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Mercedes-Benz Rallyefahrerinnen Ewy Rosqvist und Ursula Wirth siegen in der 32. Rallye Monte Carlo 1963: Siegerehrung durch Fürstin Gracia Patricia und Fürst Rainier von Monaco.
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Fliegende Rekorde: Mercedes-Benz 130 Jahre im Motorsport - Von Rallye bis Formel 1

Mercedes-Benz, der älteste Automobilhersteller der Welt, engagiert sich seit nahezu 130 Jahren im Motorsport. Von der Formel 1 bis zu Rallyeeinsätzen sind Fahrer im Zeichen des Sterns unterwegs. Entsprechend vielfältig ist dieses Kapitel in der Unternehmensgeschichte. Hier kurz notiert: wichtige Jubiläen und Meilensteine aus der Motorsportchronik. Es gab sogar eine Damenwertung in der Rallye: Die Mercedes-Benz Rallyefahrerinnen Ewy Rosqvist und Ursula Wirth gewinnen in der 32. Rallye Monte Carlo 1963 den begehrten „Coupe des Dames“ mit einem Mercedes-Benz 220 SE „Heckflosse“ Rallyefahrzeug.

26. Januar 1963 – vor 60 Jahren

 
Ewy Rosqvist und Ursula Wirth gewinnen den Damenpokal der 32. Rallye Monte Carlo
  • Ehrung durch Fürstin Gracia Patricia von Monaco
  • Weiterer Erfolg der Argentinien-Siegerinnen mit dem Mercedes-Benz 220 SE Rallyefahrzeug
  • Dreifacher Klassensieg für Mercedes-Benz
Mercedes-Benz gewinnt in der strapaziösen 32. Rallye Monte Carlo vom 20. bis 24. Januar 1963 die damals übliche Damenwertung. Die Siegerinnen Ewy Rosqvist und Ursula Wirth erhalten den sogenannten „Damenpokal“. Dazu kommt ein Dreifachsieg in der Klasse 7 der Fahrzeuge von 2 bis 3 Liter Hubraum. Das Team startet 1963 in Stockholm. Ewy Rosqvist und Ursula Wirth kommen mit ihrem Mercedes-Benz 220 SE „Heckflosse“ Rallyefahrzeug nach einer knappen Entscheidung im Finallauf in Monte Carlo auf Platz 16 des Gesamtklassements und gewinnen den seit 1927 vergebenen „Coupe des Dames“.

Fürstin Gracia Patricia von Monaco überreicht den Preis am 28. Januar 1963 an die beiden schwedischen Rallyefahrerinnen. Nach dem Gesamtsieg des Teams Rosqvist/Wirth im Grossen Strassenpreis für Tourenwagen von Argentinien im Oktober und November 1962 richtet sich die Aufmerksamkeit bei der Rallye Monte Carlo im folgenden Januar besonders auf die „Argentinien-Siegerinnen“. Von insgesamt 296 Startern kommen nur 27 Teams ins Ziel. In diesem Feld dominiert Mercedes-Benz die Klasse 7 mit einem Dreifachsieg (Eugen Böhringer/Peter Lang, Onni Vilkas/Esko Vainola und Ewy Rosqvist/Ursula Wirth) sowie Platz fünf (Rolf Knoll/Rolf Kreder) – alle auf Mercedes-Benz 220 SE.
 
Rudolf Caracciola stellt am 28. Januar 1938 auf der Autobahn Frankfurt–Darmstadt mit 432,7 km/h im Mercedes-Benz V12-Rekordwagen W 125 einen Geschwindigkeitsweltrekord für öffentliche Straßen auf. Foto vom Start.
Rudolf Caracciola stellt am 28. Januar 1938 auf der Autobahn Frankfurt–Darmstadt mit 432,7 km/h im Mercedes-Benz V12-Rekordwagen W 125 einen Geschwindigkeitsweltrekord für öffentliche Strassen auf. Hier das Foto vom Start.
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28. Januar 1938 – vor 85 Jahren

 
Weltrekord: Rudolf Caracciola erreicht 432,7 km/h auf der Autobahn Frankfurt–Darmstadt
  • Mercedes-Benz V12-Kompressormotor mit 541 kW (736 PS)
  • Luftwiderstandsbeiwert von nur cW= 0,157
  • Der Geschwindigkeitsweltrekord gilt für 79 Jahre
Weltrekordfahrten haben in den 1930er-Jahren einen ähnlich hohen Stellenwert wie Grand-Prix-Rennen. Mercedes-Benz und andere führende Hersteller jagen den Bestmarken nach. Am 28. Januar 1938 kommt es zu einem Höhepunkt: Die Rekordwagen von Mercedes-Benz und Auto Union treten auf einem Abschnitt der Autobahn Frankfurt–Darmstadt gegeneinander an. Für die Marke mit dem Stern startet Rudolf Caracciola, der erfolgreichste Fahrer einer ganzen Ära. Dreimal wird er in den 1930er-Jahren Europameister. Der Titel lässt sich mit dem eines heutigen Formel-1-Weltmeisters vergleichen.

