierte und die Konkurrenz klar hinter sich lassen konnte, verlief das Q2 zur Ermittlung der Startpositionen spektakulär. Marc Marquez, bis dahin schnellster Mann des Wochenendes, stürzte in seinem 2. Stint und blieb damit auf Startplatz 4 sitzen. Teamkollege Bagnaia sorgte mit Platz drei dafür dass zumindest eine Werksducati in der ersten Startreihe steht. Schneller war jedoch die Kunden-Ducati vom Team Gresini, die Alex Marquez auf Startplatz 2 stellen konnte.

Überraschung dann auf der Pole Position. Marco Bezzecchi, der sich mit seiner Aprilia RS-GP als Schnellster des Quali-Training 1 für die besten zwölf Piloten ins Q2 fahren konnte, fuhr mit 1.28.060 Minuten die schnellste Zeit und ist damit sowohl im Sprintrace wie auch beim Grand Prix am Sonntag auf dem besten Startplatz. Im Sprintrace brachte das dem 26-jährigen Italiener jedoch keinen entscheidenden Vorteil. Nachdem Franceso Bagnaia mit wild durchdrehendem Hinterrad seine Ducati komplett quer stellte und damit schon beim Start sein Rennen ruinierte, zogen - wie gehabt - Alex und Marc Marquez in dieser Reihenfolge vom Feld weg.

KTM Pilot Pedro Acosta, Pole Mann Bezzecchi und Brad Binder konnten mit Respektabstand noch folgen, alle anderen Piloten lagen schon nach wenigen Runden deutlich zurück. In einem ereignisarmen Sprintrennen war das Überholmanöver von Marc (der Ältere) an seinem Bruder Alex (der Jüngere) in Runde 9 schon das Highlight. Eine Runde zuvor hatte Bagnaia seine GP26 bereits entnervt in der Ducati-Box abgestellt und sich den Sieg seines Teamkollegen M. Marquez am TV angeschaut.

Fermin Aldeguer / Gresini Ducati , sensationeller 2. Platz moto-foto
© moto-foto  MotoGP:   Fermin Aldeguer / Gresini Ducati -  sensationeller 2. Platz  in Spielberg am Red Bull Ring

 

Fermin Aldeguer verpasst die Sensation

Das 1000. Rennen im Rahmen der Motorrad-WM hätte der MotoGP dann neben dem großen Jubiläum beinahe einen Sensationssieger präsentiert: Gresini Ducati Pilot Fermin Aldeguer, in dieser MotoGP Saison als Neuling unterwegs, kämpfte sich in den letzten Runden mit den schnellsten Zeiten im Feld zunächst an Bagnaia vorbei. Danach konnte er seinen Landsmann Pedro Acosta in der engen Schikane im Bergaufstück ausbremsen. Schließlich musste sich auch noch Marco Bezzecchi, der lange das Rennen angeführt hat und mittlerweile auf der 2. Position lag, dem 20jährigen Jungspund beugen.

Doch die MotoGP Fans auf den Rängen, die nach einer eher lauen 1. Rennhälfte dankbar für die Action durch Aldeguer waren und ihn lautstark anfeuerten, mussten dann sehen dass der Vorwärtsdrang des Spaniers ein Ende hatte als Aldeguer sich anschickte den führenden Marc Marquez zu attackieren. Es gelang dem Rookie zwar mehrmals eine schnellere Sektorenzeit als der 8fache Weltmeister zu fahren, der war jedoch zu routiniert um seinen Vorsprung in den letzten 5 Runden wesentlich mehr als unter einer Sekunde zusammenschmelzen zu lassen.

Nach 28 Runden waren es dann auch nur 1,1 Sekunden, die Marc Marquez in seinem sechsten MotoGP Grand Prix Sieg in Folge vor Fermin Aldegeur und 3,4 Sekunden vor dem Drittplatzierten Marco Bezzecchi bei seinem insgesamt 97. Grand Prix Sieg an Vorsprung hatte.

KTM zeigte beim Heimspiel am Red Bull Ring ein starkes Mannschaftsergebnis, mit Pedro Acosta (4.), Enea Bastianini (5.) und Brad Binder (7.) schafften es drei Maschinen des österreichischen Herstellers unter die besten Zehn. Schnellste Honda war die RC213V mit Joan Mir, die zweite Werks-Ducati mit Francesco Bagnaia landete auf Platz 8.


Ergebnisse MotoGP Grand Prix of Austria 2025

 

Pos.

Fahrer

#

 

Runden

Zeit

Abstand

km/h

Punkte

1

M. Marquez  / Ducati Lenovo Team

93

 

28

42'11.006

 

173.1

25

2

F. Aldeguer / Gresini Racing MotoGP

54

 

28

+1.118

42'12.124

1.118

173.0

20

3

M. Bezzecchi / Aprilia Racing

72

 

28

+3.426

42'14.432

2.308

172.9

16

4

P. Acosta /Red Bull KTM Factory Racing

37

 

28

+6.864

42'17.870

3.438

172.6

13

5

E. Bastianini / Red Bull GasGas Tech3

23

 

28

+8.731

42'19.737

1.867

172.5

11

6

J. Mir / Repsol Honda Team

36

 

28

+10.132

42'21.138

1.401

172.4

10

7

B. Binder / Red Bull KTM Factory Racing

33

 

28

+10.476

42'21.482

0.344

172.4

9

8

F. Bagnaia / Ducati Lenovo Team

63

 

28

+12.486

42'23.492

2.010

172.3

8

9

R. Fernandez / Trackhouse Racing

25

 

28

+15.472

42'26.478

2.986

172.1

7

10

A. Marquez / Gresini Racing MotoGP

73

 

28

+15.537

42'26.543

0.065

172.1

6

11

F. Morbidelli / Pertamina Enduro VR46 Racing Team 

21

 

28

+16.185

42'27.191

0.648

172.0

5

12

J. Zarco / LCR Honda

5

 

28

+16.241

42'27.247

0.056

172.0

4

13

L. Marini / Repsol Honda Team

10

 

28

+18.478

42'29.484

2.237

171.9

3

14

A. Ogura / Trackhouse Racing

79

 

28

+18.491

42'29.497

0.013

171.9

2

15

F. Quartararo / Monster Energy Yamaha MotoGP Team

20

 

28

+25.256

42'36.262

6.765

171.4

1

16

A. Rins / Monster Energy Yamaha MotoGP Team

42

 

28

+30.316

42'41.322

5.060

171.1

 

17

M. Oliveira / Prima Pramac Racing

88

 

28

+34.008

42'45.014

3.692

170.8

 

18

J. Miller / Prima Pramac Racing

43

 

28

+37.478

42'48.484

3.470

170.6

 

dnf

F. Di Giannantonio / Pertamina Enduro VR46 Racing Team

49

 

20

+8 Laps

30'18.483

8 Laps

172.1

 

dnf

J. Martin / Aprilia Racing

1

 

13

+15 Laps

19'42.940

7 Laps

172.0

 



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