Lewis Hamilton erinnerte 2020 an Breonna Taylor
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FIA verbietet politische Botschaften ohne Genehmigung

Der Automobil-Weltverband FIA verschärft sein Vorgehen gegen politische Botschaften von Fahrern in der Formel 1 und anderen Rennserien.

Berlin (SID) - Der Automobil-Weltverband FIA verschärft sein Vorgehen gegen politische Botschaften von Fahrern in der Formel 1 und anderen Rennserien. Statements ohne vorherige Genehmigung bedeuten künftig einen Verstoß der Regularien.

Artikel 12.2.1.n der Statuten wertet ab 2023 "die allgemeine Äußerung und Zurschaustellung politischer, religiöser und persönlicher Äußerungen oder Kommentare" als Regelbruch, sofern vorab keine schriftliche Erlaubnis erteilt wurde. 

In der jüngeren Vergangenheit nutzten Formel-1-Fahrer ihre Plattform für politische Äußerungen. Sebastian Vettel setzte sich 2021 in Ungarn mit einem "Same Love"-T-Shirt für die Rechte der LGBTQ+-Gemeinschaft ein. In Kanada machte sich der viermalige Weltmeister für den Umweltschutz stark.

Rekordweltmeister Lewis Hamilton trug 2020 auf dem Podium in Mugello ein Shirt mit der Aufschrift "Verhaftet die Polizisten, die Breonna Taylor getötet haben". Der Brite erinnerte dabei an die schwarze US-Amerikanerin, die bei einem Polizeieinsatz in ihrem Haus erschossen worden war.

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