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Saisonabschlussrennen der FIA-GT-Meisterschaft 1998 Ricardo Zonta und Klaus Ludwig sichern sich die Fahrermeisterschaft
© Daimler | Zoom

Ricardo Zonta ist 1998 FIA-GT-Champion – und nach wie vor aktiver Motorsportler

Herzlichen Glückwunsch: Gleich vier Rennfahrer, die mit Fahrzeugen von Mercedes-Benz große Erfolge in verschiedenen Epochen erringen, feiern in diesem Frühjahr einen runden Geburtstag. Der legendäre Rennleiter Alfred Neubauer wird vor 130 Jahren geboren, er startet seine Karriere als Rennfahrer. Mercedes-Benz Classic gratuliert außerdem den DTM-Champions Paul Di Resta (35) und Gary Paffett (40) sowie dem FIA-GT-Meister Ricardo Zonta (45).

23. März 2021: Ricardo Zonta − 45 Jahre

 
Den größten Erfolg seiner Rennsportkarriere feiert der 1976 geborene Brasilianer Ricardo Zonta in der FIA-GT-Meisterschaft. Am 25. Oktober 1998 sichert er sich gemeinsam mit Klaus Ludwig in Laguna Seca mit dem Mercedes-Benz CLK-LM den Fahrertitel. Schon das erste Rennen der Saison in Oschersleben entscheidet das Duo Klaus Ludwig / Ricardo Zonta für sich. Der DTM-Champion und Le-Mans-Sieger urteilt über seinen jungen brasilianischen Kollegen: „Wir haben einen neuen Diamanten gefunden.“ AMG-Mercedes startet 1997 und 1998 in der neuen FIA-GT-Meisterschaft und gewinnt in beiden Jahren sowohl Fahrer- als auch Teamwertung.
 
Zontas Titel 1998 trägt zu seinem Aufstieg in die Formel 1 bei, wo er von 1999 bis 2005 startet. In Spa-Francorchamps steht er im Jahr 2000 im Mittelpunkt eines der spektakulärsten Überholmanöver der Formel-1-Historie, als sein BAR-Honda im Großen Preis von Belgien in der 41. von 44 Runden von Michael Schumacher (Ferrari) und Mika Häkkinen (McLaren-Mercedes) gleichzeitig überrundet wird. Der führende Schumacher passiert ihn links, Häkkinen überholt rechts und übernimmt dabei zugleich die Spitze im Rennen, die er bis ins Ziel nicht mehr abgibt. Nach dem Ende seines Engagements in der Formel 1 bleibt Zonta Rennfahrer, unter anderem in der brasilianischen Stockcar-Serie. Dort startet er auch 2021.

Ricardo Zonta (2. von links) bei der Siegerehrung des 500-Kilometer-Rennens der FIA-GT-Meisterschaft in Donington (Großbritannien) am 11. September 1998. Bernd Schneider und Mark Webber (3. und 4. von links) führen den Doppelsieg der Mercedes-Benz CLK-LM Rennsport-Tourenwagen vor Klaus Ludwig (ganz links) und Zonta an.
Ricardo Zonta (2. von links) bei der Siegerehrung des 500-Kilometer-Rennens der FIA-GT-Meisterschaft in Donington (Großbritannien) am 11. September 1998. Bernd Schneider und Mark Webber (3. und 4. von links) führen den Doppelsieg der Mercedes-Benz CLK-LM Rennsport-Tourenwagen vor Klaus Ludwig (ganz links) und Zonta an.
© Daimler
 
 

24. März 2021: Gary Paffett − 40 Jahre

 
Der 1981 geborene Engländer Gary Paffett gehört zu den erfolgreichsten Fahrern der DTM. Mit Renntourenwagen von Mercedes-Benz wird er 2005 und 2018 DTM-Champion sowie viermal Vizemeister (2004, 2009, 2010 und 2012). 15 Saisons bestreitet er für die Marke – das ist die Hälfte der dreißigjährigen Geschichte von Mercedes-Benz und AMG in dieser internationalen Tourenwagenserie. Mit 23 Siegen und 48 Podiumsplätzen liegt Paffett auf Rang vier der von Mercedes-Benz Werksfahrer Bernd Schneider angeführten ewigen DTM-Bestenliste.
 