Für den Geschwindigkeitsweltrekord auf öffentlichen Straßen über den fliegenden Kilometer wird der Mittelwert aus Hin- und Rückfahrt ermittelt. Caracciola erreicht 432,7 km/h. Diese Bestmarke gilt 79 Jahre lang: Erst 2017 ist ein anderes Fahrzeug schneller. Der Mercedes-Benz Rekordwagen auf Basis des Grand-Prix-Rennwagens W 125 hat einen Luftwiderstandsbeiwert von nur cW = 0,157. Er wird von einem 5,6-Liter-Zwölfzylindermotor angetrieben. Zwei Roots-Kompressoren steigern die Leistung auf 541 kW (736 PS). Heute gehört der Rekordwagen zur Dauerausstellung des Mercedes-Benz Museums. Während der Rekordversuche kommt es zu einem tragischen Unfall: Bernd Rosemeyer geht für die konkurrierende Auto Union an den Start – und verunglückt bei seinem Rekordversuch tödlich.
 
	Rudolf Caracciola stellt am 28. Januar 1938 auf der Autobahn Frankfurt–Darmstadt mit 432,7 km/h im Mercedes-Benz V12-Rekordwagen W 125 einen Geschwindigkeitsweltrekord für öffentliche Straßen auf. Mercedes-Benz Werbeplakat.
Rudolf Caracciola stellt am 28. Januar 1938 auf der Autobahn Frankfurt–Darmstadt mit 432,7 km/h im Mercedes-Benz V12-Rekordwagen W 125 einen Geschwindigkeitsweltrekord für öffentliche Straßen auf. Mercedes-Benz Werbeplakat.
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23. Februar 1928 – vor 95 Jahren

 
Hans Herrmann feiert 95. Geburtstag
  • Der Markenbotschafter von Mercedes-Benz ist dem Rennsport bis heute verbunden
  • Rekordrunde in Reims 1954: Mit dem Silberpfeil startet der Rennfahrer in der Formel 1
  • Erinnerung an die Mille Miglia 1955 im 300 SLR Rennsportwagen
Mehr als 50 Jahre nach dem Ende seiner aktiven Karriere ist Hans Herrmann ein sehr gern gesehener Gast bei Motorsportveranstaltungen. Im Herzen ist der große Rennfahrer seinem Sport bis heute verbunden. Der Markenbotschafter von Mercedes-Benz Classic zeigt sich stets freundlich, zugewandt, eloquent. Mit dem Rennteam von Mercedes-Benz kommt der Stuttgarter erstmals im Juli 1953 in Berührung. Der legendäre Rennleiter Alfred Neubauer fragt ihn: „Haben Sie Lust, mal mit einem unserer Wagen zu fahren?“ Klar, Herrmann will – obwohl er erst seit einem Jahr auf den Rennstrecken unterwegs ist. Die Nachwuchssichtung führt ihn direkt ins Silberpfeilteam.

Am 4. Juli 1954 wird Deutschland Fußballweltmeister – und Mercedes-Benz Doppelsieger beim Großen Preis von Frankreich in Reims durch Juan Manuel Fangio vor Karl Kling. Hans Herrmann fällt aus, dreht mit dem Formel-1-Rennwagen W 196 aber zuvor die schnellste Runde mit einem Durchschnitt von 195,463 km/h. 1954 erzielt er zwei Podiumsplatzierungen in der Formel 1. Im Jahr 1955 kann er bei der Mille Miglia mit dem 300 SLR als einziger seinem Markenkollegen Stirling Moss folgen, bis ein ungenügend verschlossener Tankdeckel zum Ausfall führt. Seine Karriere beendet er 1970 nach einem Gesamtsieg mit Porsche bei den 24 Stunden von Le Mans. Danach beginnt er eine zweite erfolgreiche Karriere mit seinem Vertriebsunternehmen für Autozubehör.
 

08. März 1998 – vor 25 Jahren

 
Doppelsieg der Silberpfeile beim Großen Preis von Australien
  • Mika Häkkinen wird am Saisonende Formel-1-Weltmeister
  • Erfolgreiche Partnerschaft von Mercedes-Benz mit McLaren
  • Das Team McLaren-Mercedes gewinnt die Weltmeisterschaft 1998, 1999 und 2008
Am 8. März 1998 feiern Mika Häkkinen und David Coulthard beim Großen Preis von Australien einen Doppelsieg. Damit beginnt für McLaren-Mercedes ein sehr erfolgreiches Jahr in der Formel 1. Das deutsch-britische Team tritt 1997 erstmals in Silber an, die Farbe der legendären Silberpfeile der 1930er- und 1950er-Jahre. Das Team findet für die Saison 1995 zusammen. Die Rollen sind klar verteilt: McLaren kümmert sich um den Rennwagen, Mercedes-Benz steuert das Triebwerk bei. Entwickelt und hergestellt wird es von Ilmor in Brixworth. Ein kleines Ingenieursteam in Untertürkheim betreibt unter der Leitung von Mario Illien Grundlagenforschung und Versuche auf einem damals einmaligen Hightech-Motorenprüfstand. 

