Alex Marquez gewinnt seinen Heim Grand Prix in Jerez auf der Gresini Ducati
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Ergebnis MotoGP Jerez: Alex Marquez holt sensationellen Sieg in Jerez!

(Hartmut Reuschel / MotoGP Jerez Rennbericht)  Einer der am meisten erwarteten Momente des Jahres für Motorradfahrer ist der Große Preis von Spanien der MotoGP auf dem Circuit Jerez-Ángel Nieto. Marc Márquez erwischte zwar einen hervorragenden Start und behielt die Führung in den ersten Kurven. Auch Marco Bezzecchi startete gut und rückte von Platz vier auf Platz zwei vor, während Alex Márquez auf den dritten Platz kletterte. Jorge Martín machte ebenfalls Plätze gut und lag anfangs auf dem vierten Rang. Alex Márquez schloss schnell zur Spitze auf und zog bald hinter seinem Bruder auf den zweiten Platz. Am Zielstrich sicherte sich tatsächlich Alex Márquez einen denkwürdigen Heimsieg vor dem Jerez-Publikum. Bezzecchi wurde Zweiter, und Di Giannantonio komplettierte das Podium.

MotoGP Saisonvorschau 2026 von Hartmut Reuschel

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MotoGP – Großer Preis von Spanien in Jerez de la Frontera


Die Marquez – Brüder gewinnen in Andalusien

Nach einer ungewöhnlich langen MotoGP Pause von 4 Wochen, die der Verschiebung des Großen Preis von Qatar in den November geschuldet war, hieß es am Wochenende für die schnellsten Motorradfahrer der Welt wieder „Gentleman please start your engines!"

Das vierte Rennen der 2026er Saison stand auf dem Programm und dazu reiste der Grand Prix Zirkus nach Andalusien in Spanien. Auf dem 4,428 KM langen Circuito de Jerez-Angel Nieto mit seinen 9 Rechts- und 5 Linkskurven  wartete eine Rennstrecke auf die Piloten, die reichlich Überholmöglichkeiten bietet und bei der jedes Jahr weit über 100.000 Fans für eine tolle Stimmung sorgen. Für KTM galt es bereits im Vorfeld einen kleine Enttäuschung wegzustecken – Maverick Vinales konnte auf Grund seiner Schulterverletzung, die er sich bereits 2025 beim Grand Prix in Deutschland zugezogen hatte und die ihn seitdem immer wieder beeinträchtigt, nicht an den Start gehen. 

Brad Binder holte mit P4 im Sprintrennen sein bislang bestes Saisonergebnis
© Hartmut Reuschel moto-foto / Brad Binder holte mit P4 im Sprintrennen sein bislang bestes Saisonergebnis

Freitagstraining:
KTM enttäuscht, Aprilia bringt alle 4 RS-PG in die Top Ten 


Mit den MotoGP Test- und Entwicklungsfahrern Lorenzo Savadori / Aprilia und Augusto Fernandez / Yamaha nahmen somit 23 Piloten am Freitag das Training auf. Dabei tat sich Aprilia überraschend schwer ihre Fahrer unter die ersten 10 Plätze zu bringen, um damit den direkten Einzug ins Q2 der Besten  zu schaffen.

Marco Bezzecchi, der die letzten 5 Grand Prix gewonnen hat, schaffte es erst in den letzten Minuten des Trainings seine RS-GP auf Platz 3 zu bringen. Den Markenkollegen Ai Ogura und Raul Fernandez vom Trackhouse Racing Team gelang der Einzug ins Q2 mit den Plätzen 5 und 7, während Jorge Martin mit der zweiten Werks-Aprilia sich mit Platz 9 qualifizierte. 

Die schnellsten im Training saßen dieses mal auf einer Ducati. Alex Marquez / Team BK8 Gresini Racing war mit 3/10 Sekunden Vorsprung deutlich schneller als Fabio Di Giannantonio vom Pertamina Enduro VR46 Racing Team. Die beiden Werks-Ducatis mit Marc Marquez und Francesco Bagnaia beendeten das Training auf den Plätzen 4 und 6. Den letzten Platz in den Top Ten belegte die KTM mit Enea Bastianini.    

Aprilia-Test und Entwicklungsfahrer Lorenzo Savadori war mit einer weiteren RS-GP am Start
© Hartmut Reuschel moto-foto / Aprilia-Test und Entwicklungsfahrer Lorenzo Savadori war mit einer weiteren RS-GP am Start

Qualifying und Sprintrace am Samstag in Jerez:
Regen bringt viel Action im Sprintrennen 


Bereits im Qualifikationstraining sorgt eine nasse Fahrbahn für einige Überraschungen. So der zweite Startplatz für Johann Zarco der nur 0,104 Sekunden hinter Polesetter Marc Marquez zurückblieb. Platz 5 für Alex Marquez  war für den Gresini Piloten eine kleine Enttäuschung, war er doch an diesem Wochenende bislang der schnellste Mann im Feld.

