Ratgeber: Manche Autoteile lassen sich easy selbst wechseln
(Ratgeber für die Wartung in der eigenen Garage) Manch ein Autofahrer macht gewisse Reparaturen am liebsten selbst. Sei es um Zeit und Geld zu sparen, sei es weil man einfach Spass daran hat. Tüftler und Bastler machen die Kleinigkeiten sowieso schon immer alleine, und gehen nur zur großen Wartung in die Werkstatt. Hier sind ein paar Tips für Reparaturen am eigenen Auto...Wartung in der eigenen Garage: Diese Autoteile lassen sich selbst wechseln
Einige Reparaturen am eigenen Fahrzeug fallen immer wieder an, unabhängig davon, ob es sich um ein E-Auto oder um einen Verbrenner handelt. Bei der Fahrt in eine Fachwerkstatt haben Autobesitzer allerdings häufig mit langen Wartezeiten zu kämpfen und nehmen obendrein auch oft hohe Kosten in Kauf. Eine einfache Reparatur kann schließlich schnell einen vierstelligen Betrag kosten, wobei nicht immer die vorgenommenen Reparaturschritte zu 100 Prozent nachvollziehbar sind. Das geht auch anders, zum Beispiel, indem man regelmäßig benötigte Ersatzteile und geeignete Werkzeuge selbst griffbereit hält.
Was sind Verschleißteile am Auto?
Unter Verschleißteile fallen alle Bauteile des Autos, die sich durch häufiges Fahren oder Alterung abnutzen und regelmäßig zu tauschen sind. Anders als beispielsweise das Getriebe und die Karosserie sind diese Bauteile so konzipiert, dass sie nur für einen vordefinierten Zeitraum effizient funktionieren. Zu bekannten Verschleißteilen am Fahrzeug gehören unter anderem die hier in der Liste aufgeführten Teile:
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Bauteil |
Wechselintervall |
Hinweise |
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Bremsbeläge und Bremsscheiben |
30.000 bis 70.000 km (je nach Fahrweise) |
Sicherheitsrelevant, regelmäßig prüfen |
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Ölfilter und Motoröl |
15.000 bis 30.000 km (laut Herstellervorgabe) |
Wechsel erhöht Motorlebensdauer und Effizienz |
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Zahnriemen |
80.000 bis 160.000 km (modellabhängig) |
Defekte führen zu schweren Motorschäden |
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Batterie |
4 bis 6 Jahre |
Im Winter besonders anfällig, Spannungsprüfung empfohlen |
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Wischerblätter |
Nach Bedarf, oft jährlich |
Wichtiger Beitrag zur Fahrsicherheit bei Regen oder Schnee |
Mit ein wenig handwerklichem Geschick lassen sich mehrere der genannten Verschleißteile in wenigen Arbeitsschritten selbst tauschen. Dazu gehören auch ausgefallene Birnen im Scheinwerfer und Filter der Klimaanlage, Luft- sowie Innenraumfilter.
Allgemein gilt jedoch dass Autobesitzer lieber nichts riskieren sollten, wenn sie sich mit einem komplexeren Bauteil nicht auskennen. Vor allem an essenziellen Bauteilen wie den Bremsen führt eine falsche Reparatur schnell zu größeren Schäden. Daher sollte man sich nur an die Teile und Eingriffe wagen, die man tatsächlich bereits verinnerlicht oder wiederholt (vielleicht sogar unter Aufsicht durch einen Experten) durchgeführt hat.
Diese Bauteile lassen sich einfach selbst wechseln
Nicht jeder Wechsel erfordert den Besuch in der Werkstatt. Mit etwas technischem Verständnis und dem richtigen Werkzeug lassen sich einige Aufgaben auch in der heimischen Garage erledigen.
Luftfilter und Innenraumfilter sind meist leicht zugänglich und in wenigen Minuten getauscht und auch das wechseln der Wischerblätter ist mit wenigen Handgriffen erledigt. Glühlampen für Scheinwerfer oder Blinker sind bei vielen Modellen ebenfalls gut erreichbar. Hier ist zur Fehlervermeidung allerdings ein genauer Blick in die Betriebsanleitung sinnvoll. Ein Batterietausch ist machbar, sollte jedoch vorsichtig durchgeführt werden, sonst besteht Kurzschlussgefahr! Auch Zündkerzen lassen sich mit dem passenden Werkzeug relativ einfach austauschen, wenn man ein wenig technisches Grundverständnis mitbringt.
Tipp: Auf Videoplattformen wie YouTube finden sich unzählige Videos zu allen möglichen Reparaturarbeiten am Fahrzeug frei zugänglich.
Tools, die in der Garage zur Grundausstattung gehören
Jede Reparatur funktioniert nur dann, wenn auch das passende Werkzeug vorhanden ist. Vor allem dann, wenn an einem Auto, das jeden Tag gebraucht wird, gearbeitet wird. Der Erfolg steht und fällt mit dem passenden Werkzeug und hochwertigen Kfz-Ersatzteilen. Darum gibt es eine gewisse Grundausstattung, die jeder, der Arbeiten an seinem Auto durchführen möchte, daheim haben sollte. Dazu gehören
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Drehmomentschlüssel (für korrektes Anziehen von Radmuttern und anderen Schrauben)
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Steck- und Inbusschlüsselsatz
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Wagenheber & Unterstellböcke
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Zündkerzenschlüssel
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Bremskolbenrücksteller (bei Bremsbelagwechsel)
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OBD2-Diagnosegerät (hilfreich bei Fehlermeldungen)
Natürlich gibt es auch Autobesitzer die sich deutlich mehr zutrauen, wenn es zu einem Defekt am eigenen Auto kommt. Hat man beispielsweise Vorkenntnisse durch eine Ausbildung oder ein Studium, weiß man genau, welches Werkzeug benötigt wird und wo gute Ersatzteile zu finden sind. Um Fehler zu vermeiden ist es ein Muß vor jeder Reparatur wenigstens einmal ins Handbuch oder in Online-Tutorials zu schauen.
Wann müssen Verschleißteile gewechselt werden?
Die meisten Hersteller geben für Verschleißteile konkrete Wechselintervalle in Jahren oder Kilometern an. Zudem zeigen aktuelle Fahrzeuge genau an, wann ein Wechsel des Bauteils erforderlich ist und wo das Problem liegt, beispielsweise durch einen individuellen Fehlercode. Ergänzend sollten Fahrer auf Warnzeichen achten, darunter quietschende Bremsen und längere Bremswege, Startprobleme oder eine schwache Bordelektrik, einen ruckelnden oder geräuschvollen Motorlauf oder eine schlechte Sicht trotz funktionierender Wischer.
Spätestens bei solchen Symptomen ist es dann schon höchste Zeit, die betroffenen Komponenten zu prüfen. Warten Fahrzeugbesitzer regelmäßig und erkennen sie Verschleiß bevor echte Schäden entstehen, sparen sie langfristig bares Geld und erhöhen zugleich die Sicherheit auf der Straße. Auch hohe, weiterführende Werkstattrechnungen lassen sich durch überpünktliche Wartungen und Kontrollen in zahlreichen Fällen verhindern.
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bz / sp