Paffett startet im Alter von acht Jahren mit dem Motorsport, als ihm sein Vater ein Kart schenkt. Er verfolgt seine Karriere konsequent, wird mit 21 Jahren deutscher Formel-3-Meister und rückt 2003 in die DTM auf. Parallel zur DTM ist Paffett einige Jahre Testfahrer für das Team McLaren-Mercedes in der Formel 1. In der FIA-Formel-E-Meisterschaft 2018/2019 tritt er für das Team HWA Racelab an. 2020 bringt er seine Erfahrungen auf und neben der Strecke als Berater im Bereich „Sport und Technik“ sowie als Ersatz- und Entwicklungsfahrer in das Mercedes-Benz EQ Formel E Team ein.
 
	Mercedes-AMG C 63 DTM der Saison 2018. Mit diesem Fahrzeug gewinnt Gary Paffett die DTM 2018. Foto von 2019 aus dem Mercedes-Benz Museum, Steilkurve des Raums Mythos 7: Silberpfeile – Rennen und Rekorde.
Mercedes-AMG C 63 DTM der Saison 2018. Mit diesem Fahrzeug gewinnt Gary Paffett die DTM 2018. Foto von 2019 aus dem Mercedes-Benz Museum, Steilkurve des Raums Mythos 7: Silberpfeile – Rennen und Rekorde.
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29. März 2021: Alfred Neubauer − 130 Jahre

 
Der erste Rennleiter der Motorsportgeschichte revolutioniert ab 1926 den Rennsport. In den ersten Jahren des Motorsports ab 1894 sind die Fahrer auf sich allein gestellt. Sie wissen vor dem Schwenken der Zielflagge oft nicht einmal, auf welcher Position sie sich im Rennen befinden. Das ändert Alfred Neubauer, in jungen Jahren selbst Rennfahrer auf Austro-Daimler und Mercedes. Er ist 1926 auf der Solitude-Rennstrecke der Erste, der seinen Fahrern mit Tafeln und Flaggen taktische Hinweise gibt. Später bereitet er die Einsätze der Mercedes-Benz Rennmannschaft akribisch vor.
 
Neubauer wird 1891 in Neutitschein (heute Nový Jičín, Tschechien) geboren. Gemeinsam mit Ferdinand Porsche wechselt er 1923 von Austro-Daimler zur Daimler-Motoren-Gesellschaft. Als Rennleiter feiert Neubauer mit den Silberpfeilen der Jahre 1934 bis 1939 und 1954/1955 seine größten Erfolge und wird zur Legende. Er führt Fahrer wie Rudolf Caracciola, Hermann Lang, Manfred von Brauchitsch sowie später Juan Manuel Fangio und Stirling Moss zu großen Siegen. Neubauer stirbt im Alter von 89 Jahren am 21. August 1980 in Aldingen.

Der spätere Mercedes-Benz Rennleiter Alfred Neubauer als Rennfahrer am Steuer eines Mercedes 2-Liter-Targa-Florio-Rennwagens mit Beifahrer Ernst Hemminger. Foto aus dem Jahr 1924.
Der spätere Mercedes-Benz Rennleiter Alfred Neubauer als Rennfahrer am Steuer eines Mercedes 2-Liter-Targa-Florio-Rennwagens mit Beifahrer Ernst Hemminger. Foto aus dem Jahr 1924.
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16. April 2021: Paul Di Resta − 35 Jahre

 
Über Jahre hinweg fährt der Schotte Paul Di Resta in der Spitzengruppe der Tourenwagen-Rennserie DTM. Für die Mercedes-Benz Teams Persson, AMG und HWA feiert er von 2007 bis 2010 und von 2014 bis 2018 elf Siege. Er wird DTM-Meister 2010, Vizemeister 2008 sowie jeweils Dritter der Fahrerwertung 2009 und 2018. Mit Unterstützung von Mercedes-Benz startet er von 2011 bis 2013 für Force India in der Formel 1 und sammelt 121 Weltmeisterschaftspunkte.
 
Der 1986 in Uphall (Schottland) geborene Rennfahrer mit italienischen Wurzeln stammt aus einer Motorsportfamilie. Zu seinen Cousins zählen der Indianapolis-500-Sieger Dario Franchitti und dessen Bruder Marino. Dario Franchitti fährt 1995 und 1996 erfolgreich für Mercedes-Benz in der DTM. Später nutzt dieser seine guten Kontakte zur Marke, um Di Resta, damals amtierender Meister der Formel-3-Euroserie, beim Aufstieg in den Tourenwagensport zu unterstützen. Paul Di Restas sportliche Ziele bleiben ambitioniert: Der in der Langstrecken-Weltmeisterschaft etablierte Fahrer wird 2022 beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans in der Hypercar-Klasse starten.
 

Daimler / DW