Bezzecchi stellte die Aprilia auf Platz 4, er musste sich Fabio Di Giannantonio geschlagen geben. Pedro Acosta hatte nach schwachen Auftritt am Freitag eine gute Quali und erreichte mit der KTM Startplatz 6. Die 12 Runden im Sprintrennen waren dann nichts für schwache Nerven. Nach einem komplett verpatzten  Start von Bezzecchi und dem Ausscheiden von Martin nach Runde 1 auf Grund von einem Schaden an der Bremsanlage war das Aprilia Werksteam schon raus aus dem Rennen bevor die Action überhaupt begann.

Regen ab Runde 6  veranlasste die Rennleitung den Wechsel auf die Ersatzmaschinen freizugeben, die mit Regenbereifung einsatzbereit an den Boxen standen.

Morbidelli und Binder waren die ersten, die davon Gebrauch machten, M.Marquez erkannte die Notwenigkeit erst nachdem er mit Slicks gestürzt war.  Auch Bagnaia, Di Giannnatonio und Raul Fernandez wechselten früh, während Alex Marquez den Wechsel verpasste und auf nasser  Fahrbahn zu Fall kam. Bezzecchi, Mir, Razgatlioglu und Savadori widerfuhr das gleiche Schicksal.

In Führung lag nach den Motorradwechseln schließlich das Ducati Werksteam mit Bagnaia in Front vor M. Marquez und Frankie Morbidelli, doch Marquez übernahm in Runde 9 mit einem sehr rustikalen Überholmanöver die Führung, die er bis ins Ziel nicht mehr abgab. Die Plätze 2 und 3 blieben bei Bagnaia und Morbidelli, dahinter liefen Brad Binder / KTM (4.), Fabio Di Giannantonio / Ducati (5.), Raul Fernandez / Aprilia (6.), Fabio Quartararo / Yamaha (9.) Johan Zarco / Honda (8.) und Luca Marini / Honda (9.) auf den Punkterängen ein.  

Glücklich über Platz 2 im Regen – Pecco Bagnaia
© Ducati  / Glücklich über Platz 2 im Regen – Pecco Bagnaia

Moto GP Rennsonntag: Alex Marquez wiederholt Vorjahres-Sieg 


War der Sprint mit Regen, den vielen Stürzen und dem Wechsel der Motorräder aufregend und abwechslungsreich, so verlief der Grand Prix  Spanien in Jerez dann doch eher unspektakulär.

Den größten Aufreger gab es bereits in Runde 2, als Marc Marquez seinem jüngeren Bruder Alex folgen wollte und dabei mit hoher Geschwindigkeit zu Sturz kam. Während der amtierende Weltmeister unverletzt zur Box zurückkehren konnte, zerlegte es seine Ducati bei dem mehrfachen Überschlag komplett in ihre Einzelteile.

Auf der Strecke hatte sich nach dem Ausfall von Marc Marquez eine 5 Mann starke Spitzengruppe gebildet, die in der Reihenfolge Alex Marquez - Bezzecchi – DiGiannantonio – Martin – Zarco ganze 21 Runden lang um den Kurs zirkelten und aufgrund der Abstände untereinander keine Überholmanöver starten konnten.

So legten die Piloten ihr Augenmerk in erster Linie auf die Perfomance der Reifen, damit es gegen Ende der 25 Rundendistanz kein Nachlassen des schwarzen Gummis gibt. Erst 4 Runden vor Schluss kam dann nochmals etwas Bewegung in den Führungspulk als die beiden Trackhouse Aprilias von Ai Ogura und Raul Fernandez an der Honda von Johann Zarco vorbeigehen konnten und damit die Plätze 5 und 6 nach Hause fuhren.

An der Spitze war die Entscheidung auch schon gefallen. Unter dem tosenden Jubel der größtenteil spanischen Fans gewann Alex Marquez auf Ducati wie schon 2025 seinen Heim Grand Prix vor Marco Bezzecchi / Aprilia und einer weiteren Ducati mit Fabio Di Giannantonio. Da auch die zweite Werks-Aprilia mit Jorge Martin mit Platz 4 ein weiteres Spitzenresultat einfahren konnte, führen jetzt beide Apriliapiloten in der WM-Gesamtwertung vor DiGiannantonio / Ducati und Pedro Acosta / KTM.
 

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Hartmut Reuschel

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