Ist das Auto für den deutchen Markt nicht mehr gewinnbringend zu verkaufen, gibts mit dem Export Verkauf immer noch gute Möglichkeiten
© speedmagazin / ki | Zoom

Ratgeber: So bekommt man beim Autoverkauf mehr Geld

Der Verkauf eines Autos ist für manch Einen mit Unsicherheit verbunden. Besonders dann, wenn das Fahrzeug älter ist, keinen TÜV mehr hat oder bereits Schäden aufweist. In solchen Fällen wird der Privatverkauf schnell zur Herausforderung. Genau aus diesem Grund könnte für Autobesitzer interessant sein ihr Fahrzeug in den Export zu verkaufen. Dabei taucht desöfteren die Frage auf warum Händler beim Export oft mehr als Privatkäufer zahlen? Die Antwort liegt in den grundlegenden Unterschieden zwischen lokalen und internationalen Märkten.

Der internationale Automarkt bietet mehr Möglichkeiten


In Deutschland haben viele Fahrzeuge nur noch einen begrenzten Marktwert. Das gilt besonders für ältere Autos oder Fahrzeuge mit technischen Problemen. Privatkäufer suchen in der Regel aber ein zuverlässiges Auto, das sofort einsatzbereit ist.

Dagegen sieht die Situation im Ausland ganz anders aus. Deutsche Fahrzeuge genießen weltweit einen ausgezeichneten Ruf. Selbst Autos mit hoher Laufleistung oder kleineren Schäden sind im Ausland weiterhin gefragt. Meist liegt das daran, dass in vielen Ländern Reparaturen deutlich günstiger sind, sodass sich auch scheinbar unattraktive Fahrzeuge wieder lohnen.

Diese internationale Nachfrage sorgt dafür, dass Exporthändler ganz anders ihre Preise kalkulieren können, als private Käufer im Inland.

Händler denken global – Privatkäufer lokal


Ein wesentlicher Unterschied liegt dabei in der Perspektive. Privatkäufer orientieren sich am deutschen Markt und vergleichen Preise auf bekannten Plattformen. Dabei spielen Faktoren wie TÜV, Zustand und Kilometerstand eine entscheidende Rolle. 

Exporthändler hingegen handeln international. Sie wissen genau in welchen Ländern bestimmte Fahrzeuge gefragt sind und wo sich ein Weiterverkauf lohnt. Dadurch entsteht ein größerer Spielraum beim Preis.

Wenn man also sein Auto verkaufen möchte, kann ein Exporthändler oft ein besseres Angebot machen, weil er das Fahrzeug nicht nur lokal bewertet, sondern global denkt.

Auch Fahrzeuge mit Mängeln haben noch Wert


Der Autoverkauf an einen Exporthändler ist meist schneller als im Privatverkauf
© speedmagazin / ki - Der Autoverkauf an einen Exporthändler ist meist schneller als im Privatverkauf
Ein großer Vorteil des Exportverkaufs ist, dass der Zustand des Autos weniger streng bewertet wird. Während ein Privatkäufer bei kleineren Mängeln bereits abspringen kann, sehen Händler darin oft kein Problem.

Fahrzeuge ohne TÜV, mit Motorschaden oder nach einem Unfall lassen sich im Ausland häufig noch gut verkaufen oder kostengünstig reparieren. Genau deshalb sind solche Autos für Exporthändler interessant.

Das bedeutet: Ein Auto, das auf dem deutschen Markt schwer verkäuflich ist, kann im Export dennoch einen überraschend guten Preis erzielen.


Schnelligkeit spielt eine entscheidende Rolle


Ein weiterer Punkt, der den Exportverkauf attraktiv macht, ist die Geschwindigkeit. Beim Privatverkauf muss man oft viel Zeit investieren. Inserate erstellen, Anfragen beantworten und Termine organisieren – all das kann sich über Wochen ziehen.

Exporthändler arbeiten deutlich effizienter. In vielen Fällen erhält man innerhalb kurzer Zeit ein Angebot und kann den Verkauf schnell abschließen. Für viele Autobesitzer ist genau das der entscheidende Vorteil, vor allem wenn das Fahrzeug schnell verkauft werden soll.


Weniger Aufwand und mehr Sicherheit


Neben der Zeitersparnis spielt auch die Sicherheit eine große Rolle. Beim Privatverkauf besteht immer ein gewisses Risiko. Käufer können nach dem Kauf Mängel beanstanden oder versuchen, den Preis nachträglich zu drücken.

Beim Verkauf an einen Händler ist der Ablauf in der Regel klar strukturiert. Das Fahrzeug wird bewertet, ein Preis vereinbart und der Verkauf abgeschlossen. Dadurch entsteht eine deutlich entspanntere Situation ohne unnötigen Stress.

Wenn man also sein Auto verkaufen willt und dabei auf Sicherheit Wert legt, ist der Exporthandel oft die bessere Wahl.

Wann der Exportverkauf besonders sinnvoll ist


Nicht jedes Auto muss zwangsläufig exportiert werden, aber es gibt typische Situationen, in denen sich dieser Weg besonders lohnt. Dazu gehören Fahrzeuge, die bereits älter sind oder viele Kilometer gefahren wurden. Auch Autos ohne TÜV oder mit technischen Defekten sind klassische Kandidaten für den Export.

In solchen Fällen ist die Nachfrage im Inland oft gering, während im Ausland weiterhin Interesse besteht. Genau hier zeigt sich der Vorteil des internationalen Marktes.


Verkauf in den Export: Viel einfacher als man denkt


Viele Menschen zögern, weil sie den Prozess nicht genau kennen. Dabei ist der Verkauf für den Export meist unkompliziert. In der Regel gibt man die wichtigsten Fahrzeugdaten an und erhält daraufhin ein professionelles Angebot. Wenn man dem zustimmt, wird ein Termin vereinbart und das Fahrzeug übergeben.

Der gesamte Ablauf ist darauf ausgelegt möglichst einfach und schnell zu sein. Das macht den Exportverkauf besonders attraktiv für alle, die keine Zeit für lange Verkaufsprozesse haben.


Fazit: Mehr Wert durch den richtigen Markt


Der wichtigste Grund warum Händler oft mehr zahlen als Privatkäufer, liegt im Zugang zu internationalen Märkten. Während sich Privatkäufer auf Deutschland beschränken, nutzen Händler globale Chancen. 

Für Verkäufer bedeutet das dementsprechend mehr Möglichkeiten und bessere Preise sowie ein deutlich einfacherer Verkaufsprozess. Besonders bei älteren oder beschädigten Fahrzeugen kann der Exportverkauf eine echte Alternative sein.

Wer sein Auto also ohne großen Aufwand und zu einem fairen Preis verkaufen möchte, sollte den Exportmarkt daher unbedingt in Betracht ziehen.

Auch interessant:
Infothema: Ist das Auto-Abonnement das Konzept der Zukunft?
Elektro vs. Verbrenner als Dienstwagen: Kosten, Steuern und Alltag im Vergleich
Tip: Motor kaputt - was kann man noch tun?

se / no