Das Kampagnenmotiv von der IAA Mobility 2025: "High fährt nicht. High lässt fahren."
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Mobility Ratgeber Cannabis: High fährt nicht - high lässt fahren

High fährt nicht - high lässt fahren: Deutschlands erste Roadshow zur Cannabis-Prävention im Straßenverkehr startete auf der IAA Mobility. Cannabis am Steuer ist ein wachsendes Risiko im Straßenverkehr - vor allem für junge Verkehrsteilnehmende. Um dem entgegenzuwirken, starteten der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) und der Bund gegen Alkohol und Drogen im Straßenverkehr (BADS) mit Unterstützung der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) eine besondere Präventionsaktion: die Roadshow "High fährt nicht - high lässt fahren".

Weltpremiere IAA Mobility München 2025: AVATR by Kim Jones

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Cannabis am Steuer ist ein wachsendes Risiko im Straßenverkehr


Vor allem für junge Verkehrsteilnehmende. Um dem entgegenzuwirken, starteten der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) und der Bund gegen Alkohol und Drogen im Straßenverkehr (BADS) mit Unterstützung der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) eine besondere Präventionsaktion: die Roadshow "High fährt nicht - high lässt fahren".

Vom 9. September bis 2. Oktober 2025 tourte ein Showtruck mit großem Ausstellungszelt durch München, Köln, Berlin und Hamburg. 

Interaktive Aufklärung - mit E-Scooter und PKW Simulator sowie Gewinnspiel

Die Roadshow richtete sich an junge Verkehrsteilnehmende zwischen 16 und 24 Jahren - eine Zielgruppe, die aufgrund geringer Fahrerfahrung, hoher Risikobereitschaft und zunehmendem Cannabiskonsum besonders gefährdet ist.

An den Tourstationen erwartete die Besucher ein breites Mitmachprogramm: ein E-Scooter-Fahrsimulator, ein Pkw-Fahrsimulator mit einer bundesweit einmaligen Simulationssoftware, ein Rauschbrillenparcours sowie ein Gewinnspiel. Damit werden die Gefahren des Fahrens unter Einfluss von Cannabis nicht abstrakt vermittelt, sondern direkt und interaktiv erlebbar gemacht.

Cannabis erhöht Unfallrisiko erheblich


"Cannabis erhöht das Unfallrisiko erheblich - und speziell junge Menschen unterschätzen dieses Risiko. Unsere Roadshow zeigt die Gefahren und klärt auf, damit Unfälle erst gar nicht passieren. Wer fährt, kifft nicht. Wer kifft, fährt nicht.", sagt Manfred Wirsch, Präsident des DVR.

Helmut Trentmann, Präsident des BADS, ergänzt: "Wer in unseren Fahrsimulator steigt, merkt sofort: Cannabis verlangsamt die Reaktionen. So vermitteln wir jungen Verkehrsteilnehmenden die Botschaft: Nüchtern fahren statt high crashen."

Politische Unterstützung und grosses Interesse an der Kampagne

Die Schirmherrschaft der Roadshow hat Prof. Dr. Hendrik Streeck, der Beauftragte der Bundesregierung für Sucht- und Drogenfragen, übernommen. Er unterstreicht die Bedeutung der Aktion mit einer Videobotschaft.

Die Resonanz auf die Roadshow war hoch: Die Tourstopps in Köln, Berlin und Hamburg erfreuten sich einer hohen Besuchernachfrage. Etwa 1.000  Schüler, Auszubildende und junge Beschäftigte hatten sich bereits für einen Besuch angemeldet. 

Präventionskampagne mehrfach preisgekrönt


Die Roadshow ergänzt die seit 2024 laufende gleichnamige Cannabis-Aufklärungskampagne des DVR, die online, auf Social Media sowie bundesweit im Kino, Hörfunk und auf digitalen Plakaten präsent ist. Die Kampagne wurde 2025 bei den 42. International Healthcare Ad Awards mit vier Preisen ausgezeichnet.


Zur DVR-Kampagne: High fährt nicht - high lässt fahren

Zum DVR-Blickpunkt: Cannabis im Straßenverkehr

Zur DVR-Präventionsaktion: Roadshow - Cannabis im Straßenverkehr

Info über den DVR:

Der DVR ist Deutschlands unabhängiger Vorreiter und Kompetenzträger in allen Belangen der Straßenverkehrssicherheit. Mit dem Ziel der Vision Zero ("Niemand kommt um, alle kommen an.") setzt er sich für die gemeinsame Verantwortung aller Gesellschaftsgruppen ein, um den Straßenverkehr sicher zu machen. Durch die hohe Sachkenntnis und die Erfahrung seiner Mitglieder bildet der DVR ein effizientes Netzwerk für Verkehrssicherheit.

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