Vor 25 Jahren kommt der McLaren-Mercedes MP4/13 zum Einsatz, der erste von Starkonstrukteur Adrian Newey für McLaren entworfene Rennwagen. Der hochdrehende Dreiliter-V10-Saugmotor mit der Bezeichnung FO110G-V10 ermöglicht über 350 km/h Höchstgeschwindigkeit. 1998 siegt Häkkinen in acht der 16 Grands Prix, Coulthard steuert einen weiteren Sieg bei. Mika Häkkinen gewinnt zwei Weltmeisterschaften in den Jahren 1998 und 1999. Im Jahr 2008 wird Lewis Hamilton für das Team McLaren-Mercedes Weltmeister.

McLaren-Mercedes erzielt im Großen Preis von Australien am 8. März 1998 einen Doppelsieg von Mika Häkkinen vor David Coulthard. Foto vom Start. Häkkinen startet von der Pole-Position, gefolgt von Coulthard. Am Ende der Saison gewinnt Häkkinen die Formel-1-Weltmeisterschaft, McLaren-Mercedes gewinnt die Konstrukteurswertung.
McLaren-Mercedes erzielt im Grossen Preis von Australien am 8. März 1998 einen Doppelsieg von Mika Häkkinen vor David Coulthard. Hier das Foto vom Start. Häkkinen startet von der Pole-Position, gefolgt von Coulthard. Am Ende der Saison gewinnt Häkkinen die Formel-1-Weltmeisterschaft, McLaren-Mercedes gewinnt die Konstrukteurswertung.
© Mercedes-Benz Classic Archive: 2001DIG278

14. März 1993 – vor 30 Jahren

 
Überzeugender Einstieg des Sauber-Teams in die Formel 1
  • JJ Lehto belegt Rang fünf beim Großen Preis von Südafrika
  • Mercedes-Benz unterstützt das Schweizer Team mit Motoren
  • Viertältester Formel-1-Rennstall hinter Ferrari, McLaren und Williams
Beim Grossen Preis von Südafrika 1993 in Kyalami betritt das Team von Peter Sauber aus der Schweiz die Grand-Prix-Bühne und ist sogleich erfolgreich: JJ Lehto wird mit den Sauber C12 Fünfter. Peter Sauber erinnert sich: „Und das trotz eines Boxenstopps, weil die elektronische Getriebesteuerung gewechselt werden musste.“ Am Saisonende belegt der langjährige Mercedes-Benz Junior Karl Wendlinger Platz zwölf in der WM-Wertung vor Lehto.

Eine offizielle Partnerschaft zwischen Mercedes-Benz und Sauber besteht seit 1988. Das Team Sauber-Mercedes gewinnt 1989 und 1990 die Sportwagen-Weltmeisterschaft der Gruppe C und 1989 die 24 Stunden von Le Mans. Am 28. November 1991 gibt Mercedes-Benz bekannt, dass das Unternehmen aus dem internationalen Motorsport aussteigen wird. Peter Sauber wagt dennoch den Sprung in die Formel 1 mit Ilmor-Motoren, die den Schriftzug „Concept by Mercedes-Benz“ tragen – so wie in der Saison auch die Seiten des Rennwagens. 1994 wird Peter Sauber offiziell mit Motoren von Mercedes-Benz unterstützt. Am Ende des Jahres trennen sich die Wege, als das Team McLaren-Mercedes entsteht. Heute ist das vor dreißig Jahren mit Mercedes-Benz Unterstützung in die Formel 1 geführte Team das viertälteste in der Königsklasse des Motorsports hinter Ferrari, McLaren und Williams.

	1993 startet das Rennteam von Peter Sauber in der Formel 1. Der Rennwagen C12 trägt die Aufschrift „Concept by Mercedes-Benz“. Es ist der erste Schritt zur Rückkehr von Mercedes-Benz in die Königsklasse des Motorsports. Foto des C12 zusammen mit dem Mercedes-Benz C-Klasse DTM-Renntourenwagen für die Saison 1994.
1993 startet das Rennteam von Peter Sauber in der Formel 1. Der Rennwagen C12 trägt die Aufschrift „Concept by Mercedes-Benz“. Es ist der erste Schritt zur Rückkehr von Mercedes-Benz in die Königsklasse des Motorsports. Foto des C12 zusammen mit dem Mercedes-Benz C-Klasse DTM-Renntourenwagen für die Saison 1994.
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